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Lebensraum Kirchturm


Erstmalig Wanderfalkennachwuchs in Gera

06.05.2017
Junge Wanderfalken im Nistkasten<br>Foto: Pröhl/<a href="http://www.fokus-natur.de" target="_blank">fokus-natur.de</a>

Junge Wanderfalken im Nistkasten
Foto: Pröhl/fokus-natur.de

Es gibt eine überaus erfreuliche Nachricht: In dem im Jahr 2014 durch die Schmöllner Naturfreunde in der Geraer Johanniskirche montierten Falkennistkasten haben in diesem Jahr erstmalig die seltenen Wanderfalken gebrütet. Drei kräftige Jungvögel sitzen derzeit dort hoch über den Dächern von Gera. In Bälde werden sie vom Thüringer Wanderfalkenberinger Mario Hofmann beringt. Gegen Ende Mai werden sie ihre ersten Bahnen über der Stadt ziehen und dabei helfen, die Straßentauben der Stadt zu dezimieren. Es ist dies die erste Wanderfalkenbrut in Gera überhaupt.


Neues von den Wanderfalken im Kirchturm St. Johannis zu Gera

15.03.2017

Reiner Rathmann hat am Einflug des Wanderfalken-Nistkastens im Kirchturm der Kirche St. Johannis in Gera das Wanderfalkenpaar, welches, salopp gesagt, scheinbar gerade über dem Eierlegen ist, beobachtet und uns dankenswerterweise die abgebildeten Fotos zugesandt. Dank des Engagementes der Kirchgemeinde und des NABU, die gemeinsam einen Brutplatz schufen, kann die Stadt Gera nun auch diese seltene und faszinierende Greifvogelart als heimisch verzeichnen, was vor wenigen Jahren noch undenkbar war.


Die Wanderfalken in Gera

13.01.2017

Am 12. Januar montierten Andreas Kastl und Torsten Pröhl in der Kirche St. Johannis in Gera an den dort im März 2016 eingebauten Wanderfalkenkasten außen noch ein Sitzholz an, um die Gefahr des Absturzes der Jungvögel im Bettelflugalter zu reduzieren. Reiner Rathmann hat, wie immer, für aussagekräfige Fotos gesorgt. Er konnte beide Altvögel mit Beute auf den Turmzinnen sichten.

Die Kirche St. Johannis in Gera eignet sich hervorragend für die Wanderfalkenbeobachtung, ohne zu stören. Das Quartier ist auch für die Falken vollkommen sicher. Denn eventuell aufmerksam werdende Dritte, können den Falken hoch oben in der Kirche nichts anhaben. Die Vögel zeigen sich gegenüber Menschen unten auf der Straße völlig unbeeinflußt. Hoffen wir auf eine erfolgreiche Brutsaison 2017!

Mehr zu dieser faszinierenden Art finden Sie unter www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/1971-wanderfalke/


Die Falken Europas – Vortrag in der Kirche St. Petri zu Dorna

09.09.2016
Kirche zu Dorna,<br>Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Kirche zu Dorna,
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Liebe Natur-Freunde!

Am Freitag, den 16. September, Beginn um 18.00 Uhr, wird der bekannte Naturfotograf Torsten Pröhl, der zugleich einer der besten Kenner der heimischen wie auch der europäischen und nordafrikanische Greifvögel und Eulen ist, in der Kirche St. Petri zu Dorna (Stadt Gera) seine jahrzehntelangen Beobachtungen aller elf europäischen Falkenarten einschließlich der Arten des nahen Ostens und Nordafrikas vorstellen.

Lannerfalke (<i>Falco biarmicus</i>)<br>Foto: Pröhl/<a href="http://www.fokus-natur.de" target="_blank">fokus-natur.de</a>

Lannerfalke (Falco biarmicus)
Foto: Pröhl/fokus-natur.de

Dabei reicht die Palette der von Falken besiedelten Lebensräume von den Eiswüsten der Arktis bis zu den Sand- und Steinwüsten der Sahara. Der Besucher erfährt viel Interessantes über Jagd- und Ernährungsgewohnheiten, Brut und Jungenaufzucht sowie über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen. Der Eintritt ist frei. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem NABU Gera-Greiz e.V. statt, mit dem wir die Kollekte aus dieser Veranstaltung teilen.

Wir freuen uns auf Ihren/euren Besuch und auf ein Wiedersehen in St. Petri.
Es grüßt Sie/euch herzlichst Annett Scholz vom Gemeindekirchenrat Dorna.


Für weitere Informationen siehe: www.gera-dorna.de/index.php/kirche-dorna/kirche1
Zieladresse fürs Navigationsgerät: 07554 Gera, Dorna Nr. 1


Kirche in Kühdorf bietet Lebensraum für Turmfalken

31.07.2016
Kirche in Kühdorf<br>Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Kirche in Kühdorf
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Unlängst wurde die 1716 errichtete Dorfkirche zu Kühdorf durch den NABU Gera-Greiz mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet, bietet sie doch seit Jahren für Turmfalken ein sicheres und optimales Brutquartier. Auch in diesem Jahr konnten Anwohner erfreut beobachten, wie die jungen Turmfalken ausflogen. So wird hier die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung bewußt wahrgenommen.


St. Petri Kirche Dorna – Lebensraum Kirchturm

wenn Natur- und Denkmalschutz ineinander greifen
14.06.2016
St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse<br>Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Beitrag aus dem Magazin Monumente, Ausgabe Juni 2016

„Um Kirchengemeinden für den Artenschutz zu sensibilisieren, hat der NABU (Naturschutzbund Deutschland) zusammen mit dem Beratungsausschuss für das Glockenwesen das Projekt „Lebensraum Kirchturm“ initiiert. Sie würdigen das Engagement, bei denkmalgerechten Baumaßnahmen vorhandene Nistplätze zu erhalten und neue zu schaffen, mit einer Plakette.

St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse<br>Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Als 2007 die erste Kirche ausgezeichnet wurde, war der Turmfalke Vogel des Jahres. Der kleinste bei uns vorkommende Greifvogel steht zwar nicht auf der Roten Liste, dennoch nehmen seine Bestände ab. Ihm fehlen nicht nur Zugänge zu Nistplätzen, sondern auch geeignete Nahrungsangebote. Durch den Einsatz von Pestiziden geht die Mäusepopulation zurück. Außerdem findet der Falke auf den Wiesen und Feldern kaum noch einzeln stehende Bäume, die er als Rastplatz und Beobachtungsposten für die Jagd benötigt. Mehr als 930 Kirchengemeinden wurden bislang mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet. Die Naturschützer begleiten die Baumaßnahmen eng, vermitteln wertvolle Informationen über bedrohte Tierarten und stellen Anleitungen für den Bau von denkmalgerechten Nistkästen bereit. Das Projekt zeigt, wie einfach es ist, geeigneten Wohnraum für Vögel und Fledermäuse zu gestalten. Tauben, deren Kot überall Probleme bereitet, lassen sich beispielsweise abhalten, indem die Einfluglöcher nicht größer als acht Quadratzentimeter sind. Dort passen sie nicht hindurch.

St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse<br>Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Annett Scholz, die sich im Gemeindekirchenrat von St. Petri in Gera-Dorna engagiert, und ihr Mann Mario mussten von „Lebensraum Kirchturm“ nicht erst überzeugt werden. Als Mitglieder im NABU war es für sie selbstverständlich, zusammen mit Sebastian Schopplich – Vorstandsmitglied des NABU Gera-Greiz e.V. –, der Kirchengemeinde und der Bausachverständigen des Kirchenamtes Gera zu überlegen, welche Nistmöglichkeiten bei den drei Baumaßnahmen an den Dächern der gotischen Kirche berücksichtigt werden könnten. Während der Arbeiten, die 2009 am Dach des Kirchenschiffs in Dorna begannen, wurden drei Nistkästen für Fledermäuse am Westgiebel installiert. Die nachtaktiven Tiere haben einen speziellen Mechanismus im Fuß – eine Sehne mit Widerhaken –, der es ihnen ermöglicht, sich ohne großen Muskelaufwand kopfüber in den Kasten zu hängen und dort den Tag zu verdösen. Nach und nach kamen in Dorna Wohnungen für Dohlen, Turmfalken, Schleiereulen und Mauersegler hinzu. Alle leben dort nun in friedlicher Koexistenz. Zudem bietet der naturbelassene 8.000 Quadratmeter umfassende Pfarrgarten, in dem sich Insekten und allerlei anderes Getier tummeln, Vögeln und Fledermäusen einen reich gedeckten Tisch. Das erfolgreiche Projekt hat um Gera herum bereits viele Nachahmer gefunden.“


Textquelle / Artikel: Natur- und Denkmalschutz greifen ineinander


Wanderfalken in Gera

30.03.2016
Wanderfalke (<i>Falco peregrinus</i>)

Wanderfalke (Falco peregrinus)

Reiner Rathmann von den Schmöllner Naturfreunden stellte uns dankenswerterweise seine Fotos der Wanderfalken, die die Geraer Kirche St. Johannis, wo durch den NABU, unterstützt durch das Ingenieur-Büro Thom/Gera, vor mehreren Jahren ein Wanderfalken-Nistksten eingebaut werden konnte, zur Verfügung.

Wanderfalke (<i>Falco peregrinus</i>)

Wanderfalke (Falco peregrinus)

Es handelt sich um ein wahrscheinlich unberingtes altes Männchen und ein beringtes junges Weibchen. Die Ringablesung hat ergeben, dass sie im vorigen Jahr in einem Nistkasten am Naumburger Dom zur Welt kam. Sie hat also ihre Vorliebe für Kirchgebäude beibehalten.


Fotos: R. Rathmann


Gute Aussichten…

25.06.2015
Junge Turmfalken<br>Foto: Reinhold Kochinka

Junge Turmfalken
Foto: Reinhold Kochinka

auf viel Nachwuchs haben in diesem Jahr allenthalben die Turmfalken. Das Foto zeigt die jungen Turmfalken im Ronneburger Schloß. Derzeit gibt es mindestens 5 Turmfalkenpaare in Ronneburg, über die Reinhold Kochinka wacht. Von ihm stammt auch das schöne Foto.


Lebensraum Kirchturm

In Steinsdorf bei Weida
25.03.2015

Die St. Annen Kirche zu Steinsdorf wird schon seit einigen Jahren von Dohlen umflogen. Sie verschafften sich durch marode Balken Zugang zur Turmspitze über dem Säulenkranz, wo sie ihr Nest haben. In den vergangenen Jahren konnte man aus dieser Höhe die Bettelrufe der Jungvögel hören. Als anderer potenzieller Turmbewohner schaute jedes Jahr der Falke vorbei. Er musste aber immer enttäuscht wieder abziehen, denn alle möglichen Einflugöffnungen, wie z.B. in der Zwiebel, waren durch Gittergeflecht verschlossen.

Im Herbst ergriffen endlich zwei Steinsdorfer die Initiative. Sie luden einen NABU-Experten für gebäudebewohnende Vögel ein, der sich den Turm bis hinauf in die Spitze anschaute. Der Plan war, die Dohlen aus der Spitze in Kästen umzusiedeln, um das bereits beschädigte Balkenwerk vor weiteren Zerstörungen zu schützen. Außerdem sollte das vergitterte Loch in der Zwiebel mit einem Kasten versehen und wieder geöffnet werden. Hinten angestellt wurde dagegen die Reaktivierung des Schleiereulenkastens, der zurzeit ohne Anbindung an die Außenwelt im Kirchturm liegt.

Der nach Bauanleitung gefertigte Kasten wurde mit Holzspänen als Nistmaterial für den Falken gefüllt, und in das vorhandene Loch eingepasst

Der nach Bauanleitung gefertigte Kasten wurde mit Holzspänen als Nistmaterial für den Falken gefüllt, und in das vorhandene Loch eingepasst

Der Gemeindekirchenrat wurde über die geplante Nistkastenaktion informiert, und es gab keine Einwände, nur die Information, dass der Kirchturm in den nächsten Jahren grundlegend saniert werden müsse. Dann versank die Welt im Winterschlaf.

Die gesteigerten Aktivitäten der Dohlen an den ersten wärmeren Tagen des neuen Jahres riefen auch die Menschen wieder auf den Plan. Allerdings war schnell klar, dass der von den Dohlen geschaffene Zugang zur Turmspitze ohne Sicherungen für dort oben arbeitende Personen nicht verschlossen werden kann, so dass die Umsiedlung der Dohlen im Zuge der künftigen Turmsanierung stattfinden soll. Trotzdem wurde eines Tages gesägt und geschraubt und ein Kasten für den Falken gebaut. Endlich fand sich auch ein Nachmittag, an dem der Kasten an seinem Platz in der Zwiebel angebracht werden konnte.

Falke vor dem wieder geöffneten Loch mit Kasten (07.03.2015)

Falke vor dem wieder geöffneten Loch mit Kasten (07.03.2015)

Dann begann das Warten und Beobachten.
Und tatsächlich: Nur wenige Tage später hat der Falke das wieder geöffnete Loch in der Zwiebel entdeckt. Hier sitzt er nun, lässt sich von der Morgensonne das Gefieder wärmen und scheint zu überlegen, ob dies ein guter Platz zum Brüten wäre und ob man wohl mit den schwarzen Gesellen eine gute Nachbarschaft wird pflegen können.

Reger Flugverkehr am Mittag desselben Tages: Drei Falken kreisen rufend um den Turm. Einer scheint hier schon zu wohnen, und die anderen streiten sich, wer mit einziehen darf.

Wir warten gespannt, wie die Geschichte weitergeht.


Bild und Text: Wiebke Preußer


Lebensraum Kirchtum Gera II

12.10.2014
Übergabe von Plakette und Urkunde: Pfr. Hock, Frau Scholz (NABU Gera-Greiz) und die Herren Fratte und Thom vom Gemeindekirchenrat

Übergabe von Plakette und Urkunde: Pfr. Hock, Frau Scholz (NABU Gera-Greiz) und die Herren Fratte und Thom vom Gemeindekirchenrat

Der Turm von St. Johannis mit Nistkästen

Der Turm von St. Johannis mit Nistkästen

Zum Erntedankgottedienst am 5. Oktober übergab Frau A. Scholz vom NABU Gera-Greiz an die Kirchgemeinde St. Johannis in Gera die Auszeichnung LEBENSRAUM KIRCHTURM und würdigte damit die im Turm der 1885 geweihten Kirche neu geschaffen Brutplätze für Wanderfalken und Turmfalken. Dankenswerterweise wurde der Einbau der maßgeschneiderten Nistkästen durch Gemeindemitglieder finanziell unterstützt.

St. Johannis von Süden her gesehen

St. Johannis von Süden her gesehen


Fotos: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.


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