Aktuelle Beiträge und Informationen zu regionaler und nationaler Naturschutzarbeit


Ornithologische Wanderung am Frießnitzer See am 4. Mai

Am Samstag, den 4. Mai 2019, ab 9 Uhr, lädt der Naturschutzbund NABU Gera-Greiz e. V. erneut zu seiner ornithologischen Führung in das Naturschutzgebiet „Frießnitzer See“ am Ortsausgang Frießnitz ein.

Treffpunkt ist der Aussichtsturm am Teich.

Fachkundig und mit einem Spektiv ausgerüstet, übernehmen Frau Kinast, Herr Jende und Herr Eckardt die Führung. Die Teilnehmer können viel Wissenswertes und Interessantes über das Schutzgebiet erfahren, welches ein vielfältiges Mosaik aus Wasserflächen, Verlandungszonen, Röhricht, Mähwiesen und Büffelweiden bildet. Mit etwas Glück werden neben den gemütlichen Wasserbüffeln auch seltene Vogelarten wie die Bekassine zu sehen sein – deshalb nicht das Fernglas vergessen.

Ein Unkostenbeitrag wird erhoben. Voranmeldung unter 0365 4208970 erwünscht; Adresse für Navi: 07570 Harth-Pöllnitz, Ortsteil Frießnitz


Katastrophale Abstimmung im EU-Agrarausschuss

Selbstbedienung der Agrarindustrie muss ein Ende haben

Intensive Landwirtschaft
Foto: Leo/fokus-natur.de

„Statt die Weichen für mehr Artenvielfalt und Umweltschutz in der Landwirtschaft zu stellen, fährt der EU-Agrarausschuss heute alle positiven Impulse gegen die Wand. Wir fordern den Neustart der GAP-Verhandlungen und die Neuordnung der Zuständigkeiten.

April 2019 Es war zu befürchten, dass die heutige Abstimmung im EU-Agrarausschuss nicht allzu positiv für Artenvielfalt und Umwelt ausfallen und der Agrarausschuss den Vorstoß des Umweltausschusses von vor wenigen Wochen verwässern würde. Doch mit ihren derart katastrophalen Entscheidungen hat die Mehrheit der Abgeordneten im Agrarausschuss klar gemacht: Sie wollen keine umweltverträgliche Landwirtschaft. Sie wollen wie seit Jahrzehnten weiter Subventionen an die Agrarindustrie verteilen.

Mit der heutigen Abstimmung ignorierten die meisten Ausschussmitglieder das alarmierende Insektensterben, die Kritik des Europäischen Rechnungshofs an den flächenbasierten Direktzahlungen sowie das Votum der EU-Bürger für mehr Umweltschutz in der Agrarpolitik. Die schwachen Versuche der EU-Kommission, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2021 in eine naturverträgliche Richtung zu lenken, sind damit vorerst gescheitert.

„Die Reformunwilligkeit des Agrarausschusses ist Wahnsinn. Wie viele Belege brauchen wir denn noch, dass die bisherige Agrarpolitik desaströs ist? Vögel verschwinden, Insekten sterben, Höfe machen dicht. Wissenschaftler drängen vehement auf eine Kehrtwende, die Bevölkerung ebenso. All das ignoriert der Agrarausschuss. Daher darf man ruhig mal fragen, in wessen Interesse dieses Gremium eigentlich agiert? In dem der kleinen und mittelständischen Landwirte, der Natur und der Steuerzahler sicherlich nicht!“

— Olaf Tschimpke, NABU-Präsident

NABU fordert Neustart der Verhandlungen nach der Europawahl

Um die Naturschutz- und Klimaziele einzuhalten, ist laut NABU ein grundlegend anderer Gesetzesvorschlag nach den EU-Wahlen notwendig. Dabei darf es nicht mehr primär um das Einkommen einer kleinen Gruppe von Empfängern innerhalb der Landwirtschaft gehen und um die Wahrung der Geschäftsinteressen der Pestizid- und Düngemittelindustrie, sondern um das Gemeinwohl.

Seit Jahrzehnten sind die Agrarressorts durchsetzt von Besitzstandswahrern. Ihr Zugriff auf den größten EU-Haushaltsposten muss daher erheblich beschnitten werden. Dieses System ist nur reparabel, wenn die Zuständigkeiten für diese weitreichenden Entscheidungen künftig in Hände gelegt werden, die sich dem Gemeinwohl mehr verpflichtet fühlen.

Das bedeutet, dass die EU-Agrarpolitik zukünftig auch von den Ressorts für Regionalentwicklung, Verbraucherschutz, Wettbewerb und Umwelt verhandelt werden muss.

Positiver Vorstoß des Umweltausschusses im Keim erstickt

Wichtige Impulse für den Übergang in eine naturverträgliche Politik hatte vor wenigen Wochen der Umweltausschuss aufgezeigt. Mitte Februar hatten die Mitglieder parteiübergreifend gefordert, ab 2021 deutlich stärker in den Schutz von Arten und Lebensräumen zu investieren. Sie empfehlen, von den derzeit 58 Milliarden Euro des EU-Agrarbudgets 15 Milliarden künftig gezielt in den Schutz der Natur fließen zu lassen. Diese Summe ist pro Jahr nach Schätzungen der Umweltverbände mindestens erforderlich, um das rasante Artensterben in Europa zu stoppen.

Doch statt diese erforderliche Summe zu bestätigen, rührte der Agrarausschuss heute weiter Beton an für die höchst ineffizienten Direktzahlungen. Sie machen derzeit mehr als 70 Prozent des Agrarhaushalts aus und fördern vor allem den Besitz von Fläche – egal ob auf darauf hochintensiv oder naturschonend gearbeitet wird. Darüber hinaus strichen die überwiegend konservativen und liberalen Mitglieder geltende Umweltstandards innerhalb der GAP schamlos, wie etwa die verpflichtenden produktionsfreien Flächen zur Förderung der Artenvielfalt. Nach den Plänen des Agrarausschusses soll damit künftig sogar noch weniger Geld für den Umweltschutz zur Verfügung stehen als bislang.

Agrarministerin Klöckner weiterhin taten- und ideenlos

Der NABU kritisiert, dass auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner keine Ambitionen zeigt, den dringend erforderlichen Kurswechsel anzugehen. Auch ein Jahr nach Amtsantritt hat sie noch immer keinen Vorschlag vorlegt, wie sie sich eine umweltverträgliche EU-Agrarpolitik vorstellt. Bis heute ignoriert sie zudem die Empfehlungen des Europäischen Rechnungshofs und die ihres eigenen wissenschaftlichen Beirats, die unmissverständlich ein Ende der Direktzahlungen fordern.“


Volltext und Qulle


Einladung zur NABU-Ideenwerkstatt

Werte Naturfreund-innen/e,

im Anhang des heutigen Sondernewsletters erhaltet Ihr die Einladung zur NABU Ideenwerkstatt in 07554 Gera Dorna.

Diese Veranstaltung findet am 09. März 2019 in der Zeit von 10:00 – 16:00 Uhr im Altes Pfarrhaus in Dorna statt und ist auf eine Teilnehmerzahl von 35 Personen begrenzt.

Wer sich an dieser Veranstaltung beteiligen möchte, meldet sich bitte beim NABU Thüringen an.

NABU Thüringen
Leutra 15, 07751 Jena
Tel.: 03641 605704
Lgs@NABU-Thueringen.de


Einladung


Spanien extensiv – eine fotografische Entdeckungsreise am 25. Januar 2019

Herzliche Einladung zum NABU-Vortrag mit Torsten Pröhl

Liebe Naturfreunde,

am Freitag, den 25.01.2019 findet um 18 Uhr im beheizten Gemeinderaum – direkt neben der St Petri Kirche in Dorna – der nächste Bildervortag, in Zusammenarbeit mit dem NABU Gera-Greiz, statt. Torsten Pröhl aus Kummer bei Schmölln nimmt Sie in seiner unterhaltsamen Art mit auf eine fotografische Entdeckungsreise durch Spanien.

Großtrappe (Otis tarda)
Foto: Torsten Pröhl/fokus-natur.de

Alte, über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaften gelten als wahre Hotspots der Artenvielfalt. Ein durch unterschiedliche Bewirtschaftungsformen entstandenes Mosaik höchst vielfältiger Lebensräume sowie die häufig extensive Nutzung, bieten einer großen Zahl von Tier- und Pflanzenarten geeignete Lebensbedingungen, von den Pyrenäen im Norden bis zur Südspitze bei Gibraltar. Vor allem Greifvögel leben in Spanien in einer für Europa außergewöhnlichen Arten- und Individuendichte. Neben Adlern und Geiern werden auch weitere Besonderheiten, wie Groß- und Zwergtrappen, aber auch die vielfältige Welt der Amphibien, Reptilien und viele seltene Pflanzenarten vorgestellt.

Wir freuen uns, Sie / euch zu diesem Vortrag einladen zu dürfen. Der Eintritt ist frei; um eine Spende für die Deckung der Nebenkosten wird gebeten; darüber hinaus zusammen kommende Gelder dienen dem Naturschutz vor Ort.

Es ist ratsam, das Auto im Ort abzustellen und die letzten Meter zu Fuß zu gehen (Adresse für Navigationsgerät: 07554 Gera Dorna, Nr. 2), insbesondere auch, wenn sich das Winterwetter der letzten Tage an diesem Abend wiederholen sollte!

Auf ein Wiedersehen freuen sich Mario und Annett Scholz vom NABU Kreisverband Gera-Greiz e.V.


Kontakt

NABU-Kreisverband
Gera-Greiz e.V.

c/o Ingo Eckardt
Franz-Philipp-Straße 9
07937 Zeulenroda-Triebes
vorstand@nabu-gera-greiz.de

Termine

Unsere Partner