Artenschutztürme



Was sind Artenschutztürme?

Artenschutztürme sind meist, nicht mehr genutzte Trafohäuser, die zum Rückzugsort für viele „Gebäude bewohnenden Tierarten“ umgebaut werden.
Vergleichen könnte man diese Türme mit unseren Hochhäusern. In jeder Etage gibt es Wohnungen für ein oder mehrere Bewohner.

Warum sind Artenschutztürme wichtig?

In Folge der Sesshaftwerdung der Menschen fanden viele Tierarten verbesserte Lebensbedingungen in den Siedlungen und passten ihr Verhalten in Laufe der Jahrhunderte an die neuen Bedingungen an. So nutzten sie über viele Jahrhunderte unsere Wohn-, Wirtschafts- und Kulturgebäude als Biotope und waren meist gern gesehenen Mitbewohner und Nachbarn, welche mit den Menschen unter einem Dach lebten.
Da sich die Gewohnheiten und Gepflogenheiten in den letzten 100 Jahren maßgeblich geändert haben und sich bei vielen Menschen ein falsch verstandener Ordnungssinn ausgebildet hat, zerstören wir oft aus Unwissen oder Gedankenlosigkeit die Lebensstätten dieser Geschöpfe.

Hausumbauten, Dachsanierungen und Wärmedämm-Maßnahmen zur Energieeinsparung vernichten jedes Jahr zigtausende Nistplätze, Brutstätten und Tagesverstecke von Gebäude bewohnenden Tierarten.
So entziehen wir diesen unbewusst oder bewusst ihre Lebensgrundlagen und verletzen damit zugleich ihr Existenzrecht.

Durch die Schaffung von Artenschutztürmen wird diesen, inzwischen oft schon bedrohten Tierarten, ein neuer Lebensraum zu Verfügung gestellt. So bieten Artenschutztürme vielen Tierarten einen Ort für die Aufzucht des Nachwuchses oder einfach nur Schlafplatz bei Tag oder Nacht.

Wer wohnt in den Artenschutztürmen?

Die Artenschutztürme beherbergen in den oberen Etagen viele bedrohte Tierarten, wie Fledermäuse, höhlen-, halbhöhlen- oder nischenbewohnende Vögel, aber auch viele Insektenarten. Im Keller- oder Erdgeschoss finden oft auch Amphibien und Reptilien einen neuen Lebensraum und Überwinterungsort.

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