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Amphibienzaun


Schlammschlacht für die Amphibien

(13.03.2016)

Amphibienschutzzaun bei Schömberg

Der Kälte und dem aufgeweichten Boden trotzend, bauten NABU-Aktive und Naturfreunde bei Schömberg und nahe Hirschfeld in dieser Woche wie in jedem Jahr die Amphibienschutzzäune auf. Besonders bei Hirschfeld war der schwere Lößboden durch die (hoffentlich anhaltenden) Niederschläge der letzten Tage durchweicht und klebte „kiloweise“ an den Schuhen, den Spaten und allem anderen Werkzeug.

Amphibienschutzzaun bei Schömberg

Um den Zaun beim Schömberg für Langfinger unattraktiv zu machen und einen Diebstahl wie im Vorjahr zu verhindern, wurde der Eigentümer deutlich sichtbar aufgesprayt. Allen Helfern sei für den Aufbau wie auch die nun folgende tägliche Betreuung herzlich gedankt!


Fotos: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.


Unverzagter Einsatz für wandernde Amphibien

(27.03.2015)

Nach ungefähr eineinhalbstündiger Tatortbesichtigung ohne und mit Polizei, gut zweistündiger weiterer Gespräche (mit der Gemeinde Harth-Pöllnitz, der Stadt Weida, der Unteren Naturschutzbehörde Greiz, den Zaunbetreuern und der OTZ), der Abholung des Ersatzmaterials in Greiz und zweistündigem Aufbau steht seit gestern 17.00 Uhr der neue Amphibienschutzzaun bei Schömberg. Allen Helfern sei gedankt!


Dreister Diebstahl verhindert wichtige Naturschutzarbeit

(26.03.2015)

Der gesamte, ca. 100 m lange, Amphibienzaun an der Ortsverbindungsstraße zwischen Schömberg und Rohna wurde in der Nacht vom 24. zum 25. März in der Zeit von 22.00 Uhr bis ca. 4.30 Uhr gestohlen. Infolge des fehlenden Schutzzaunes ist die Absammlung der hier wandernden Amphibien in den nächsten Tagen nicht möglich, weshalb der Tod zahlreicher Amphibien zu befürchten ist. Der NABU Gera-Greiz wird mit Unterstützung durch die Untere Naturschutzbehörde Greiz schnellstmöglich einen neuen Zaun errichten.
Hinweise zu diesem Diebstahl nimmt die Polizeiinspektion Greiz (Brunnengasse 10 in 07973 Greiz), Telefon 03661/621-0, entgegen.


OTZ-Artikel zum entwendeten Amphibienzaun bei Schömberg


Amphibienschutz 2015 – Helfer gesucht

(18.03.2015)

Aufbau des Amphibienschutzzaunes bei Hirschfeld
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Mit steigenden Temperaturen setzt die Wanderung der Kröten, Braunfrösche und Molche zu den Laichgewässern ein.
Mitglieder des NABU Gera-Greiz e.V. haben Ende Februar bei Schömberg und Anfang März westlich von Hirschfeld Schutzzäune aufgebaut.
Ebenso haben Naturfreunde im Umweltverein Grünes Haus Gera e.V. in Gera-Untermhaus (Bereich der Zwergenhöhlen), an der Verbindungsstraße von Thieschitz nach Bad Köstritz in Höhe der Eisteiche, im Eleonorental bei Reichardtsdorf und in Steinbrücken Schutzzäune errichtet.
Alle genannten Schutzzäune werden täglich in den späten Abend- und frühen Morgenstunden kontrolliert. Die Autofahrer werden gebeten, in diesen Bereichen besonders aufmerksam zu sein und durch rücksichtsvolles Verhalten (Abblenden, Reduzieren der Geschwindigkeit) die ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen.

Wer die Naturschutzfreunde bei der Aktion aktiv unterstützen möchte, meldet sich bitte beim:

  • NABU Gera-Greiz e.V. – Tel. 03 65 / 420 43 17 oder dem
  • Grünen Haus Gera e.V. – Tel. 03 65 / 800 25 35.

Eingedenkt Erich Kästner, der sagte: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“


Amphibienschutzzaun bei Schömberg

(26.02.2014)

Teich, Straße und Zaun

Bei milden Temperaturen und viel Sonnenschein wurde am 22.02.2014 der Amphibienschutzzaun bei Schömberg, durch die Zusammenarbeit einer Zaunbetreuerin und drei Zaunbetreuern, auf einer Länge von 100 Metern aufgebaut.

Amphibienschutzzaun und im Hintergrund der Transporteimer

Bedingt durch die noch recht kühlen Nachttemperaturen, dürfte der Beginn der Wanderung noch etwas auf sich warten lassen. Da es allerdings weiterhin mild bleiben soll, ist dennoch jederzeit mit dem Wanderbeginn der Grasfrösche, Molche und Erdkröten zu rechnen.

Auch 2014 dürften keine weiteren Amphibienarten wie in den vergangenen Jahren zu erwarten sein. Da die Anzahl der einzelnen Individuen der Arten schon in den Vorjahren, witterungsbedingt, zum Teil stark geschwankt haben, kann hierzu, genauso wie bei der Betreuungszeit, erst nach Abbau des Zaunes, eine Auswertung getroffen werden. Die verschiedenen Arten und ihre Anzahl in den 2011, 2012 und 2013, ist aus der nachfolgenden Grafik „Art und Anzahl“ zu entnehmen. Hierbei ist es allerdings bei der Anzahl der Kammmolche im Jahr 2011, möglich, das aus Gründen von Fehlbestimmungen, von einer geringeren Individuenzahl aus zu gehen ist.

Grafik „Art und Anzahl“

In der Grafik „Betreuungszeit“ ist deutlich die unterschiedliche Länge des Zeitraumes aus den Jahren 2012 und 2013 ab zu lesen. Für 2014, ist bedingt durch die Witterung, wieder mit einer längeren Betreuungszeit zu rechnen.

Fotos: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.


Liste zur Art und Datenerfassung
Liste zur Art und Datenerfassung als Excel-Dokument
Link zum „Amphibienschutzzaun Nr. 713“ im NABU Fotoclub


Amphibienzäune bei Hirschfeld und Schömberg aufgebaut

(23.02.2014)

Aufbau des Amphibienschutzzaunes bei Hirschfeld
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Die Amphibienzäune bei Schömberg und bei Hirschfeld wurden gestern bzw. heute aufgebaut. Infolge der milden Witterung ist auch für unsere Region in Bälde der Beginn der Amphibienwanderung zu erwarten.
Sowohl in Schömberg als auch Hirschfeld sind Helfer, die diese Arbeit unterstützen möchten, willkommen. Bitte melden Sie sich bei Lutz Wolfram (Rohna 23 in 07570 Harth-Pöllnitz, Telefon: 03 66 07 / 60 27 9, E-Mail: lutz_rohna@t-online.de) für Schömberg oder bei Sebastian Schopplich (Groitschener Berg 12 in 07554 Brahmenau, Tel. 03 66 95 / 31 32 5, E-Mail: sebastian.schopplich@t-online.de.

Wer Interesse an der Mitarbeit an anderenorts im Landkreis aufgebauten Krötenzäunen hat, wende sich bitte an Andreas Martius (untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Greiz), Tel. 03661/876-605, E-Mail: andreas.martius@landkreis-greiz.de). Ebenso sind hier Meldungen über ähnlich kritische Straßenabschnitte möglich.
Für das Territorium der Stadt Gera ist die diesbezügl. Anfrage möglich bei Frau Nicole Berg (untere Naturschutzbehörde der Stadt Gera), Tel. 03 65 / 83 84 24 4, E-Mail: berg.nicole@gera.de.


Amphibienschutzzäune stehen

(08.04.2013)

Amphibienschutzzaun bei Schömberg
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Die vom NABU Gera-Greiz betreuten Amphibienschutzzäune bei Schömberg und bei Hirschfeld wurden unlängst Tagen aufgebaut und die Kontrollen aufgenommen. In Hirschfeld konnte schon am 10.04.12 eine Wechselkröte umgesetzt werden.

Bundesweit betreut der NABU Schutzzäune mit einer Gesamtlänge von derzeit über 60km! So wichtig und löblich dieser enorme Einsatz ist, so nachdrücklich muß aber darauf hingewiesen werden, daß der Schutz der heimischen Amphibien eine staatliche Aufgabe ist, die bewußt vernachlässigt wird.
Ohne das hohe Engagement vieler Naturfreunde, die der sinnlosen Tötung von ungezählten Frösche, Kröten und Molchen nicht tatenlos zusehen wollen, würde die Bilanz in Deutschland noch erheblich schlechter aussehen. Dabei gleichen die Kosten für die Errichtung stationärer Amphibienschutzeinrichtungen den berühmten „Peanuts“ …


Helfer gesucht!

Betreuung des Hirschfelder Amphibienzaunes im Frühjahr 2013
(01.02.2013)

Ein Erdkrötenpaar auf dem Weg zum Laichgewässer. Das Weibchen trägt das Männchen.
Foto: Leo/fokus-natur.de

Erstmals wurde 2012 an der Ortsverbindungsstraße zwischen Hirschfeld und Söllmnitz, im Bereich des Teiches am Fuße der südlich der Kreisstraße 105 gelegenen Streuobstwiese, ein Amphibienschutzzaun aufgebaut. Dank des Einsatzes engagierter Betreuer aus Brahmenau, Gera, Hirschfeld, Pölzig, Ronneburg und Söllmnitz konnten insgesamt mehr als 1500 Erd-, Wechsel- und Knoblauchkröten, Gras- und Laubfrösche, Berg-, Kamm- und Teichmolche vor dem Verkehrstod gerettet werden.

Da die Betreuung des Amphibienzaunes je nach Witterungsverlauf von März bis Mai personell abgesichert werden muss, ist der NABU Gera-Greiz dringend auf weitere Helfer angewiesen, die uns bei den erforderlichen täglichen Kontrollen des Zaunes unterstützen werden. Um Anfahrtswege und Zeitaufwand in Grenzen zu halten, wäre es günstig, wenn die Helfer aus Hirschfeld, Pölzig, Brahmenau, Caasen oder Söllmnitz kämen. Aber natürlich sind weiter entfernt wohnende Helfer, denen der Anfahrtsweg nichts ausmacht, ebenso willkommen. Neben der Freude an der Naturschutzarbeit zusammen mit anderen Naturfreunden, ergibt sich für die Helfer die Möglichkeit, unsere heimischen Amphibien genauestens kennen zu lernen. Denn wem ist bekannt, dass die Erdkröte (Bufo bufo) „Lurch des Jahres 2012“ war und in welcher Häufigkeit sie in unserer Region vorkommt?

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte bei Sebastian Schopplich, Groitschener Berg 12, 07554 Brahmenau, Tel. 036695/31325 oder Ingo Giebner, Nr. 2 in 07554 Hirschfeld, Tel. 036695/20767 als den örtlichen Vertretern des NABU Gera-Greiz und Organisatoren des Schutzprojektes (E-Mail: (email: vorstand@nabu-gera-greiz.de), siehe auch gera-greiz.nabu-thueringen.de).

Im NABU-Bericht „Amphibienschutz an Straßen“ heißt es: „Der Schutz wandernder Amphibien an Straßen ist bei der vorhandenen Dichte des Straßennetzes in Mitteleuropa eine unverzichtbare Schutzmaßnahme. Wandernde Amphibien müssen vielerorts Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Die Verkehrszunahme auch auf ehemals gering befahrenen Straßen hat eine große Zahl überfahrener Amphibien zur Folge. Untersuchungen haben ergeben, dass schon bei einer Verkehrsdichte von 30 Autos pro Stunde fast 50 Prozent der wandernden Erdkröten überfahren werden.
Die Betreuung von Krötenzäunen ist aufwendig. Die Fangzäune müssen während der Wanderungszeit täglich betreut werden. … Um zu helfen, sind keine Spezialkenntnisse erforderlich. Begleiten Sie einen erfahrenen Zaunbetreuer und Sie werden schnell in der Lage sein, selbständig zu arbeiten.
Viele Straßenabschnitte an denen Amphibien überfahren werden, sind den zuständigen Naturschutzbehörden noch nicht bekannt.“

Wenn Sie einen Amphibienwechsel entdecken, der noch nicht betreut wird, informieren Sie bitte die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Greiz (Tel. 03661/876-603 oder umweltamt@landkreis-greiz.de) und zusätzlich auch den NABU Gera-Greiz (Tel. 03 65 / 42 04 31 7 oder vorstand@nabu-gera-greiz.de).


Rückwanderungszaun am Hirschfelder Teich wurde aufgebaut

(17.04.2012)

Der Aufbau des Rückwanderungszaunes beginnt. Im Hintergrund der Obere Teich.
Foto: Reinhold Kochinka, NABU Gera-Greiz e.V.

Am 11. April wurde am Hirschfelder Teich der Rückwanderungszaun aufgebaut, nachdem schon in der vergangenen Woche mehrfache Erdkröten auf dem Weg in die Sommerlebensräume beobachtet wurden. Für den raschen Aufbau sei allen Beteiligten herzlich gedankt! Ebenso allen Helfern, die die Betreuung des Zaunes zweimal täglich absichern, trotz der bis vorgestern widrigen Wanderungsbedingungen (anhaltende Trockenheit und Kälte), die die Wanderung stark verzögern.

Bisher wurden am Hirschfelder Amphibienzaun viele Erd- und einige Wechselkröten, einige Gras- und Laubfrösche sowie Teich-, Berg und Kammolche sicher zum Laichgewässer transportiert.


NABU-Amphibienzaun bei Hirschfeld steht

(14.03.2012)

Beim Aufbau des Zaunes
Foto: R. Kochinka, NABU Gera-Greiz e.V.

Am 13.03. wurde bei Hirschfeld der NABU-Amphibienschutzzaun aufgebaut. Aufgrund der noch kühlen Temperaturen wird es noch einige Tage dauern, bis die Wanderung einsetzen wird. Eine erste Erdkröte fand sich aber gestern schon im Eimer.

Weitere Informationen zum Amphibienschutz in Deutschland finden sie unter www.amphibienschutz.de.


Helfer gesucht!

Aufruf des NABU Gera-Greiz, die Betreuung eines Amphibienzaunes bei Hirschfeld im Frühjahr 2012 tatkräftig zu unterstützen
(20.02.2012)

Ein Erdkrötenpaar auf dem Weg zum Laichgewässer. Das Weibchen trägt das Männchen.
Foto: Leo/fokus-natur.de

Jedes Jahr im Frühjahr bietet sich über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Hirschfeld und Söllmnitz, im Bereich des Teiches am Fuße der südlich der Kreisstraße 105 gelegenen Streuobstwiese, das gleiche schreckliche Bild: Hunderte Kröten, Frösche und vermutlich auch Molche, die um diese Zeit den Teich als Laichplatz aufsuchen wollen, werden bei der Überquerung der Straße von Autos überfahren. Die Straße ist übersät mit toten Tieren. Vermeiden ließe sich diese traurige Bilanz nur durch eine befristete Sperrung der Straße, die aber aufgrund der dann notwendigen weitläufigen Umleitung ausscheidet. Ebenso ist der Bau einer stationären Leiteinrichtung incl. eines Krötenwandertunnels nach Aussage des Straßenbauamtes an dieser Stelle in absehbarer Zeit nicht realisierbar. Daher bleiben nur der Aufbau und die Betreuung eines ca. 200 m langen Krötenzaunes als Möglichkeit, hier Abhilfe zu schaffen.

Da die Betreuung des Amphibienzaunes über den genannten Zeitraum zeitlich und personell abgedeckt werden muss, ist der NABU Gera-Greiz dringend auf weitere Helfer angewiesen, die uns bei den erforderlichen täglichen Kontrollen des Zaunes unterstützen würden. Um Anfahrtswege und Zeitaufwand in Grenzen zu halten, wäre es günstig, wenn die Helfer aus Hirschfeld, Pölzig, Brahmenau, Caasen oder Söllmnitz kämen. Aber natürlich sind weiter entfernt wohnende Helfer, denen der Anfahrtsweg nichts ausmacht, ebenso willkommen. Neben der Freude an der Naturschutzarbeit zusammen mit anderen Naturfreunden, ergibt sich für die Helfer die Möglichkeit, unsere heimischen Amphibien genauestens kennen zu lernen. Denn wer weis schon, daß die Erdkröte (Bufo bufo) „Lurch des Jahres 2012“ ist und in welcher Häufigkeit sie in unserer Region vorkommt?

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte bei Sebastian Schopplich, Groitschener Berg 12, 07554 Brahmenau, Tel. 036695/31325 oder Ingo Giebner, Nr. 2 in 07554 Hirschfeld, Tel. 036695/20767 als den örtlichen Vertretern des NABU Gera-Greiz und Organisatoren des Schutzprojektes (E-Mail: (email: info@gera-greiz.nabu-thueringen.de), siehe auch gera-greiz.nabu-thueringen.de).

Im NABU-Bericht „Amphibienschutz an Straßen“ heißt es: „Der Schutz wandernder Amphibien an Straßen ist bei der vorhandenen Dichte des Straßennetzes in Mitteleuropa eine unverzichtbare Schutzmaßnahme. Wandernde Amphibien müssen vielerorts Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Die Verkehrszunahme auch auf ehemals gering befahrenen Straßen hat eine große Zahl überfahrener Amphibien zur Folge. Untersuchungen haben ergeben, daß schon bei einer Verkehrsdichte von 30 Autos pro Stunde fast 50 Prozent der wandernden Erdkröten überfahren werden.
Die Betreuung von Krötenzäunen ist aufwendig. Die Fangzäune müssen während der Wanderungszeit täglich betreut werden. Jeder Helfer ist deswegen willkommen. Um zu helfen, sind keine Spezialkenntnisse erforderlich. Begleiten Sie einen erfahrenen Zaunbetreuer und Sie werden schnell in der Lage sein, selbständig zu arbeiten.
Viele Straßenabschnitte an denen Amphibien überfahren werden, sind den zuständigen Naturschutzbehörden noch nicht bekannt.“

Wenn Sie einen Amphibienwechsel entdecken, der noch nicht betreut wird, informieren Sie bitte die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Greiz (Tel. 03661/876-603 oder umweltamt@landkreis-greiz.de) und zusätzlich auch den NABU Gera-Greiz (Tel. 03 65 / 42 04 31 7 oder info@gera-greiz.nabu-thueringen.de).


Amphibienzaun 2011 – eine gelungene Aktion!

von Lutz Wolfram (Rohna)

Krötenschutzzaun bei Rohna
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Schon seit mehreren Jahren hatte ich jeweils im Frühjahr die Krötenwanderung auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Rohna und Schömberg wahrgenommen. Dort befindet sich am Waldrand gelegen ein Teich, dessen Damm die Straße bildet. Diese müssen die Kröten überqueren, um vom gegenüberliegenden Terrain zu ihrem Laichgewässer zu gelangen. Beim Befahren dieser Straße fuhr ich immer besonders langsam, wich wandernden Kröten aus und hielt oftmals an, um sie über die Straße zu tragen. Doch dies bedeutet nur den berühmten Tropfen auf den heißen Stein. 2009 konnte ich es nicht mehr mit ansehen. Die Straße war regelrecht gepflastert mit überfahrenen Tieren. Um zumindest einige von ihnen zu retten, fuhr ich, wenn ich Zeit hatte, zu dem Teich und las die noch lebenden Kröten von der Straße. Als die Zeit der Wanderung vorbei war, nahm ich per E-Mail Verbindung zum BUND auf. Von dort erhielt ich die Auskunft, in der betreffenden Region habe man keine Mitglieder, die sich der Sache annehmen könnten. So verging das Jahr, ein neues Frühjahr kam und damit begann eine erneute Krötenwanderung. 2010 nahm ich meine Tätigkeit als Krötenhelfer wieder auf.

Doch diesmal beförderte ich nicht nur die Kröten über die Straße, sondern machte auch Fotos von den toten Tieren. Diese sendete ich an den NABU und das Umweltamt Greiz. Von beiden Stellen erhielt ich auch diesmal die Auskunft, keine Helfer zur Verfügung stellen zu können. Man gab mir jedoch die Zusage, das Material für einen Amphibienzaun zur Verfügung zu stellen, wenn ich selbst genügend Helfer finden würde. Ich begann daher mit den Anwohnern meines Ortes und mit den Bürgermeistern der Gemeinde Harth-Pöllnitz und des Ortes Schömberg über das Vorhaben zu sprechen. Um einen größeren Personenkreis zu erreichen, veröffentlichte ich im Amtsblatt der Gemeinde Harth-Pöllnitz einen Hilfeaufruf, gestaltete einen Aushang in der stark frequentierten Bäckerei Förster in Steinsdorf und nahm eine Einladung des Schömberger Bürgermeisters zur Gemeinderatssitzung an, in der ich mein Anliegen vortrug. Bis zum Ende des Jahres 2010 hatte ich 9 Helfer aus den Orten Niederpöllnitz, Schömberg, Steinsdorf, Rohna und Weida für die Betreuung gewonnen. Diese waren durch das Amtsblatt, durch Gespräche und auch durch die Internetseite des NABU auf die Aktion aufmerksam geworden. Mit mir und meiner Frau waren wir somit 11 Helfer und die Betreuung des Zaunes war sichergestellt. Somit konnte ich den Vertrag über die Betreuung eines Amphibienzaunes mit dem Umweltamt Greiz abschließen. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt nur laienhaft Kenntnisse von Amphibien hatte, war ich dankbar für die fachliche und sehr freundliche Unterstützung von Mitgliedern des NABU, vor allem von Herrn Sebastian Schopplich und Herrn Andreas Martius. Diese gute Zusammenarbeit, die interessanten und nützlichen Projekte des NABU in meiner Wohnregion und das schon seit meiner Kindheit bestehende Interesse an der Natur bewog mich, zusammen mit meiner Frau und meiner Tochter, Familienmitglied im NABU zu werden.

Am 1. März 2011 wurde durch das Landratsamt Greiz, Untere Naturschutzbehörde, der Amphibienzaun zu uns nach Hause geliefert. Am 7. März 2011 fand eine Zusammenkunft aller sich bei mir gemeldeten Helfer statt, in der ich sie über den Umgang mit den Tieren, die Probleme der Sicherheit bei Tätigkeiten in Straßennähe und die Erfassung der Tiere nach den Arten einwies. Der Bürgermeister der Gemeinde Schömberg, selbst freiwilliger Helfer, stellte uns hierfür den Gemeinderaum zur Verfügung. Bei diesem Treffen wurde ein grober Einsatzplan erstellt, in dem alle Helfer je nach Verfügbarkeit zu den Früh- oder Abendeinsätzen eingetragen wurden. Diesen arbeiteten mein Frau und ich im Vorlauf von einer Woche genau aus und steckten allen Helfern jeweils ein Exemplar in den Briefkasten. Jeder konnte nun genau ablesen, wann er terminlich eingeplant. Für Notfälle und Zwischenfragen stand unsere Telefonnummer zur Verfügung.

Aufgestellt wurde der Zaun am 14. März. Durch Zufall war an diesem Tag der Bürgermeister der Gemeinde Harth-Pöllnitz vor Ort, der daraufhin begeistert das Aufstellen des Zaunes fotografierte und einen sehr engagiert geschriebenen Artikel im Amtsblatt der Gemeinde veröffentlichte. Schon am Abend waren die ersten Tiere unterwegs. An den folgenden Tagen kühlte es sich jedoch wieder merklich ab. Den Amphibien war es nicht mehr möglich, ihre Wanderung fortzusetzen, da sie hierfür mindestens eine Umgebungstemperatur von 5°C benötigen. An diesen Tagen sagten wir den Helfern telefonisch rechtzeitig ab. Vom 30. März bis zum 6. April herrschten dagegen optimale Bedingungen. Nun vollzog sich die Hauptwanderung. Die Helfer waren morgens und abends im Stundentakt am Zaun eingeteilt und hatten sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Die Amphibien wurden aus den 10 Eimern am Zaun in einen Transporteimer befördert und über die Straße zum Teich getragen, in den sie unbeschadet entschlüpfen konnten. Die Wahrnehmung der Termine durch die Helfer erfolgte vorbildlich und wir bekamen auch genügend Rückmeldungen über den Erfolg der einzelnen Einsätze.

Ab 4. April setzte bereits die Abwanderung ein und es saßen mit jedem Tag mehr Tiere auf der Straßenseite vor dem Zaun, welcher daraufhin am 6. April abgebaut wurde.

Hatte man in den letzten Jahren immer nur die überfahrenen Kröten wahrgenommen, zeigte sich bei der Betreuung des Zaunes, welche Vielfalt an Amphibien es in unserer Umgebung gibt. So wurden neben der enormen Anzahl von 1.450 Erdkröten, auch 212 Bergmolche und 66 Teichmolche gezählt. Von besonderer Bedeutung war die Erfassung von 19 Tieren des auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Lurche als gefährdet geführten Kammmolches und des auf der Vorwarnliste stehenden Grasfrosches mit 71 Exemplaren. Ist einerseits das bloße Vorfinden dieser Arten erfreulich, zeigen doch die Zahlen, wie gering und damit bedroht die Populationen tatsächlich sind.

Viele der Helfer hatten bei der Betreuung des Zaunes das erste Mal die Gelegenheit, einige der genannten Tiere aus der Nähe zu sehen und sie in der Hand zu halten, was für alle in besonderer Erinnerung bleiben dürfte.

Ich möchte allen Beteiligten ein großes Dankeschön aussprechen, denn ohne deren engagierten Einsatz wäre diese Aktion nicht möglich gewesen. Anerkennenswert ist die Teilnahme sehr junger Helfer aus Schömberg, die überaus eifrig und interessiert bei der Sache waren.

Für die Sommerzeit ist ein gemütlicher Abend geplant, um die Aktion auszuwerten, sich über die Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen und schon einen Blick auf die kommende „Saison“ zu richten.


Text: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.


Zur Nachahmung empfohlen … Teil 3

Naturfreunde bei der Betreuung des Krötenzauns
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Die Betreuung eines Amphibien- zaunes ist eine zeitaufwändige Arbeit, die auch am späten Abend oder am frühen Morgen getan werden muss.

Hier ein Schnappschuss vom 04.04.2011 des NABU-Krötenzauns in Schömberg.


Zur Nachahmung empfohlen … Teil 2

Beim Aufbauen des Krötenzauns

15. März 2011: „Pünktlich zum Beginn der Krötenwanderung am 14.03.2011, wurde der Krötenschutzzaun von Herrn Lutz Wolfram und weiteren Betreuern aufgestellt. Bei den Auf- stellarbeiten wurde dann auch gleich ein Teil des dort vorgefundenen Mülls beseitigt.

Erdkröte (Bufo bufo)

Schon am Abend des selben Tages konnten dann schon die ersten Molche, Kröten und Frösche über die Straße getragen werden.“


Text: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.


Zur Nachahmung empfohlen …

Auf Initiative des Rohnaer NABU-Mitglieds Lutz Wolfram wurde für den direkt an der Ortsverbindungsstraße Schömberg – Rohna (kurz hinter dem Ortsausgang Schömberg am Rand des Probstholzes) gelegenen Teich die Aufstellung und Betreuung eines Krötenzaunes organisiert.
Der Amphibienzaun wurde durch die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Greiz kostenlos zur Verfügung gestellt. Unter tatkräftiger Mithilfe von 10 Naturfreunden aus der Umgebung soll dieser in Kürze aufgebaut werden, um der bislang alljährlichen Tragödie des Straßentodes zahlreicher zum Laichplatz wandernden v.a. Erdkröten u.a. Amphibien an dieser Stelle ein Ende zu bereiten. Zgl. wird damit ein Zeichen für aktives Engagement zum Schutz der Natur gesetzt.

Material für den Krötenzaun

Wir werden an dieser Stelle regelmäßig über den Aufbau und die Arbeit der Amphibien- zaunbetreuer um Lutz Wolfram berichten. Die Betreuung eines solches Zaunes erfordert je nach Witterung täglich mehrfache Kontrollen und ist arbeitsaufwendig, weshalb schon heute an dieser Stelle allen Betreuern von Krötenzäunen im Landkreis Greiz gedankt werden soll.

Naturfreunde, die diese Arbeit unterstützen möchten, können sich direkt an Lutz Wolfram wenden: Tel.: 036607/60279, E-Mail: lutz_rohna@t-online.de (Rohna Nr. 23 in 07570 Harth-Pöllnitz).
Wer Interesse an der Mitarbeit an an anderen Orten im Landkreis aufgebauten Krötenzäunen hat, wende sich bitte an Andreas Martius (untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Greiz), Tel. 03661/876-605, E-Mail: andreas.martius@landkreis-greiz.de. Ebenso sind hier Meldungen über ähnlich kritische Straßenabschnitte möglich.
Für das Territorium der Stadt Gera ist die diesbezügl. Anfrage möglich bei Frau Ursula Perlet (untere Naturschutzbehörde der Stadt Gera), Tel. 03 65 / 83 84 24 4, E-Mail: perlet.ursula@gera.de.

01. März 2011: „Es ist so weit, das Material für den Krötenzaun ist geliefert. Jetzt muß nur noch die personelle Planung gemacht werden und das Wetter etwas wärmer, dann kann `s losgehen.“


Text: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Umfassende Informationen zum Amphibienschutz finden Sie hier: www.amphibienschutz.de


Erneut: Helfer dringend gesucht!

von Lutz Wolfram (Rohna)

Erdkröte (Bufo bufo)
Foto: Lutz Wolfram

Jedes Jahr im Frühjahr bietet sich über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Rohna und Schömberg, im Bereich des Teiches am Waldrand, nahe der Gemeinde Schömberg das gleiche schreckliche Bild: Unzählige Kröten, die um diese Zeit den Teich als Laichplatz aufsuchen, werden bei der Überquerung der Straße überfahren. Die Straße ist 'gepflastert' mit toten Tieren. Um hier eine Lösung zu finden, habe ich mit dem Umweltamt in Greiz Kontakt aufgenommen. Da an dieser Straße in nächster Zeit keine baulichen Maßnahmen stattfinden werden und die Errichtung einer Krötenwand inklusive Krötentunnel, aus Kostengründen seitens des Straßenbauamts abgelehnt wird, bliebe nur die Aufstellung eines Krötenzaunes. Die Sachkosten werden hierbei durch das Umweltamt Greiz übernommen. Da jedoch die Betreuung eines solchen Zaunes über den genannten Zeitraum personell abgedeckt werden muss, bin ich unbedingt auf weitere Helfer angewiesen, die mich bei der Bertreuung des Zaunes unterstützen würden. Um Anfahrtswege und Zeitaufwand in Grenzen zu halten, wäre es günstig, wenn die Helfer aus Rohna oder Schömberg kämen. Über weiter entfernt wohnende Helfer, denen die Anfahrtswege nichts ausmachen, würde ich mich aber ebenso freuen.

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte bei
Lutz Wolfram
Rohna 23, 07570 Harth-Pöllnitz,
Telefon: 03 66 07 / 6 02 79
E-Mail: lutz_rohna@t-online.de


Auszug aus dem Bericht des NABU – „Amphibienschutz an Straßen“

Der Schutz wandernder Amphibien an Straßen ist bei der vorhandenen Dichte des Straßennetzes in Mitteleuropa eine wichtige Schutzmaßnahme. Wandernde Amphibien müssen vielerorts Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Die Verkehrszunahme auf ehemals gering befahrenen Straßen hat meist eine große Zahl überfahrener Amphibien zur Folge. Untersuchungen haben ergeben, dass schon bei einer Verkehrsdichte von 60 Autos pro Stunde 90 Prozent der wandernden Erdkröten überfahren werden. Die Betreuung von Krötenzäunen ist sehr aufwendig. Die Fangzäune müssen während der Wartungszeit täglich betreut werden. Jeder Helfer ist deswegen willkommen.
Um zu helfen, sind keine Spezialkenntnisse erforderlich. Begleiten Sie einen erfahrenen Zaunbetreuer und Sie werden schnell in der Lage sein, selbstständig zu arbeiten. Ob in Ihrer Nähe ein Krötenzaun betrieben wird, erfahren Sie aus der Tagespresse, dem Internet oder bei Ihrem ortsansässigen Naturschutzverband. Viele Straßenabschnitte, an denen Amphibien überfahren werden, sind den zuständigen Naturschutzbehörden noch nicht bekannt. Wenn Sie einen Amphibienwechsel entdecken, der noch nicht betreut wird, informieren Sie die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises bzw. Ihrer Stadt und zusätzlich auch den dortigen Naturschutzverband.


Textquelle


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