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Lebensraum Kirchturm


Die Falken Europas – Vortrag in der Kirche St. Petri zu Dorna

(09.09.2016)

Kirche zu Dorna,
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Liebe Natur-Freunde!

Am Freitag, den 16. September, Beginn um 18.00 Uhr, wird der bekannte Naturfotograf Torsten Pröhl, der zugleich einer der besten Kenner der heimischen wie auch der europäischen und nordafrikanische Greifvögel und Eulen ist, in der Kirche St. Petri zu Dorna (Stadt Gera) seine jahrzehntelangen Beobachtungen aller elf europäischen Falkenarten einschließlich der Arten des nahen Ostens und Nordafrikas vorstellen.

Lannerfalke (Falco biarmicus)
Foto: Pröhl/fokus-natur.de

Dabei reicht die Palette der von Falken besiedelten Lebensräume von den Eiswüsten der Arktis bis zu den Sand- und Steinwüsten der Sahara. Der Besucher erfährt viel Interessantes über Jagd- und Ernährungsgewohnheiten, Brut und Jungenaufzucht sowie über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen. Der Eintritt ist frei. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem NABU Gera-Greiz e.V. statt, mit dem wir die Kollekte aus dieser Veranstaltung teilen.

Wir freuen uns auf Ihren/euren Besuch und auf ein Wiedersehen in St. Petri.
Es grüßt Sie/euch herzlichst Annett Scholz vom Gemeindekirchenrat Dorna.


Für weitere Informationen siehe: www.gera-dorna.de/index.php/kirche-dorna/kirche1
Zieladresse fürs Navigationsgerät: 07554 Gera, Dorna Nr. 1


Kirche in Kühdorf bietet Lebensraum für Turmfalken

(31.07.2016)

Kirche in Kühdorf
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Unlängst wurde die 1716 errichtete Dorfkirche zu Kühdorf durch den NABU Gera-Greiz mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet, bietet sie doch seit Jahren für Turmfalken ein sicheres und optimales Brutquartier. Auch in diesem Jahr konnten Anwohner erfreut beobachten, wie die jungen Turmfalken ausflogen. So wird hier die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung bewußt wahrgenommen.


St. Petri Kirche Dorna – Lebensraum Kirchturm

wenn Natur- und Denkmalschutz ineinander greifen
(14.06.2016)

St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Beitrag aus dem Magazin Monumente, Ausgabe Juni 2016

„Um Kirchengemeinden für den Artenschutz zu sensibilisieren, hat der NABU (Naturschutzbund Deutschland) zusammen mit dem Beratungsausschuss für das Glockenwesen das Projekt „Lebensraum Kirchturm“ initiiert. Sie würdigen das Engagement, bei denkmalgerechten Baumaßnahmen vorhandene Nistplätze zu erhalten und neue zu schaffen, mit einer Plakette.

St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Als 2007 die erste Kirche ausgezeichnet wurde, war der Turmfalke Vogel des Jahres. Der kleinste bei uns vorkommende Greifvogel steht zwar nicht auf der Roten Liste, dennoch nehmen seine Bestände ab. Ihm fehlen nicht nur Zugänge zu Nistplätzen, sondern auch geeignete Nahrungsangebote. Durch den Einsatz von Pestiziden geht die Mäusepopulation zurück. Außerdem findet der Falke auf den Wiesen und Feldern kaum noch einzeln stehende Bäume, die er als Rastplatz und Beobachtungsposten für die Jagd benötigt. Mehr als 930 Kirchengemeinden wurden bislang mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet. Die Naturschützer begleiten die Baumaßnahmen eng, vermitteln wertvolle Informationen über bedrohte Tierarten und stellen Anleitungen für den Bau von denkmalgerechten Nistkästen bereit. Das Projekt zeigt, wie einfach es ist, geeigneten Wohnraum für Vögel und Fledermäuse zu gestalten. Tauben, deren Kot überall Probleme bereitet, lassen sich beispielsweise abhalten, indem die Einfluglöcher nicht größer als acht Quadratzentimeter sind. Dort passen sie nicht hindurch.

St. Petri in Gera-Dorna bietet Nisthilfen für allerlei Vögel und Fledermäuse
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Annett Scholz, die sich im Gemeindekirchenrat von St. Petri in Gera-Dorna engagiert, und ihr Mann Mario mussten von „Lebensraum Kirchturm“ nicht erst überzeugt werden. Als Mitglieder im NABU war es für sie selbstverständlich, zusammen mit Sebastian Schopplich – Vorstandsmitglied des NABU Gera-Greiz e.V. –, der Kirchengemeinde und der Bausachverständigen des Kirchenamtes Gera zu überlegen, welche Nistmöglichkeiten bei den drei Baumaßnahmen an den Dächern der gotischen Kirche berücksichtigt werden könnten. Während der Arbeiten, die 2009 am Dach des Kirchenschiffs in Dorna begannen, wurden drei Nistkästen für Fledermäuse am Westgiebel installiert. Die nachtaktiven Tiere haben einen speziellen Mechanismus im Fuß – eine Sehne mit Widerhaken –, der es ihnen ermöglicht, sich ohne großen Muskelaufwand kopfüber in den Kasten zu hängen und dort den Tag zu verdösen. Nach und nach kamen in Dorna Wohnungen für Dohlen, Turmfalken, Schleiereulen und Mauersegler hinzu. Alle leben dort nun in friedlicher Koexistenz. Zudem bietet der naturbelassene 8.000 Quadratmeter umfassende Pfarrgarten, in dem sich Insekten und allerlei anderes Getier tummeln, Vögeln und Fledermäusen einen reich gedeckten Tisch. Das erfolgreiche Projekt hat um Gera herum bereits viele Nachahmer gefunden.“


Textquelle / Artikel: Natur- und Denkmalschutz greifen ineinander


Wanderfalken in Gera

(30.03.2016)

Wanderfalke (Falco peregrinus)

Reiner Rathmann von den Schmöllner Naturfreunden stellte uns dankenswerterweise seine Fotos der Wanderfalken, die die Geraer Kirche St. Johannis, wo durch den NABU, unterstützt durch das Ingenieur-Büro Thom/Gera, vor mehreren Jahren ein Wanderfalken-Nistksten eingebaut werden konnte, zur Verfügung.

Wanderfalke (Falco peregrinus)

Es handelt sich um ein wahrscheinlich unberingtes altes Männchen und ein beringtes junges Weibchen. Die Ringablesung hat ergeben, dass sie im vorigen Jahr in einem Nistkasten am Naumburger Dom zur Welt kam. Sie hat also ihre Vorliebe für Kirchgebäude beibehalten.


Fotos: R. Rathmann


Gute Aussichten …

(25.06.2015)

Junge Turmfalken
Foto: Reinhold Kochinka

auf viel Nachwuchs haben in diesem Jahr allenthalben die Turmfalken. Das Foto zeigt die jungen Turmfalken im Ronneburger Schloß. Derzeit gibt es mindestens 5 Turmfalkenpaare in Ronneburg, über die Reinhold Kochinka wacht. Von ihm stammt auch das schöne Foto.


Lebensraum Kirchturm

In Steinsdorf bei Weida
(25.03.2015)

Die St. Annen Kirche zu Steinsdorf wird schon seit einigen Jahren von Dohlen umflogen. Sie verschafften sich durch marode Balken Zugang zur Turmspitze über dem Säulenkranz, wo sie ihr Nest haben. In den vergangenen Jahren konnte man aus dieser Höhe die Bettelrufe der Jungvögel hören. Als anderer potenzieller Turmbewohner schaute jedes Jahr der Falke vorbei. Er musste aber immer enttäuscht wieder abziehen, denn alle möglichen Einflugöffnungen, wie z.B. in der Zwiebel, waren durch Gittergeflecht verschlossen.

Im Herbst ergriffen endlich zwei Steinsdorfer die Initiative. Sie luden einen NABU-Experten für gebäudebewohnende Vögel ein, der sich den Turm bis hinauf in die Spitze anschaute. Der Plan war, die Dohlen aus der Spitze in Kästen umzusiedeln, um das bereits beschädigte Balkenwerk vor weiteren Zerstörungen zu schützen. Außerdem sollte das vergitterte Loch in der Zwiebel mit einem Kasten versehen und wieder geöffnet werden. Hinten angestellt wurde dagegen die Reaktivierung des Schleiereulenkastens, der zurzeit ohne Anbindung an die Außenwelt im Kirchturm liegt.

Der nach Bauanleitung gefertigte Kasten wurde mit Holzspänen als Nistmaterial für den Falken gefüllt, und in das vorhandene Loch eingepasst

Der Gemeindekirchenrat wurde über die geplante Nistkastenaktion informiert, und es gab keine Einwände, nur die Information, dass der Kirchturm in den nächsten Jahren grundlegend saniert werden müsse. Dann versank die Welt im Winterschlaf.

Die gesteigerten Aktivitäten der Dohlen an den ersten wärmeren Tagen des neuen Jahres riefen auch die Menschen wieder auf den Plan. Allerdings war schnell klar, dass der von den Dohlen geschaffene Zugang zur Turmspitze ohne Sicherungen für dort oben arbeitende Personen nicht verschlossen werden kann, so dass die Umsiedlung der Dohlen im Zuge der künftigen Turmsanierung stattfinden soll. Trotzdem wurde eines Tages gesägt und geschraubt und ein Kasten für den Falken gebaut. Endlich fand sich auch ein Nachmittag, an dem der Kasten an seinem Platz in der Zwiebel angebracht werden konnte.

Falke vor dem wieder geöffneten Loch mit Kasten (07.03.2015)

Dann begann das Warten und Beobachten.
Und tatsächlich: Nur wenige Tage später hat der Falke das wieder geöffnete Loch in der Zwiebel entdeckt. Hier sitzt er nun, lässt sich von der Morgensonne das Gefieder wärmen und scheint zu überlegen, ob dies ein guter Platz zum Brüten wäre und ob man wohl mit den schwarzen Gesellen eine gute Nachbarschaft wird pflegen können.

Reger Flugverkehr am Mittag desselben Tages: Drei Falken kreisen rufend um den Turm. Einer scheint hier schon zu wohnen, und die anderen streiten sich, wer mit einziehen darf.

Wir warten gespannt, wie die Geschichte weitergeht.


Bild und Text: Wiebke Preußer


Lebensraum Kirchtum Gera II

(12.10.2014)

Übergabe von Plakette und Urkunde: Pfr. Hock, Frau Scholz (NABU Gera-Greiz) und die Herren Fratte und Thom vom Gemeindekirchenrat

Der Turm von St. Johannis mit Nistkästen

Zum Erntedankgottedienst am 5. Oktober übergab Frau A. Scholz vom NABU Gera-Greiz an die Kirchgemeinde St. Johannis in Gera die Auszeichnung LEBENSRAUM KIRCHTURM und würdigte damit die im Turm der 1885 geweihten Kirche neu geschaffen Brutplätze für Wanderfalken und Turmfalken. Dankenswerterweise wurde der Einbau der maßgeschneiderten Nistkästen durch Gemeindemitglieder finanziell unterstützt.

St. Johannis von Süden her gesehen


Fotos: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.


Auf in die Welt

(10.07.2014)

Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Am 6. Juni gelang an der Kirche St. Petri zu Dorna (Stadt Gera) die schöne Beobachtung von 6 jungen Turmfalken, denen der Dornaer Kirchturm Kinderstube war. Die dortige Kirchgemeinde engagiert sich in vorbildlicher Weise für den Schutz (nicht nur) gebäudebewohnender Arten und erfüllt den Bibelspruch „Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs …“ mit Leben.


Wanderfalken-Brutplätze in Gera geschaffen

(01.06.2014)

Übergabe der Auszeichnung durch Frau Scholz (NABU Gera-Greiz) an Herrn Fratte als Vertretung des erkranken Pfarrers Dr. Hiddemann
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Am 25. Mai wurde die Kirchgemeinde St. Salvator in Gera mit der Auszeichnung "Lebensraum Kirchturm" geehrt. Im Frühjahr hatten erfahrene NABU-Aktive um A. Kastl und T. Pröhl in den Kirchtürmen von St. Salvator und St. Johannis nach Zustimmung der Kirchgemeinden, für die an dieser Stelle herzlich gedankt werden soll, Wanderfalken-Nistkästen eingebaut. Zuvor waren wiederholt Wanderfalken an diesen Kirchtürmen beobachtet worden. (Die Auszeichnung an die Kirchgemeinde St. Johannis wird in Bälde überreicht.)


Alte neue Heimstatt für den Turmfalken in Rüdersdorf

(29.03.2014)

Pfr. Kurzke mit Kindern des Kinderchores

Seit vielen Jahren brüten Turmfalken hoch oben in einer Fensteröffnung der Uhrenstube der Rüdersdorfer Kirche. Als 2013 keine Brut erfolgte, setzte sich Pfarrer Kurzke mit dem NABU Gera-Greiz in Verbindung, um Abhilfe für den unbrauchbaren Brutplatz zu schaffen. Anfang März wurden zwei Nistkästen, die neben dem Turmfalken auch von anderen gebäudebewohnenden Arten genutzt werden können, durch die Zimmerei Oelsner (im benachbarten Kraftsdorf ansässig) fachgerecht eingebaut.

Übergabe der Plakette Lebensraum Kirchturm an Pf. Kurzke durch Frau Scholz

Am 26. März konnte an die jüngsten Rüdersdorfer die Auszeichnung "Lebensraum Kirchturm" durch Annett und Mario Scholz (der dankenswerterweise die Planung vornahm und den Einbau abstimmte) im Namen des NABU Gera-Greiz übergeben werden. Nach dem Singen bestaunten die Kinder des Rüdersdorfer Kinderkirchenchores die Turmfalkenwohnung hoch droben im Kirchturm. Während dessen flogen die Turmfalken um den Kirchturm herum, um ihr neues Quartier endlich zu beziehen.

Noch nie waren die Rüdersdorfer Kinder so hoch oben im Kirchturm


Fotos: M. Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.


Lebensraum Kirchturm: Dohlenberingung 2013 in Dorna und Brahmenau

(03.06.2013)

Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Vor wenigen Jahren wurden u.a. in den Kirchen St. Petri zu Dorna (Stadt Gera) und der Dorfkirche Brahmenau-Groitschen von NABU-Aktiven Dohlen-Nistkästen eingebaut. Der schönste Lohn war die baldige Annahme der Kästen durch die Dohlen und ein guter Bruterfolg 2013: In Dorna 4 Brutpaare (BP) mit 12, in Groitschen 6 BP mit 18 Jungen, die trotz des anhaltenden Dauerregens, der den Altvögeln die Nahrungssuche erschwert, in guter Verfassung sind. Am 2. Juni nahm Herr Köhler die Beringung vor.


Anerkennung für Kirchgemeinden

Plakette „Lebensraum Kirchturm“ an fünf Kirchgemeinden verliehen
(26.08.2012)

Herr Rettig über verborgene Wunder der Natur – Flechten
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Am 24. August fand in der Kirche St. Petri zu Dorna (Stadt Gera) eine besondere Andacht, gewidmet dem Naturschutz im kirchlichen Raum, statt. Auf Einladung der Kirchgemeinde Dorna, Pfarrer S. Thriemers (Pfarramt Pölzig) und des NABU Gera-Greiz stellte Herr J. Rettig (Gera) in einem vortrefflichen, die Zuhörer begeisternden, Vortrag die allgemeine Biologie der Flechten dar, um anschließend die auf der Dornaer Friedhofsmauer vorkommenden Arten gesondert vorzustellen. Der Faszination und Schönheit dieser Wunderwelt, die sich den Besuchern im Abendlicht mithilfe der Lupe an der Friedhofsmauer erschloß, konnte sich kein Besucher entziehen.

Verleihung der Plakette "Lebensraum Kirchturm
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Der NABU Gera-Greiz konnte anschließend die Kirchgemeinden Pölzig, St. Ursula/Schwaara, Wernsdorf (zugehörig zur Gemeinde Söllmitz/Stadt Gera), St. Petri/Dorna (Stadt Gera), und Trinitatis/Röpsen (Stadt Gera) mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ auszeichnen. Besonders erfreulich war hierbei der Umstand, daß erstmals auch Kirchgemeinden der Stadt Gera mit dieser Auszeichnung geehrt werden und das in Dorna und Wernsdorf infolge der neu geschaffenen Quartiere erstmals seit vielen Jahren wieder Dohlen erfolgreich brüteten und Jungen aufziehen konnten. Und auch der ’Sensationsfund’ in dieser Gegend, die Wechselkröte, wurde – samt des zugehörigen ENL-Projektes – vorgestellt. Im Anschluß an die Andacht lud die Kirchgemeine Dorna ein zu guten Gesprächen bei einem Glas Pölziger Apfelsaft oder -wein und die zahlreichen Besucher nutzten die Gelegenheit, sich näher über Flechten, die NABU-Arbeit und die Restaurierungsarbeiten an und in der ehrwürdigen Kirche St. Petri zu informieren.
Ein besonderer Dank für diesen schönen Abend gilt sowohl Herrn Rettig als auch dem Museum für Naturkunde Gera, welches zur Veranschaulichung Präparate von Schleiereule, Turmfalke, Dohle und Mauersegler leihweise ausstellte, ebenso der gastgebenden Kirchgemeinde, die für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte, und allen weiteren Helfern!

Den Flechten auf der Friedhofsmauer auf der Spur
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Angemerkt sei noch, daß per 24.08.2012 – vor dieser gelungen Andacht – bundesweit bereits 597 Kirchen mit der Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet wurden, wobei Thüringen, nach Baden-Württemberg, an zweiter Stelle liegt. Somit wurde an diesem Abend die 600’er-Marke ‚geknackt’ …


Einladung/Pressetext zur Veranstaltung am 24.08.2012


Kirche zu Kauern bei Ronneburg für Schleiereule geöffnet

Alter Brutplatz wieder zugänglich
(15.08.2011)

Die Kirche zu Kauern
Foto: Dirk Höselbarth, NABU Gera-Greiz e.V.

Dank der Bemühungen von Frau Kinast (NABU-Kreisverband Gera-Greiz e.V.) und der freundlichen Unterstützung durch Herrn Liehr (Gemeindearbeiter zu Kauern bei Ronneburg) ist es dem NABU gelungen, die Kirche zu Kauern für die Schleiereule wieder zu öffnen. Die Kauernsche Kirche war einst als Brutplatz dieser gefährdeten Eule bekannt. Leider wurde dann – wie zu oft geschehen – durch Verschließung der Eingangluke der Eule der Zugang verwehrt. Der NABU hofft, dass die Schleiereule vielleicht schon im nächstem Jahr ihren alten Brutplatz wieder besiedeln kann.

NABU und Kirchen gemeinsam für den Artenschutz: Aktion „Lebensraum Kirchturm“


Lebensraum Kirchturm – Zweites Update 2011

St. Petri zu Dorna über Gera von Norden her gesehen
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Ende Oktober 2010 wurden im Zuge einer umfassenden Dach- und Turmhaubensanierung im Turmbereich (Höhe Glockenstube) der wunderschönen Dorfkirche St. Petri in Dorna (heute zur Stadt Gera zugehörig), deren Mauern z.T. noch aus romanischer Zeit stammen, mehrere Dohlen-, Schleiereulen- Turmfalken- und Mauerseglernistkästen sowie am stark besonnten Westgiebel auch Fledermauskästen montiert, als erster Phase des, den Bauetappen geschuldet, zweijährigen Projektes.

Von Herrn Mario Scholz aus Dorna (Mitglied im NABU) erhielten wir die am 30. April aufgenommen Fotos, die die Erstbelegung eines Turmfalken-Nistkastens zeigen. Zudem sind die im Bereich der Traufe montierten Mauerseglernistkästen zu sehen, rechts die Einflugöffnung zu einem großräumigem Schleiereulennistkasten.

Turmfalkenpaar im Balzflug
Foto: Mario Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.

Später soll an dieser Stelle ausführlich über den Umfang und Abschluß dieses Artenschutzprojekt berichtet werden, dessen Gesamtumfang weit über das "normale" Maß des Engagements einer Kirchgemeinde zugunsten der Bewahrung der Schöpfung hinausgeht. (Die Projektbetreuung erfolgt durch den hiesigen Kreisverband Gera-Greiz.) Ebenso sollen dann alle Förderer vorgestellt werden.


Lebensraum Kirchturm – Erstes Update 2011

Schleiereule (Tyto alba) im Eulenloch, der sog. „Uhlenflucht“
Foto: Pröhl/fokus-natur.de

Am 04. März 2011 wurde im Kirchturm der Kirche zu Röpsen (Stadt Gera) durch den Zimmermanns- meister Lutz Oelsner (Fabrikstraße 15, 07629 Reichenbach, Tel. 036601 / 41996, Mobilfunktel. 0172 / 7945014) nach Vermittlung des NABU Kreisverbandes Gera-Greiz e.V. ein von Frau Katharina Schultze (Röpsen/Dresden) bereitge- stellter großräumiger Schleiereulenkasten einge- baut. Damit wurde ein traditioneller Brutplatz endlich wieder zugänglich gemacht, nachdem vor vielen Jahren aufgrund massiver Taubenkotab- lagerungen die bis dahin für die Schleiereule durchgängigen Schall-Lamellen mit Hühnerdraht gesperrt wurden und die Glockenstube nicht mehr als Brutplatz zugänglich war.

Der NABU Gera-Greiz dankt Frau Katharina Schultze herzlich für ihr Engagement zugunsten der Schleiereule, zumal ein Turmfalken-Nistkasten bereits vor Jahren durch den Vater von Frau Schultze eingebaut worden war. Die Röpsener Kirchgemeinde zeigt so beispielhaft, wie unkompliziert es ist, einen aktiven Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten.

Kirche zu Röpsen, Stahlstich aus der Kirchengalerie Sachsen-Altenburg, nach 1840

Damit wurden in den letzten Jahren die Kirchen in Brahmenau-Groitschen (2007), in Pölzig (2008), Großenstein, Mückern, Schwaara (alle 2009) und Dorna (2010) im Bereich des oberen Brahmetals in das Projekt "Lebensraum Kirchturm", ein gemeinsames Projekt des NABU und des Beratungsausschusses für das Deutsche Glockenwesen e.V., integriert.

Eine Fortsetzung ist vorgesehen …


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