Hilfe und Schutz den kleinen Stachelrittern

den Igeln

Igel [Erinaceidae] © Foto: Lutz Wolfram

Besonders im Herbst sehen wir Igel oft in den Abendstunden. Bis die Temperaturen dauerhaft um den Gefrierpunkt liegen sind sie auf Nahrungssuche, um sich den nötigen Fettvorrat für den bald anstehenden Winterschlaf anzufressen. Da Igel sehr bekannt und wegen ihrer Erscheinung sehr beliebt sind, wollen viele Menschen den Tieren gerne helfen.
Grundsätzlich gilt: Igel sind Wildtiere, keine Haustiere. Zufüttern ist bei ihnen nur vor und nach dem Winterschlaf als kleine Unterstützung gerechtfertigt. Igelpflege im Haus ist nur in ganz wenigen Ausnahmefällen erforderlich und gesetzlich erlaubt. Igel wiegen je nach Jahreszeit und Geschlecht etwa 1000g. Erst wenn Tiere Anfang November weniger als 500 g auf die Waage bringen sind sie als hilfsbedürftig einzustufen. Naturfreunde können den nützlichen Gartenbewohnern helfen, indem sie eine Tränke und eine Futterstelle aufstellen. Für den Futterteller eignet sich ein Gemisch aus Katzenfutter, Igeltrockenfutter und ungewürztem Rührei. Auf keinen Fall sollten Speisereste oder Obst gefüttert werden, auch Milch vertragen Igel absolut nicht. Schwachen Tieren flößt man mit einer Plastik-Einwegspritze (ohne Nadel) ungesüßten Fenchel- oder Kamillentee ein. Frisst der Igel in der Nacht nach der Aufnahme nicht, muss der Tierarzt aufgesucht werden!
Das Hauptaugenmerk beim Igelschutz muss auf dem Lebensraum liegen. Gewähren Sie Igeln Durchgang in andere Gärten. Verzichten Sie auf Gifte und Pflanzenschutzmittel. Belassen Sie Unterschlüpfe. In Hecken, Gartenhäuschen, unter Büsche, Laubhaufen, Komposthaufen, Holzstapel oder Steinhaufen zieht sich der Igel gern zurück. Und: Verzichten Sie auf Rasenroboter, denn sie sind Todesfallen.



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