Erneut: Helfer dringend gesucht!

von Lutz Wolfram (Rohna), 2011/3

Erdkröte (Bufo bufo)
Foto: Lutz Wolfram

Jedes Jahr im Frühjahr bietet sich über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Rohna und Schömberg, im Bereich des Teiches am Waldrand, nahe der Gemeinde Schömberg das gleiche schreckliche Bild: Unzählige Kröten, die um diese Zeit den Teich als Laichplatz aufsuchen, werden bei der Überquerung der Straße überfahren. Die Straße ist 'gepflastert' mit toten Tieren. Um hier eine Lösung zu finden, habe ich mit dem Umweltamt in Greiz Kontakt aufgenommen. Da an dieser Straße in nächster Zeit keine baulichen Maßnahmen stattfinden werden und die Errichtung einer Krötenwand inklusive Krötentunnel, aus Kostengründen seitens des Straßenbauamts abgelehnt wird, bliebe nur die Aufstellung eines Krötenzaunes. Die Sachkosten werden hierbei durch das Umweltamt Greiz übernommen. Da jedoch die Betreuung eines solchen Zaunes über den genannten Zeitraum personell abgedeckt werden muss, bin ich unbedingt auf weitere Helfer angewiesen, die mich bei der Bertreuung des Zaunes unterstützen würden. Um Anfahrtswege und Zeitaufwand in Grenzen zu halten, wäre es günstig, wenn die Helfer aus Rohna oder Schömberg kämen. Über weiter entfernt wohnende Helfer, denen die Anfahrtswege nichts ausmachen, würde ich mich aber ebenso freuen.

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte bei
Lutz Wolfram
Rohna 23, 07570 Harth-Pöllnitz,
Telefon: 03 66 07 / 6 02 79
E-Mail: lutz_rohna@t-online.de


Auszug aus dem Bericht des NABU – „Amphibienschutz an Straßen“

Der Schutz wandernder Amphibien an Straßen ist bei der vorhandenen Dichte des Straßennetzes in Mitteleuropa eine wichtige Schutzmaßnahme. Wandernde Amphibien müssen vielerorts Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Die Verkehrszunahme auf ehemals gering befahrenen Straßen hat meist eine große Zahl überfahrener Amphibien zur Folge. Untersuchungen haben ergeben, dass schon bei einer Verkehrsdichte von 60 Autos pro Stunde 90 Prozent der wandernden Erdkröten überfahren werden. Die Betreuung von Krötenzäunen ist sehr aufwendig. Die Fangzäune müssen während der Wartungszeit täglich betreut werden. Jeder Helfer ist deswegen willkommen.
Um zu helfen, sind keine Spezialkenntnisse erforderlich. Begleiten Sie einen erfahrenen Zaunbetreuer und Sie werden schnell in der Lage sein, selbstständig zu arbeiten. Ob in Ihrer Nähe ein Krötenzaun betrieben wird, erfahren Sie aus der Tagespresse, dem Internet oder bei Ihrem ortsansässigen Naturschutzverband. Viele Straßenabschnitte, an denen Amphibien überfahren werden, sind den zuständigen Naturschutzbehörden noch nicht bekannt. Wenn Sie einen Amphibienwechsel entdecken, der noch nicht betreut wird, informieren Sie die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises bzw. Ihrer Stadt und zusätzlich auch den dortigen Naturschutzverband.


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