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Frießnitzer See


Weitere aktuelle Informationen auf der Homepage des Frießnitzer Sees


Nachwuchs im Paradies: Im Naturschutzgebiet Frießnitzer See-Struth leben 20 Wasserbüffel

OTZ-Beitrag vom 10. Dezember 2016
(11.12.2016)

Seit Juni 2014 leben am Frießnitzer See Wasserbüffel im Paradies. Es ist 21 Hektar groß. Norbert Strache kümmert sich um die Tiere.

Norbert Strache ist jeden Tag auf dem Gelände und für die Betreuung der imposanten Tiere verantwortlich.
Foto: Ilona Berger

Frießnitz. Norbert Strache staunte am Morgen des 4. Dezembers. Ein gesundes Kälbchen, ein Mädchen, lag im Stall. Gerda hat zum ersten Mal gekalbt. Der Vater ist der stattliche Bulle Ferdinand. "Er bringt etwa 650 Kilogramm auf die Waage", glaubt Strache.

In wenigen Tagen bekommt das Neugeborene einen Namen, der natürlich mit dem Buchstaben G beginnt wie der seiner Mutter. In einer Woche wird weiterer Nachwuchs erwartetet. Vicky steht kurz vor der Niederkunft. Auch Hella, Susi, Undine und Bärbel sind trächtig. Un­gefähr 310 Tage bleibt das Un­geborene im Mutterleib.

Sturer als mancher Dickschädel

Seit Juni 2014 leben am Frießnitzer See Wasserbüffel. Anfangs waren es acht Tiere, sechs Büffeldamen, darunter zwei trächtige, und zwei Bullen. Sie stammten von einem Bio-Bauern aus Taucha bei Leipzig. Inzwischen sind es 20 Tiere. Seit Beginn an werden sie von der Ervema ­Agrar Gesellschaft Wöhlsdorf betreut. Täglich schaut Norbert Strache aus Großebersdorf vorbei. "Ich bin der Wasserbüffelflüsterer", scherzt er, der die Tiere alle beim Namen kennt. Trudel und Bettina seien seine Lieblinge. "Die sind zahm und man kann sie streicheln. Aber alle ­haben einen eigenwilligen Charakter. Man kann ihnen nichts aufzwingen. Wenn die Büffel nicht wollen, wollen sie nicht. Sie sind sturer als mancher Dickschädel."

Die Wasserbüffel leben hier wie im Paradies. Es ist 21 Hektar groß. Sie können ungestört rohfaserreiche Pflanzen wie Disteln, Schilf und Rohrglanzgras wiederkäuen. Das wächst nämlich im Naturschutzgebiet Frießnitzer See-Struth viel zu dicht. Kein Problem. Die Büffel haben guten Appetit. Durch ihre Naturpflege konnten sich wieder Bodenbrüter, Amphibien und Vögel ungestört niedergelassen.

Seit Ende November werden die Wasserbüffel zugefüttert, darum kümmert sich auch Norbert Strache. "Zwischen 150 und 200 Kilogramm Stroh und Heu pro Tag", schätzt er, "stehen auf dem Speiseplan." Das Heu würden die Tiere lieber mögen, weil da noch ein paar Kräuter drin sind und vergleicht: "Mir schmeckt gemischter Salat auch besser." Sprießt im März das erste Grün, finden die Büffel wieder ihr saftiges Futter. Das Frühjahr sei für sie die schönste Jahreszeit. "Hitze mögen die Tiere überhaupt nicht", erklärt der Büffelflüsterer. "30 oder 35 Grad sind für sie viel zu warm. Dann liegen sie im Wasser und sind selbst mit Fernglas nicht zu entdecken. Jedes Tier hat seine Lieblingsstelle."

Tiere sind alle kerngesund

Bei nass-kaltem Wetter leiden die Jungtiere, weiß Strache. "Wir lieben ja auch kein Schmuddelwetter." Die Kälber finden dann in einem massiven Stall auf dem Gelände Schutz. Das ist umfriedet. Ob der Zaun in Ordnung ist, danach schaut Norbert Strache täglich. Er ist gern in der Natur, weil es täglich etwas Neues zu entdecken oder zu beobachten gibt, wie im Herbst der Vogelzug.

Und wenn es den Tieren gut geht, geht es auch dem Büffelflüsterer gut. "Alle Geburten sind bisher problemlos verlaufen. Der Bestand ist kerngesund. Das bescheinigen die regelmäßigen Kontrollen durch den Tierarzt. Es gab noch keine Krankheiten und keine Verletzungen", berichtet Strache.

Vicky, die trächtige Büffel­dame, kommt gemächlich auf Strache zu. Sie legt ihren Kopf auf seinen Arm. Ein Zeichen von Vertrauen.“

Ilona Berger / 12.12.16


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OTZ-Beitrag vom 10. Dezember 2016: Nachwuchs im Paradies: Im Naturschutzgebiet Frießnitzer See-Struth leben 20 Wasserbüffel


Schautafeln entlang des Lehrpfades im Naturschutzgebiet

OTZ-Beitrag vom 23. November 2016
(04.12.2016)

Lutz Wolfram, ehrenamtlicher Schutzgebietsbetreuer des Naturschutzgebietes Frießnitzer See-Struth, vor einer Schautafel am Aussichtsturm.
Foto: Ilona Berger

„Frießnitz. Begeistert erzählt Lutz Wolfram über das Naturschutzgebiet Frießnitzer See-Struth. Mit Christoph Kummer betreut er ehrenamtlich dieses Areal. "Zurzeit führt der See wenig Wasser. Der Weidaer Angelverein e.V. fischt ihn ab."

In der kalten Jahreszeit finden weniger Besucher den Weg hier her. Dennoch sind sie fasziniert. Auf dem Aussichtsturm kann man stundenlang verweilen und der weite Blick sorgt für Über raschungen, merken Besucher an. Der zwei bis drei Kilometer lange Lehrpfad führt von Frießnitz nach Großebersdorf, vorbei an den Wasserbüffeln. "Diese bleiben das ganze Jahr im Freien", berichtet Lutz Wolfram. Jetzt sind sie wieder zu sehen. "Die Tiere haben weniger Probleme mit der Kälte. Ist es heiß, gehen sie baden." Zudem ist im Sommer die Vegetation in den Feuchtwiesen sehr hoch, deshalb verschwinden die Wasserbüffel im Schilf. 14 Tiere, darunter ein Bulle, seien im Gebiet. Dass im Naturschutzgebiet immer mehr seltene Vogelarten leben, beweisen Fotos von Rainer Rathmann vom Nabu Altenburg. Er hielt in diesem Jahr den Zwergstrandläufer und den Dunklen Wasserläufer mit der Kamera fest.

Ein ornithologisches Gutachter von 2015 bescheinigte, dass unter anderem Bekassinen, Blaukehlchen, Wendehals und Feldlerche am Frießnitzer See Brutvorkommen haben.

Wolfram spricht auch Probleme an. Er ärgert sich, dass Randbereiche des Naturschutzgebietes zur illegalen Müllentsorgung genutzt werden. Erst im Herbst wurde im Bereich des Sandberges die Große Telekie mit ihren Pfahlwurzeln bekämpft. "Sie wurde eingeschleppt und hatte sich auf einer Fläche von zwei bis sechs Metern ausgebreitet, wird die Pflanze nicht vernichtet, verdrängt sie einheimische Arten", klärt Lutz Wolfram auf. Nachwuchssorgen bereiten dem Ehrenamtlichen ebenso Kopfzerbrechen. "Wem sollen die Älteren ihre Artenkenntnisse weiter vermitteln?" Die im Sommer dieses Jahres gegründete Facebookgruppe "Tiere im Naturschutzgebiet Frießnitzer See" soll junge Leute anlocken.“

Ilona Berger / 23.11.16


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OTZ-Beitrag vom 23. November 2016: Schautafeln entlang des Lehrpfades im Naturschutzgebiet


Der Müll des Winters muss weg – Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet Frießnitzer See am 09. Mai 2015

(03.05.2015)

Für diesen Arbeitseinsatz sind wieder viele fleißige Helfer gesucht, die den NABU in der Zeit von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr unterstützen.

Da seit der Eröffnung des renaturierten Schutzgebietes Frießnitzer See einige Wünsche für Änderungen am Aussichtsturm eingegangen sind, werden wir an diesem Tag auf dem Turm ein Podest für Kinder bauen, damit diese einen besserern Ausblick haben. Weitere Arbeiten werden, das Pflanzen der letzten Gehölze oder das Reinigen der NABU-Flächen von Müll sein.

Wer die Möglichkeit hat, kann Spaten, Gießkanne oder Werkzeug mitbringen, da es schwierig einzuschätzen ist, ob unser vorhandenen Arbeitsgeräte für alle ausreichen. Die persönlich notwendige Schutzkleidung, wie Arbeitshandschuhe, Gummistiefel und weiteres müssen selbst mitgebracht werden. – Bei all diesen Arbeiten dürfte es auch genügend Zeit für Gespräche oder einen Informationsaustausch über aktuell interessante Ereignisse im Naturschutz und im NSG Frießnitzer See/Struth geben.


200 Sträucher für vielfältiges Leben

Gelungener Arbeitseinsatz des NABU Gera-Greiz e.V.
(17.03.2015)

Teamarbeit

Zu einem Arbeitseinsatz am Sonnabend, den 14. März 2015, hatte der NABU Kreisverband Gera-Greiz e.V. aufgerufen. Es waren Helfer für die Pflanzung von zwei Sicht- und Vogelschutzhecken im Naturschutzgebiet Frießnitzer See gesucht.

Pflanzvorbereitung

Trotz Temperaturen von wenigen Grad über Null und Schneeregen folgten dem Aufruf 15 Naturfreunde. Entlang des Zuganges zum Aussichtsturm und im Bereich des Offenstalles der Wasserbüffel wurden 200 Heckenpflanzen, bestehend aus Schlehdorn (Prunus spinosa), Wildrose (Rosa canina), Hasel (Corylus) und Weißdorn (Crataegus) gepflanzt.

Als kleinen Lohn für ihre Arbeit konnten die Helfer im Bereich des Offenstalles die Wasserbüffel aus nächster Nähe bestaunen. Große Freude löste die Sichtung von Rohrammern (Emberiza schoeniclus) und Goldammern (Emberiza citrinella) aus. Beide in ihren Beständen rückläufigen Vogelarten profitieren von strukturreichen Landschaften mit offenen und verbuschten Wiesen, Gewässerrändern, Böschungen, Büschen und Weidendickicht. Hier bietet das Naturschutzgebiet Frießnitzer See den idealen Lebensraum, dessen Erhalt durch die extensive Beweidung mit den Wasserbüffeln unterstützt wird.

Tierische Helfer

Die dank aller Helfer gelungene Pflanzaktion trägt maßgeblich zur weiteren Vielfalt und Bereicherung des sich in einem intensiv landwirtschaftlich genutzten und artenarmen Umfeld etablierenden Rückzugsgebietes für die verschiedenartigen Tiere bei. Bleibt zu hoffen, dass alle Pflanzen anwurzeln und zu voller Gestalt heranwachsen. Ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden!


Fotos: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.


Aufwertung des Büffelstalls am Frießnitzer See

(28.01.2015)

Dank der Unterstützung der Firma Naturschutzbedarf Strobel konnten vor wenigen Tagen am Frießnitzer Büffelstall durch die NABU-Aktiven um Lutz Wolfram und Christoph Kummer zahlreiche Dohlen-, Schwalben-, Turmfalken- u.a. Nistkästen, weiterhin auch Fledermauskästen, montiert werden. Der See und sein Umland, insbesondere die Weideflächen der Wasserbüffel, bieten hervorragende Nahrungshabitate für viele Vogel- und Fledermausarten.

Mit der Ansiedlung der ersten Dohlen wird in Bälde gerechnet. Ihr "Einzug" ist bei den Helfern vor Ort sogar Gegenstand eine Wette um einen Kasten Streuobstwiesenapfelsaft.

Fotos: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.


Ein neuer Storchennistplatz …

(20.12.2014)

… wurde im Oktober nahe des Büffelstalls auf der Nordseite des Frießnitzer Sees geschaffen. Das Umland des Frießnitzer Sees bietet Weißstörchen ideale Nahrungsbedingungen. Diese Nisthilfe ist Bestandteil des thüringenweiten NABU-Wiesenbrüterprojektes.

Infos unter: thueringen.nabu.de/projekte/wiesenbrueter/

Auch die Büffel haben ihr neues Quartier bezogen; allerdings sind sie zu jedem „Fototermin“ schon in den Feuchtwiesen unterwegs …


Fotos: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.


Neues vom Frießnitzer See

Umbau des Pumpenhauses zum Büffelstall
(12.12.2014)

Foto: Christoph Kummer, NABU Gera-Greiz e.V.

Nach langwierigen Verzögerungen, die der Vornutzung durch die Wasserwirtschaft geschuldet waren, konnte vor wenigen Tagen der Rückbau der technischen Anlagen im Pumpengebäude an der Nordeite des Frießnitzer Sees abgeschlossen werden. Nun wird dieses zum Büffelstall samt Heulager umgebaut.


Wo sind die Wasserbüffel?

(13.08.2014)

Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Diese Frage wird dem NABU am Frießnitzer See oft gestellt, da die Herde inmitten des hohen Gras- und Röhrichtbestandes in der weitläufigen Fläche mitunter nur schwer zu entdecken ist. Für alle Neugierigen hier eine Aufnahme vom 11. August.


Eine Vorsorge für kommende Generationen

(15.07.2014)

Herr Ch. Kummer, Projektleiter, erläutert zur Abschlußveranstaltung wichtige Projektabschnitte
Foto: S. Schopplich, NABU Gera-Greiz e.V.

… stellt das ENL-Projekt „Revitalisierung Frießnitzer See“ dar. Denn in einem der größten Naturschutzgebiete des Landkreises Greiz wurden umfangreiche Arbeiten – allen voran die Entschlämmung –, deren Notwendigkeit und Dringlichkeit spätestens seit 1990 unübersehbar waren, durch den NABU realisiert und den Anforderungen des Schutzes der dortigen Flora und Fauna, sprich dem Naturschutz, Rechnung getragen. An dieser Stelle sei allen Beteiligten, die zum Gelingen beigetragen haben sehr herzlich für ihre Unterstützung bzw. Mitarbeit gedankt! Zur Feierstunde am 11. Juli wurde das Ergebnis von vielen Gästen begutachtet und übereinstimmend ein positives Fazit gezogen.


Das Projekt wurde über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Aktuelle Beiträge der OTZ über den Frießnitzer See

(11.07.2014)

Zugang zum Feuchtgebiet am Ortsausgang von Großebersdorf mit Projekttafel


Das Projekt wurde über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Beweidungsprojekt Frießnitz gestartet

(13.06.2014)

Wasserbüffel am Frießnitzer See
Foto: Christoph Kummer/NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

Nach vielfältigen Schwierigkeiten und bürokratischen Hürdenläufen war es am 12. Juni endlich soweit: Sechs Wasserbüffel trafen in ihrer neuen Heimat, den Feuchtwiesen am Frießnitzer See, ein. Aus naturschutzfachlicher Sicht ist keine Tierart für die hiesige Beweidung besser geeignet, da Wasserbüffel nach und nach eine große Strukturvielfalt auf ihren Weideflächen verursachen. Diese aber ist notwendig, um viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten dort zu erhalten bzw. deren Neuansiedlung zu ermöglichen.


OTZ-Beitrag vom 14. Juni 2014: Wasserbüffel entspannt am Frießnitzer See gelandet


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Interesse am ENL-Projekt Frießnitzer See/Struth hält an

(31.03.2014)

Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Die vielen Besucher der Informationsveranstaltung zum aktuellen Stand des ENL-Projektes "Revitalisierung Frießnitzer See" am 28.03. in Großebersdorf bestätigen das anhaltende Interesse der Einwohner der angrenzenden Dörfer an der Umsetzung des Projektes. Der Projektleiter, Herr Kummer, erläuterte den derzeitigen Stand und blieb keine Antwort auf aus dem Publikum gestellte Fragen schuldig. Unterstützt wurde er durch den örtlichen NABU-Aktivisten und Naturschutzbeauftragten Lutz Wolfram.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


BREHM-Lehrpfad fertiggestellt

(29.03.2014)

BREHM-Lehrpfand am Frießnitzer See
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Bei der Beschäftigung mit der Geschichte des Naturschutzes des Frießnitzer Sees und seiner Umgebung stößt man immer wieder auf den Namen Brehm. Denn der sog. Vogelpastor Christian Ludwig Brehm aus dem nahe gelegenen Renthendorf weilte oft am Frießnitzer See, um Vogelbeobachtungen vorzunehmen. Und auch sein Sohn Alfred Edmund Brehm schätzte dieses große Gewässer.

So war die Darstellung des Wirkens beider Ornitho- bzw. Zoologen von Anbeginn an Bestandteil der Naturlehrpfadplanung. Überzeugen Sie sich bei einem Besuch in Frießnitz selbst von der vortrefflichen Umsetzung dieser angenehmen Pflicht.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Eine Insel entsteht …

(05.12.2013)

Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

derzeit im Frießnitzer See. Damit sollen die Brutbedingungen für Wasservögel verbessert werden. Die fortgeschrittenen Arbeiten sind auch am Ablassgebäude, dem "Mönch" zu sehen, der nach der Generalüberholung nicht ahnen läßt, daß er schon gut 100 Jahre alt ist.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Wichtige Etappe abgeschlossen – Revitalisierung des Frießnitzer Sees kommt voran

OTZ-Artikel vom 23. November 2013
(27.11.2013)

Frießnitzer See füllt sich, und Armleuchteralge taucht auf

Entschlammungsaktion am Frießnitzer See Freitag erfolgreich beendet. 93 460 Kubikmeter Schlamm aus dem Seegrund geholt. Dank an die Einwohner.

Freuen sich über die beendete "Schlammschlacht" am Frießnitzer See: Christoph Kummer (links), Projektleiter Revitalisierung Frießnitzer See, und Reinhard Fehse, leitender Projektingenieur. Hier sprudelt Wasser aus dem Beigraben in den See.
Foto: Elke Lier

Frießnitz. Mit der technischen Abnahme der Entschlämmung des Frießnitzer Sees schlossen am Freitag Projektleiter Christoph Kummer vom Naturschutzbund (Nabu) und Projektingenieur Reinhard Fehse von BIT Tiefbauplanung Gera eine aufregende Etappe der Revitalisierung des Sees ab. " Seit 8. November", berichtet Reinhard Fehse, "haben wir die Wasserhaltung eingestellt, der See füllt sich wieder. Wasser kommt aus dem 40 Quadratkilometer großen Zuflussgebiet und dem Struthbach." Unter noch sehr winterlichen Bedingungen hatte am 26. März 2013 die Entschlämmung begonnen. Begleitet war sie von vielen Überraschungen.

Statt einer angenommenen Schlammdicke von 1,20 Metern waren die mächtigsten Schichten bis zu drei Meter stark.

"Als wir schon 12 000 Kubikmeter rausgebaggert hatten", kam am 1. Juni das Hochwasser", erinnert sich Reinhard Fehse an die Wassermassen, für die der trocken gelegte See den idealen Auffang bildete.

„Schlammschlacht“ mit Höchsteinsatz

Umso schneller musste dann die Lengefelder Baufirma weiterarbeiten. Drei Hochleistungspumpen holten das Wasser wieder heraus, denn die See-Sohle liegt tiefer als der Ablauf. Täglich waren zwei Bagger im Einsatz, fuhren bis zu 15 Laster den fruchtbaren Schlamm auf die Felder von Agrarbetrieben. Nun ist die "Schlammschlacht" beendet. Von 93 460 Kubikmetern Schlamm wurde das Vogelparadies Frießnitzer See befreit, wo schon Vogelpastor Christian Ludwig Brehm seine Studien betrieb. Dem See, bereits im Hochmittelalter erwähnt, fehlten durch diese Schlammablagerung die üblichen Tiefenschichtungen und damit Organismengruppen und die Unterwasservegetation. Irgendwann einmal wäre der See "gekippt", befürchteten die Naturschützer.

"Als erstes Zeichen neu erwachenden Lebens am See zeigte sich aufgrund der veränderten Nährstoffsituation in einer Wasseransammlung die Armleuchteralge", freut sich Projektchef Christoph Kummer. "Diese alte Algenart steht auf der Roten Liste."

Seit das Revitalisierungsprojekt im Juni 2012 startete. ist dank vieler Helfer wie den Nabu-Freunden aus Gera, Zeulenroda und Greiz, der Freiwilligen Feuerwehr, interessierten Helfern und den Jugendlichen von "Wendepunkt" aus Bad Köstritz viel geschafft worden, dankt Christoph Kummer für 5000 freiwillige Arbeitsstunden.

Gebaut wurde ein behindertengerechter Beobachtungsturm, der Birkhäuser Teich "Süße Tränke" entschlämmt, fünf Kleingewässer angelegt, ein Zaun für die künftige Weide von Wasserbüffeln gebaut. Der Mönch wurde rekonstruiert und alte Wasserspeicher zu Fledermausquartieren umgebaut. 19 Winterschlafsteine sind dort schon montiert. Dank gelte der Gemeinde Harth-Pöllnitz für die bauliche Hochwasserschutzentlastung und den Frießnitzer Einwohnern für ihr Verständnis, so Christoph Kummer und Reinhard Fehse. "Es wird spannend, wie der See und seine Umgebung wieder seltene Flora und Fauna zurück erobern, wir begleiten das wissenschaftlich", verspricht Christoph Kummer.

Elke Lier / 23.11.13“


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OTZ-Artikel vom 23. November 2013: Frießnitzer See füllt sich, und Armleuchteralge taucht auf


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Ein Naturschutzgroßprojekt auf der Zielgeraden

(08.11.2013)

Herr R. Michelsson erläutert das Bodenprofil
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Auf breites Interesse stieß gestern Abend der Vortrag über das Naturschutzprojekt „Revitalisierung Frießnitzer See“ im Naturkundemuseum Gera. Nach einer Vorstellung der ursprünglich geplanten Arbeiten wie auch der vielfältigen Überraschungen und Erschwernisse, die zu vorübergehenden Verzögerungen im Projektablauf führten, durch den Projektleiter Herrn Ch. Kummer, referierte Herr K. Lieder über die inzwischen gut 200jährige Tradition ornithologischer Forschung am Frießnitzer See. Diese begann mit dem „Vogelpastor“ Brehm und wird heute durch die Ornithologen im NABU Gera-Greiz fortgeführt. Anhand dieser Forschungsergebnisse ließen sich auch Bestandsänderungen in der heimischen Vogelwelt, die durch Umgestaltungen der Landschaft verursacht wurden, erklären.

Hautnah konnte man anschließend das Projekt anhand des von Herrn R. Michelsson (Präparator am Naturkundemuseum) erstellten Schlammprofils mit einer Höhe von gut 2m erleben. Im Frießnitzer See selbst stellte sich die Schlammmächtigkeit im Zuge der Entschlämmung mit bis zu 3,28m heraus und übertraf damit alle prognostizierten Schichtdicken – ein Grund für zusätzliche Arbeiten, da mehr Schlamm ausgebaggert werden musste. Die Vorträge zeigten in beeindruckender Weise die Dimensionen dieses im Landkreis Greiz derzeit größten laufenden Naturschutzprojekts auf und machten Lust darauf, sich vor Ort selbst ein Bild vom weit fortgeschrittenen Zustand der Renaturierungsarbeiten zu machen.

Die hohe Besucherzahl unterstreicht das Interesse der Geraer Bevölkerung an diesem Projekt wie auch am Museum für Naturkunde Gera.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Ein Projekt mit vielen Überraschungen

NABU-Vortrag zum ENL-Projekt „Revitalisierung Frießnitzer See“
(28.10.2013)

Entschlammungsaktion im Rahmen des ENL-Projektes „Revitalisierung Frießnitzer See“
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Pressemitteilung. Museum für Naturkunde Gera / NABU Gera-Greiz

Am 7. November 2013, 19.00 Uhr, lädt der Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Gera-Greiz, zu einem Vortragsabend über das ENL-Projekt „Revitalisierung Frießnitzer See“ ins Museum für Naturkunde Gera ein.

Derzeit ist dieses Projekt das größte Naturschutzprojekt im Landkreis Greiz und auch eines der größten in Thüringen. Die Abkürzung ENL steht für „Entwicklung von Natur und Landschaft“, einem spezifischem Förderprogramm für den ländlichen Raum. Herr Christoph Kummer, Projektleiter dieses Naturschutzprojektes, wird sowohl über Ziele, als auch den aktuellen Stand der bisher umgesetzten Arbeiten berichten. Natürlich informiert der Vortrag auch über die Besonderheiten dieses Naturschutzgebietes.

Der Frießnitzer See liegt zwischen den Ortschaften Frießnitz und Großebersdorf, nur etwa 4 km von Weida und 12 km von Gera entfernt. Schon 1812 besuchte der "Vogelpastor" Ludwig Brehm aus Renthendorf wiederholt den Frießnitzer See, um hier zu forschen und vor allem Vögel zu beobachten. Nach ihm wurden die Beobachtungen u. a. von Prof. Karl Theodor Liebe fortgesetzt. Der Frießnitzer See ist daher eines der am besten untersuchten Vogelparadiese in Deutschland.

Der Schwerpunkt der Revitalisierung des Frießnitzer Sees ist die Entnahme der gigantischen Schlammassen, die sich in über 100 Jahren angesammelt haben. Über 93.000 cbm müssen ausgebaggert werden. Die NABU Stiftung Nationales Naturerbe und der NABU-Kreisverband Gera -Greiz arbeiten bei der Verwirklichung u. a. folgender Teilaufgaben im Naturschutzgebiet „Frießnitzer See und Struth-Aue" eng zusammen:

  • Entschlämmung des Frießnitzer Sees
  • Beweidung des Feuchtgebietes mit Wasserbüffeln
  • Umbau alter Trinkwasser-Hochbehälter zu Fledermausquartieren
  • Entschlämmung des Birkhäuser Teiches (bei der "Süßen Tränke" gelegen)
  • Errichtung eines Beobachtungsturmes am Ufer des Frießnitzer Sees

Am Süd-Ufer wurde bereits im Herbst 2012 der fast 10 m hohe Aussichtsturm errichtet, der nach seiner Einweihung für die Vogelbeobachtung öffentlich zugänglich sein wird. Damit können auch dem Besucher interessante Eindrücke vermittelt werden.

Das Museum für Naturkunde hat für diesen Abend als besonderen Beitrag ein Bodenprofil vom Frießnitzer See vorbereitet. Es konnte während der Entschlämmung zur Dokumentation des Projektes vom Museums-Präparator Rainer Michelsson angefertigt werden und zeigt die Abfolge der ehemals vorhandenen Schlammschichten bis zum natürlichen Untergrund. Weiterhin erwarten den Besucher einige repräsentative Vogelarten des Gebietes aus den Sammlungen des Museums.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Frühherbst am Frießnitzer See

(12.10.2013)

Zugang zum Feuchtgebiet am Ortsausgang von Großebersdorf mit Projekttafel

Einflugschlitz in den Wassertank für die Fledermäuse

Die Fotos (Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.) vermitteln einen Eindruck der fortgeschrittenen Arbeiten im und um den Frießnitzer See. Erneut ist erkennbar, welche ungeheuren Schlammengen abgetragen werden mußten bzw. müssen, um die Nachhaltigkeit der Revitalisierung zu gewährleisten.

Fortschritte macht auch der Umbau der Wasserspeicher am Nordufer, die zu Fledermauswinterquartieren umgestaltet werden. Das Aufstemmen der Betonwand zwecks Schaffung der Einflugöffnungen war reinste "Knochenarbeit", die NABU-Aktive auf sich nahmen.

Entschlämmung des Sees


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Entschlämmung kommt voran

(30.09.2013)

Die Entschlämmung des Frießnitzer Sees kommt nun in Siebenmeilenstiefeln voran: Zum 20.09. waren über 85.000 Kubikmeter Schlamm aus dem See abgebaggert.
Ursprünglich wurde ein Schlammvolumen von 93.500 Kubikmetern Schlamm veranschlagt. Jedoch ist dieses gutachterlich ermittelte Volumen infolge nicht vorhersehbarer geo- und hydrotechnischer Umstände (so z.B. einer vor ca. 100 Jahren durchgeführten Teilentschlämmung) zu gering bemessen, weshalb seitens der Projektträger eine "Verlängerung", sprich Aufstockung des Förderprojektes beantragt wurde, um das Gesamtprojekt nachhaltig und korrekt im Sinne einer vollständigen Entschlämmung, sprich Revitalisierung, umsetzten zu können.
Im Namen des Projektleiters, Herrn Christoph Kummer, ist an dieser Stelle allen Helfern, die bisher bei der Erbringung der notwendigen Eigenleistungen geholfen haben, zu danken. Ebenso dem Umweltamt Greiz für die aufsichtsrechtliche Begleitung und dem Landesverwaltungsamt für das stete Verständnis bei ungeplant und vorhersehbar auftretenden Hindernissen im Projektablauf, die bei einem Projekt dieser Größenordnung zwangsläufig auftreten.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
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Naturschutztag Greiz zu Gast am Frießnitzer See

(14.09.2013)

Foto: UNB Greiz

Am 04. September fand der diesjährige Naturschutztag Greiz statt. Eine Station lag am Frießnitzer See, wo z.Z. das derzeit größte Naturschutzprojekt im Landkreis Greiz und darüber hinaus auch eines der größten in Thüringen umgesetzt wird. Seitens des NABU wurde der derzeitige Projektstand – u.a. wurden inzwischen über 76.000m³ Schlamm ausgebaggert – durch den ENL-Projektleiter Herrn Kummer vorgestellt. Herr Robok vom TLVwA/Referat 460, erläuterte die Förderkulisse und unterstrich ebenfalls die überregional hohe Bedeutung des Projektes, welches trotz vielfältiger Widerstände und Erschwernisse, z.B. durch die diesjährigen Hochwasserereignisse, gut vorankommt.

Im Bild sind die Teilnehmer des Naturschutztages am neu errichteten Beobachtungsturm am Südufer des See zu sehen. Das Motto des Naturschutztages lautete übrigens "Planen, Gestalten und In-Wert-Setzen von Natur" und beschreibt damit wortwörtlich das Anliegen des ENL-Projekte "Revitalisierung Frießnitzer See".


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Jahreshauptversammlung in Frießnitz

(08.09.2013)

Begutachtung des neuen Sedimentbeckens nach der Versammlung
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Am 07.09. fand die diesjährige Hauptversammlung – wie bereits im Vorjahr – in Frießnitz statt. Der Vorstand hatte abermals diesen Tagungsort gewählt, da das ENL-Projekt „Revitalisierung Frießnitzer See“ mitten in der Umsetzung steht und sich nach der Versammlung eine Exkursion an den Frießnitzer See anschloß, die der ENL-Projektleiter Ch. Kummer fachkundig begleitete, nachdem er zur Versammlung den aktuellen Projektstand erläutert hatte. Ebenfalls vorgestellt wurde der bisherige Projektverlauf des ENL-Wechselkrötenprojektes durch S. Schopplich sowie der Abschluß des ENL-Projektes "Revitalisierung Kauernscher Teich" durch D. Höselbarth. Den Finanzbericht und die Arbeit der Ortsgruppe Zeulenroda legte in bewährter Weise I. Eckardt dar.

Nach der Diskussion und Entlastung des alten Vorstandes erfolgte dessen Neuwahl. Der alte Vorstand ist personell fast identisch mit dem neu gewählten Vorstand, wobei F. Schätzle auf eigenen Wunsch als Beisitzer ausschied. Seine Stelle übernahm L. Wolfram, ein unermüdlicher "Naturschutz-Macher" aus der Region. Hier muß angemerkt werden, daß der Kreisverband aktuell 294 Mitglieder hat und ob seiner Arbeit über die Gebietsgrenzen hinaus hohe Anerkennung genießt, es jedoch wünschenswert wäre, wenn sich noch mehr Mitglieder aktiv in die Arbeit einbringen würden. Der nächste Arbeitseinsatz am Frießnitzer See wird am 21.09. stattfinden.


Es geht voran!

Bereits mehr als 50.000 Kubikmeter Schlamm abgebaggert
(22.08.2013)

Entschlämmungsarbeiten am Frießnitzer See Mitte August
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Die Entschlämmung des Frießnitzer Sees kommt nach den vielen Erschwernissen infolge der diesjährigen Hochwasserereignisse zügig voran. Es wurden bereits mehr als 50.000 Kubikmeter Schlamm entfernt. Das Foto läßt erahnen, welche gewaltigen Schlammassen sich seit der letzten Entschlämmung vor ca. 100 Jahren, die zudem nur als Teilentschlämmung umgesetzt wurde, angesammelt haben …


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Sedimentdamm am Frießnitzer See

(24.07.2013)

Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Im Zuge der Entschlämmung des Frießnitzer Sees, dem Kern des ENL-Projektes "Revitalisierung des Frießnitzer Sees", mußte, um nachhaltig die erneute Schlammablagerung zu unterbinden, ein Sedimentationsbecken angelegt werden, welches mit entsprechender Technik bei Bedarf beräumt werden kann. Das alte Becken, ohne einen wie hier zu sehenden Damm, war vollkommen mit Schlamm gefüllt und funktionslos. Der neue Damm steht kurz vor der Fertigstellung. Damit ist ein wichtiger Mosaikstein im Gesamtprojekt gesetzt.


Es geht voran

(08.04.2013)

Foto: Christoph Kummer, NABU Gera-Greiz e.V.

Die Baustraße ist bereits ca. 70 Meter weit in den Frießnitzer See gebaut und ermöglicht den initialen Abtransport des Schlamms; mehr als 1000t wurden bereits auf diesem Weg entfernt. Deutlich ist die enorme Mächtigkeit der Schlammschicht – z.T. mehr als 2m stark – zu erkennen.

Foto: Christoph Kummer, NABU Gera-Greiz e.V.

Weniger spektakulär aber ebenso wichtig war der Arbeiteinsatz am 06. April. Die unermüdliche Helfer beräumten trotz des unfreundlichen Wetters den restlichen Koppelzaun.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Ein Dank an die Helfer

4. Arbeitseinsatz am Frießnitzer See
(25.03.2013)

Foto: Christoph Kummer, NABU Gera-Greiz e.V.

Am 16. März fand der 4. Arbeitseinsatz am Frießnitzer See statt.
Es wurden der alte Koppelzaun abgebaut, Wiesenflächen freigeräumt und das abmontierte bzw. abgeräumte Material abtransportiert, sortiert und entsorgt. Den 5 Helfern, die sich nicht vom hartnäckigen Winter abhalten ließen, sei an dieser Stelle für ihr Engagement gedankt. Die Fotos zeigen die Schönheit und die Schwierigkeit des Geländes … Der nächste Arbeitseinsatz wird am 06. April stattfinden. Mehr Infos finden Sie wenige Beiträge weiter unten!


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Ende des Winterschlafes

Fortführung der Arbeiten am Frießnitzer See
(08.03.2013)

Foto: Christoph Kummer, NABU Gera-Greiz e.V.

Der Bagger zieht den Absetzgraben für die Wasserführung während der Bauarbeiten – es geht voran. Weitere Infos werden hier in Kürze folgen …


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Einladung zur Informationsveranstaltung ENL-Projekt „Revitalisierung Frießnitzer See“

(09.02.2013)

Am 26.02. um 18.30 findet in Frießnitz in der Gaststätte „Zur guten Quelle“ eine Informationsveranstaltung zum Projekt statt. Im Namen der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe und des NABU Gera-Greiz e.V. lädt der Projektleiter Christoph Kummer alle interessierten Einwohner und Naturfreunde herzlich ein. Mitveranstalter sind die Gemeinde Harth-Pöllnitz und die Firma BIT (Gera).


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Schritt für Schritt

(18.12.2012)

Foto: Reinhard Fehse/BIT Tiefbauplanung GmbH (Gera)

… gehen die Arbeiten am Aussichts- und Beobachtungstum in Frießnitz voran. Am 17. Dezember wurde dieser vom Gerüst befreit.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Premierenblick vom neuen Aussichtsturm am Frießnitzer See

Trotz des Winters werden Arbeiten zügig fortgeführt
(15.12.2012)

Außenansicht

Die Arbeiten am Frießnitzer See werden trotz des winterlichen Wetters und vielen im Voraus nicht absehbaren Erschwernissen und Verzögerungen zügig fortgeführt. Fast fertig montiert ist der Beobachtungsturm auf dem Gelände des ehemaligen Naturschutz-Stützpunktes. Der Blick vom Turm offenbart die Schönheit der Landschaft und zeigt die Bedeutung dieses großen Schutzgebietes, deren Erhaltung, Pflege und Zustandsverbesserung sich die NABU Stiftung Nationales Naturerbe verschrieben hat.

Ausblick Richtung Großebersdorf

Fotos: Reinhard Fehse/BIT Tiefbauplanung GmbH (Gera)


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Aktuelles

(29.10.2012)

Folgende Beiträge der Ostthüringer Zeitung (OTZ) berichten Aktuelles des laufenden ENL-Projektes „Revitalisierung Frießnitzer See“

Beginn der Entschlämmung
Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Außerdem ist mit Freude zu berichten, das mit der Entschlämmung des Birkhausener Teiches begonnen wurde.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Arbeit für den Naturschutz als Frustabbau

(14.10.2012)

Am 11. Oktober fand auf dem NABU-Gelände am Frießnitzer See ein besonderer Arbeitseinsatz statt. Beim notwendigen Abriß der letzten Baracke der ehemaligen Entenmastanlage, die viele Jahre als behelfsmäßiger Naturschutzstützpunkt genutzt wurde, jedoch aufgrund der schlechten Bausubstanz nicht erhalten werden kann, halfen Schüler des Jugendhilfezentrums Bad Köstritz des Vereins Wendepunkt e.V. unter Leitung ihrer Praxislehrer Dirk Blamberg und Matthias Nitsch tatkräftig mit. Der Abriß der Baracke ist Teil des ENL-Projektes "Revitalisierung Frießnitzer See", welches der NABU Gera-Greiz e.V. als Kooperationspartner der NABU Stiftung Nationales Naturerbe umsetzt.

Foto: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e.V.

Die Jugendlichen, die im Jugendhilfezentrum Bad Köstritz betreut werden, haben schwere familiäre, psychosoziale oder emotionale Krisensituationen erlebt. Die heilpädagogischen Angebote des Jugendhilfezentrums sollen mittels der sozialpädagogischen, therapeutischen und sonderpädagogischen Förderung diese Kinder und Jugendlichen zur Selbstbestimmung und zu selbstverantwortlichem Handeln und zum Dienst an der Gesellschaft qualifizieren. Die Entfaltung ihrer Gaben und Stäken soll gefördert und die Fähigkeit für personale Beziehungen geschaffen werden. Dabei kommt auch der praktischen Arbeit ein hoher Stellenwert zu. So waren die Abrißarbeiten eine Gelegenheit, sich auszutoben, Dampf abzulassen und dabei zielgerichtete Naturschutzarbeit zu leisten. Den Frießnitzer See und seine Naturschönheiten kannte zuvor keiner der Teilnehmer. Der NABU Gera-Greiz e.V. dankt allen Jugendlichen und ihren Betreuern für die gelungene Unterstützung!


Alles muß klein beginnen …

Jahreshauptversammlung am 8. September in Frießnitz
(09.09.2012)

Exkursion am Frießnitzer See I
Foto: Eckhard Tiez, NABU Gera-Greiz e.V.

Die diesjährige Jahreshauptversammlung (JHV) fand am 08.09. in Frießnitz statt. Erfreut konnte der Vorstandsvorsitzende die zahlreich erschienen Mitglieder und Gäste, so auch aus dem Nachbarkreisverband Altenburger Land, begrüßen. Die im Rechenschaftsbericht dargelegten Arbeiten des Jahres 2011/12 belegen die vielfältigen Aktivitäten unseres Kreisverbandes: „Nach Jahren der stillen Entwicklung gehört der NABU Gera-Greiz heute zu den aktiven Kreisverbänden in Thüringen und stemmt Projekte, die bundesweit beachtet werden. Dies ist nur möglich aufgrund des mannigfachen und unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes unserer Mitglieder, denen ich hierfür ganz herzlich danken möchte!“ Eines dieser Projekte, die Revitalisierung des Frießnitzer Sees als Gemeinschaftsprojekt mit der NABU Stiftung Nationales Naturerbe, war im Anschluß an die JHV Exkursionsziel. Die vielgestaltigen Schönheiten des Frießnitzer Sees und seines Umlandes waren im spätsommerlichen Sonnenlicht ein Naturgenuß pur, der von allen Exkursanten begeistert wahrgenommen wurde.
Die JHV wählte Herrn Klaus Lieder (Ronneburg) einstimmig als neuen Beisitzer für den Ende 2011 privater Gründe ausgeschiedenen Beisitzer, Herrn Frank Creutzburg.

Exkursion am Frießnitzer See II
Foto: Eckhard Tiez, NABU Gera-Greiz e.V.

Die nächste offene Vorstandssitzung wird voraussichtlich am 15. Oktober in Gera stattfinden; eine Einladung wird in Bälde an dieser Stelle veröffentlicht werden. Am 8. November wird Herr Jens Börner (Chemnitz) im Museum für Naturkunde Gera auf Einladung des NABU über Schutzmaßnahmen gebäudebewohnder Arten sprechen, wobei der Schwerpunkt der Dohle als dem „Vogel des Jahres 2012“ gewidmet sein wird. Die vortreffliche Wanderausstellung „Die Dohle – Vogel des Jahrs 2012“ des NABU Thüringen ist seit dem 3. September in der Musikschule „Heinrich Schütz“ (Biermannplatz 1 in Gera) zu sehen und lädt zur Betrachtung ein. Eine diesem Thema gewidmete Matinee am 23. September (Beginn 10.00 Uhr) wird Musik und Naturschutz harmonisch verbinden. Seien Sie hierzu herzlich eingeladen.


Arbeiten am Frießnitzer See laufen auf Hochtouren

Projektleiter Christoph Kummer drückt auf Tempo
(17.07.2012)

Seit dem 15. Juni ist Christoph Kummer, langjährig dem Naturschutz verbunden und mit der Region um den Frießnitzer See bestens vertraut, offiziell als Projektleiter des ENL-Projektes „Revitalisierung Frießnitzer See“ im Amt und damit „unser Mann“ der NABU Stiftung Nationales Naturerbe vor Ort.

Aufgrund des hohen Planungsaufwandes und der enormen Dichte der notwendigerweise aufeinander abzustimmen Vorbereitungsarbeiten ist "Hochdruck" angesagt, zumal die Förderzuwendungen der ENL-Projektförderung pro Jahr präzise vorgegeben sind. Die Vorstellung des Gesamtprojektes zu offenen Kreisvorstandssitzung am 16. Juli zeigte einmal mehr, wie viele Ideen und Wünsche offen und möglich sind. Ebenso ist die tatkräftige Unterstützung bestimmter Arbeiten durch die Mitglieder des Kreisverbandes Gera-Greiz vor Ort notwendig, um den Eigenleistungsanteil zu erbringen.

Jeder, der hier mitarbeiten möchte, kann sich direkt an Christoph Kummer wenden und seine Bereitschaft zur Mitarbeit erklären: christoph.kummer@gera-greiz.nabu-thueringen.de

Die Termine der ersten Arbeitseinsätze werden an dieser Stelle in Bälde veröffentlicht werden.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Die Geschichte des Naturschutzgebietes „Frießnitzer See – Struth“

Dr. W. Klemm stellte die Geschichte des Naturschutzgebietes vor
(13.07.2012)

Vorstellung der NABU-Projekttafeln
Foto: Christoph Kummer, NABU Gera-Greiz e.V.

Anläßlich der Festwoche zur 850-jährigen Ersterwähnung der Gemeinde Großebersdorf stellte Herr Dr. Klemm (Gera) am 11. Juli „Das Naturschutzgebiet ‚Frießnitzer See-Struth‘; seine Geschichte und Bedeutung“ im Dorfclub Großebersdorf zahlreichen interessierten Bürgern vor. Als einer der besten Kenner der Gewässer in Gera und dem angrenzenden Bereich des Landkreises Greiz war er selbst viele Jahre am Frießnitzer See forschend tätig. Die schier unendliche Fülle des Materials und die Begeisterung des Referenten ließ den Vortrag zu einem abendfüllenden Programmpunkt werden, der die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden band. So blieb dem NABU nur wenig Zeit, anschließend das ENL-Projekt vorzustellen. Die beigefügte Übersichtstafel gibt einen Überblick über die Projektschwerpunkte. Die zweite Tafel stellt die am Frießnitzer See beheimatete Vogelwelt dar (die Tafel wird in Bälde hier veröffentlicht).

ENL-Projekt der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe: „Revitalisierung Frießnitzer See“
Ansicht der Projekttafel als PDF-Dokument


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Spannender Vortrag über den Frießnitzer See

Dr. W. Klemm, ausgewiesener Kenner des Gebietes, stellt die Geschichte des Naturschutzgebietes dar
(24.06.2012)

Anläßlich der Festwoche zur 850-jährigen Ersterwähnung der Gemeinde Großebersdorf wird Herr Dr. Wolfgang Klemm (Gera) am Mittwoch, den 11. Juli um 19:00 Uhr einen Vortrag zum Thema „Das Naturschutzgebiet ‚Frießnitzer See-Struth‘: seine Geschichte und Bedeutung“ halten (Ort: Veranstaltungsraum im Dorfclub Großebersdorf).

Herr Dr. Klemm ist einer der besten Kenner der Gewässer – im weitesten Sinne – um Gera und hat viele Jahre selbst am Frießnitzer See geforscht. Eine von ihm 1998 erarbeitete Studie „Das Naturschutzgebiet ‚Frießnitzer See-Struth‘ seine Geschichte und Bedeutung“ war eine wichtige Grundlage der Vorarbeiten zur Erstellung des ENL-Projektantrages.

Daher darf jeder Naturfreund auf den Vortrag gespannt sein! Seien Sie herzlich eingeladen!


ENL-Großprojekt „Revitalisierung Frießnitzer See“ genehmigt

Bislang größtes Vorhaben des NABU im Landkreis
(17.06.2012)

Im Oktober 2010 erwarb die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe den Frießnitzer See, kurz darauf auch den westlich gelegenen Birkhäuser Teich. Schon im Jahr davor wurden größere Flächen der naturschutzfachlich ebenfalls wertvollen Verlandungszone und der angrenzenden Grünlandbereiche am Frießnitzer See von der BVVG (Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH – ein bundeseigenes Unternehmen, welches die im Bundeseigentum befindlichen Grundtücke verwaltet) gekauft. Voller Optimismus gingen die mit der Betreuung des Schutzgebietes befassten NABU-Mitglieder davon aus, bereits Mitte 2011 mit den dringend notwendigen Arbeiten zur Revitalisierung des Sees und der Zustandverbesserung des angrenzenden Verlandungsbereiches mittels naturschutzkonformer extensiver Beweidung beginnen zu können. Die jahrzehntelange, massive Schlammablagerung hatte zu einer fast völligen Verdrängung des Wasserkörpers geführt; die Schlammschicht ist teilweise bis 1,80m mächtig. Infolge der im Schlamm – aus als Altlast aus DDR-Zeiten, als der Frießnitzer See zur Karpfenzucht und Entenmast intensivst genutzt wurde – enthaltenen Nährstoffe wie auch der ausgeprägten Verflachung des Wasserkörpers droht die Entwicklung einer Mikroorganismenflora, die sich bei günstiger Witterung – dabei extrem sauerstoffzehrend – explosionsartig vermehren kann und hierbei alles Leben im See infolge des Sauerstoffmangels absterben läßt. Im Naturschutzjargon wird die als „Kippen“ des Gewässers, d.h. dem Umschlagen eines biologisch intakten zu einem stark oder völlig gestörtem ökologischen Gleichgewicht, bezeichnet. Zahlreiche Untersuchungen verschiedenster Zielsetzungen (z.B. hinsichtlich der Amphibien-, Wiesenbrüter- und Wasservögelbestände) belegten immer wieder die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Entschlämmung und der fachgerechten extensiven Beweidung des Umlandes als dem Herzstück des Projektes, um die drohende Entgleisung des Sees zu verhindern. Umfangreiche Projektvorarbeiten wie z.B. die Einmessung des Sees, die Ermittlung des Schlammvolumens oder die Prüfung der Standfestigkeit des Langdamms wurden erbracht, unzählige Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit geleistet. Immer wieder galt es, Skeptiker und Zweifler anhand der objektiven Zustandsbefundung zu überzeugen und es mußten z.T. erhebliche Widerstände vielfältigster Herkunft überwunden werden.

Diese Widerstände führten immer wieder zu einer Verzögerung der Genehmigung, wodurch nun die Realisierung der anstehenden Arbeiten in konzentrierter Form erforderlich ist, da die finanzielle Förderung des Gesamtprojektes aus Mitteln des Fonds „Entwicklung von Natur und Landschaft“ (ENL) des Freistaates Thüringen unter Einbeziehung von EU-Mitteln erfolgt und diese Fördermöglichkeit zum Jahresende 2013 ausläuft.

Kooperationspartner der NABU-Stiftung, die das Projekt federführend beantragt hat, ist der hiesige NABU-Kreisverband Gera-Greiz als regionaler Betreuer und Ansprechpartner vor Ort. Seitens des Freistaates Thüringen ist die Obere Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt (Weimar) als Genehmigungsbehörde zugleich die Prüfaufsicht, die die korrekte Projektumsetzung zu kontrollieren hat. Genehmigungsrechtlich begleitet werden die erforderlichen Arbeiten durch die untere Naturschutz- und Wasserbehörde im Landratsamt Greiz.

Der viel kleinere Birkhäuser Teich wird parallel zu den Arbeiten in und um den Frießnitzer See ebenfalls entschlämmt werden. Zudem muß hier der stark verlandete Zulauf umfassend ertüchtigt werden, um die konstante Wasserführung zu gewährleisten. Aufgrund der Nachbarschaft zum Frießnitzer See wird dieses Vorhaben in das Gesamtprojekt Revitalisierung Frießnitzer See integriert.


Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.


Newsletter des NABU Gera-Greiz

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