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Aktuelles


Erfolgreiche Pflanzaktion im NABU-Objekt Dorna

10.04.2018

Am vergangenen Wochenende (7. + 8. April 2018) wurden bei schönstem Frühlingswetter im ehemaligen Pfarrgarten Dorna insgesamt 35 Büsche und drei Feldahornbäume gepflanzt. Insbesondere bei den Ahornen handelt es sich um Nachpflanzungen: durch jahrelangen Verbiss waren die Bäume derart geschädigt, dass Gewitterstürme bzw. Sturmtief „Frederike“ einen nach dem anderen viel zu schnell zu Fall brachten. Auch die Büsche sollen helfen, den optischen Kahlschlag schnell zu mildern Bei diesen handelt es sich um einheimische Sträucher, die zum einen als Bienenweide und Vogelschutz und zum anderen mit ihren Früchten Vögeln und anderen Tieren als Nahrungsquelle dienen sollen.

So wurden Kornelkirschen, Pfaffenhütchen, wolliger Schnellball und Salweiden gepflanzt, aber auch Heckenkirschen, Traubenholunder und Faulbaum waren dabei. Nebenher wurden aus den zerbrochenen Altbäumen Totholzhecken geschichtet und mit den Stammabschnitten Totholzhaufen angelegt: natürliche Lebensräume für Vögel, aber auch Käfer, Wildbienen und Zauneidechsen.

Acht freiwillige Helfer packten an diesem Wochenende tüchtig an – darunter 6 junge Leute – alle erst Anfang zwanzig. Das gemeinsame Werk kann sich sehen lassen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für diesen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz! Und über das erneute Hilfsangebot für das kommende Jahr waren die NABU-Aktiven vor Ort besonders erleichtert, denn ehrenamtliche Helfer zu finden, ist kein Kinderspiel!

Die Bäume und Sträucher wurden übrigens mit Spendengeldern finanziert, die anlässlich eines NABU-Vortrages, der im Winter im Dornaer Pfarrhaus stattfand, speziell für dieses Projekt gesammelt wurden – allen sei an dieser Stelle herzlichst gedankt.


Text: Mario und Annett Scholz, NABU Gera-Greiz e.V.


OTZ-Beitrag vom 12. April 2018

„Pflanzaktion in Dorna schafft Lebensraum“

„Pflanzaktion in Dorna schafft Lebensraum“


Zaunaufbau im verspäteten Winter

31.03.2018
Zaunaufbau

Zaunaufbau

Trotz des wenig frühlingshaften Wetters waren am 23. und 24. März NABU-Aktive aus Brahmenau, Caasen, Dorna (Stadt Gera), Hirschfeld und Ronneburg im Einsatz, um den bald 350 m langen Amphibienschutzzaun an der Kreisstraße 5 westlich von Hirschfeld aufzubauen.

Aufgrund des an manchen Stellen noch gefrorenen Bodens und der eher winterlichen Witterung sowie in Anbetracht der teilweisen Hanglage, des schweren Lößbodens und der Zaunlänge wieder ein Kraftakt, weshalb allen Helferm, ebenso auch dem festen Zaunbetreuerkreis an dieser Stelle herzlich gedankt werden soll!

Am 23. März flogen während des Zaunaufbaus ca. 30 Kraniche direkt über dieses Fleckchen Erde hinweg, was – ohne abergläubisch zu sein – als gutes Omen des nahenden Frühlings gesehen wurde.


Fotos: Reinhold Kochinka, NABU Gera-Greiz e.V.


Sonderheft „Natur erleben in Thüringen“

Sonderheft der TLUG-Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ erschienen
28.03.2018
Präsentation

Präsentation

Deckblatt

Deckblatt

Im Sonderheft „Natur erleben in Thüringen“ der Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ stellen wir Ihnen 20 besondere Naturerlebnisse in Thüringen vor. Im Beisein der Autoren wurde das Sonderheft am Freitag, den 16. März 2018 am sagenumwobenen Ensemble der Drei Gleichen, einem der im Heft vorgestellten Ausflugsziele, der Öffentlichkeit präsentiert. Dank der über dreißig beteiligten Autoren und der zahlreichen Fotografen ist das Blättern im Heft bereits ein Genuss und lädt zum Aufbruch in die Natur ein. Aber schauen Sie selbst. Kommen auch Sie mit uns auf Entdeckungstour zu den Kostbarkeiten der Thüringer Natur. Vom Gipskarst im Südharz bis zu den erloschenen Vulkanen der Rhön, vom reizvollen Werratal in Westthüringen bis zu den Feuchtgebieten des thüringischen Vogtlandes beschreibt das Heft ausgewählte Naturschätze in allen Regionen Thüringens. Diese Kostbarkeiten bieten für Jung und Alt verschiedenartigste Eindrücke von unberührter Waldwildnis über gepflegte Kulturlandschaft bis zu herausragenden Naturbesonderheiten. Die doppelseitige Übersichtskarte inspiriert, alt Bekanntes aber auch Neues zu entdecken. Die Einzelbeiträge über jedes der 20 Naturerlebnisse mit ihren Wandervorschlägen und Fotoseiten regen an, die Wanderschuhe und den Rucksack zu schnüren und aufzubrechen. Erleben Sie die spektakuläre Kranichrast am drittgrößten Binnenrastplatz für Kraniche in Deutschland und erfahren dabei viel Wissenswertes über diesen Vogel mit der trompetenden Stimme. Floristische Kleinode finden Sie z. B. in der Orchideen- und Blütenregion um Jena und gelb leuchtende Arnika-Wiesen bei Friedrichshöhe, knorrige Buchen sind im Biosphärenreservat „Rhön“ und die Baumkronen im Nationalpark „Hainich“ zu entdecken.

Zur genussvollen Erschließung der Naturerlebnisse gibt es Detailinformationen zu günstigen Ausgangspunkten, Länge und Schwierigkeitsgrad der Wanderungen und Exkursionen, zu Beobachtungsplattformen, interessanten Lehrpfaden und Erläuterungstafeln. Wer sich weiter über die jeweilige Region oder ähnliche Naturerlebnisse in anderen Regionen Thüringens informieren möchte, findet eine Vielzahl an ergänzenden Informationen, etwa zu Besucherinformationszentren, Museen und wichtigen Internetadressen.

Die Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ erscheint mit vier Heften jährlich und ist im Jahresabonnement für den günstigen Betrag von 13 € (inkl. Versand) oder in Einzelheften zu beziehen.

Bestellmöglichkeiten und weitere Informationen unter:
www.tlug-jena.de/de/tlug/presse_und_service/publikationen/lnt/


Inhaltsverzeichnis der Ausgabe
Leseprobe


Vögel stehen auf heimische Pflanzen

OTZ-Beitrag vom 16. März 2018
21.03.2018

„Greiz. Der Frühling naht und in den Werbeblättern werden die verschiedensten Pflanzen und Samen angepriesen. Aber – Hand aufs Herz – wer denkt an die Wildvögel in der Nachbarschaft? Wenn Spatz, Meise und Co. mitbestimmen dürften, hätten sie eine klare Meinung. Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises hin. Bei den Wildtieren stehen nämlich heimische Pflanzen ganz hoch im Kurs, denn sie haben einen entscheidenden Vorteil, sie sind seit Jahrhunderten Bestandteil der hiesigen Nahrungsnetze. Von Hundsrose, Hainbuche und Holunder leben zahllose Insekten, die wiederum Nahrung für Vögel sind. Die Jungvögel vieler Arten sind zwingend auf Insekten als Babynahrung angewiesen. Nahrungsmangel ist ein Grund, warum Allerweltsarten wie Star oder Spatz weniger werden.

Liste von Gehölzen im Landratsamt erhältlich

Wer den Vögeln etwas Gutes tun möchte, sollte also heimische Sträucher und Bäume pflanzen. Für Hecken eignen sich zum Beispiel Hainbuche und Liguster. Blütenfülle und reichlich Früchte bieten Hundsrose, Schlehe und Weißdorn. Letzteren gibt es auch als dekorativen, kleinkronigen Laubbaum. Selbst bei Bodendeckern gibt es heimische Alternativen. Wer das Kleine Immergrün pflanzt, wird mit wundschönen blau-violetten Blüten belohnt, und Efeu wächst auch in der Horizontalen.

Eine Liste aller im Landkreis Greiz heimischen Gehölze ist bei der Unteren Naturschutzbehörde erhältlich unter Telefon (03661) 87 66 06, E-Mail julia.hoefer@landkreis-greiz.de, Fax (03661) 87 62 22.“

OTZ / 16.03.18


Text- und Bildquelle

OTZ-Beitrag vom 16. März 2018: Vögel stehen auf heimische Pflanzen


Giftanschlag auf Thüringer Wanderfalken – 6 Falken mit „Kamikazetauben“ getötet

Polizei ermittelt – 5.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt
07.03.2018
Wanderfalke (<i>Falco peregrinus</i>)<br>Foto: C. Weinrichs

Wanderfalke (Falco peregrinus)
Foto: C. Weinrichs

Komitee gegen den Vogelmord e.V. – Pressemitteilung
1. März 2018

Eichsfeld/Thüringen. Unbekannte Täter haben im Nordwesten Thüringens mehrere streng geschützte Wanderfalken mit einem hochgefährlichen Insektizid vergiftet. Laut Komitee gegen den Vogelmord muss von mindestens sechs Giftopfern ausgegangen werden. Tatort ist die Autobahnbrücke der A38 bei Bodenrode, wo die seltenen Greifvögel seit Jahren in einem Nistkasten brüten. Schon im März 2016 wurde dort der erste tote Wanderfalke – ein Weibchen - von einem Horstbetreuer des Thüringer Arbeitskreises Wanderfalkenschutz gefunden. Weil der Vogel keine äußeren Verletzungen aufwies und offenbar kurz vor seinem Tod von einer Taube gefressen hatte, wurde er zur Untersuchung der Todesursache an das Berliner Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) geschickt. Nach einigen Wochen stand das Ergebnis fest und bestätigte den Anfangsverdacht – der Wanderfalke wurde mit einem verbotenen Pflanzenschutzmittel vergiftet und die Taube diente als Köder. Das Komitee erstattete daraufhin Strafanzeige wegen Tierquälerei und Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Weil kein Täter ermittelt werden konnte, stellte die Staatsanwaltschaft Mühlhausen das Verfahren jedoch Mitte März 2017 ein.

Ende März 2017 wurde erneut ein toter Wanderfalke unter der Brücke gefunden. Auch hier ergab die Untersuchung des Kadavers, dass das Tier einem Giftanschlag zum Opfer fiel. Wie bereits im Vorjahr erstattete das Komitee bei der Polizeiinspektion Eichsfeld Anzeige gegen Unbekannt, was zur Einleitung eines weiteren Ermittlungsverfahrens führte. Trotz der Verluste der zwei Weibchen brütete ab April 2017 wieder ein Wanderfalkenpaar an der Brücke und zog Jungvögel auf. Kurz vor dem Flüggewerden im Juni stellte der zuständige Horstbetreuer jedoch fest, dass beide Altvögel verschwunden waren und mindestens ein Jungvogel tot im Nest lag. Beamte der vom Komitee verständigten Kriminalpolizei Eichsfeld verschafften sich daraufhin Zugang zum Brutplatz, wo sie zwei Jungvögel und die beiden Elterntiere tot vorfanden. Auch hier wurde neben den toten Falken eine frischtote Zuchttaube gefunden. Sowohl an der Taube als auch in den vier toten Falken wurden später hohe Dosen Gift nachgewiesen. Dabei handelte es sich um den gleichen Wirkstoff, der auch bei den beiden anderen Fällen nachgewiesen worden war.

Einer der sechs in Bodenrode nachweislich vergifteten Falken<br>Foto: P. Wegner

Einer der sechs in Bodenrode nachweislich vergifteten Falken
Foto: P. Wegner

Und weiter: Eine vor kurzem durchgeführte Anfrage bei der Vogelwarte Hiddensee ergab, dass im März 2016 ein als Jungvogel in Baden-Württemberg beringter Wanderfalke nur drei Kilometer von der Bodenrodener Autobahnbrücke entfernt tot aufgefunden wurde. „Das Tier wurde leider nie untersucht, aber auch hier weisen die Fundumstände auf Gift als Todesursache hin“, so Diana Gevers, Projektleiterin der vom Bundesumweltministerium finanzierten „Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität“ (E.D.G.A.R.). Wanderfalken jagen ihre Beute in der Regel im Flug und ernähren sich im Gegensatz zu anderen Greifvögeln nicht von Aas. Aufgrund der Fundumstände sind sich Vogelschützer und Polizisten sicher, dass die Täter in Bodenrode sogenannte „Kamikazetauben“ verwendet haben. Dabei handelt es sich um lebende Vögel, deren Gefieder mit Gift präpariert wird und die anschließend in der Nähe der Falken freigelassen werden. Ähnliche Fälle sind bereits aus anderen Bundesländern bekannt. „Bei den Tätern handelt es sich in der Regel um Taubenzüchter, die Wanderfalken als „Taubenkiller“ betrachten und sie deshalb loswerden möchte.“, so Diana Gevers.

Das Nachstellen und Vergiften von Greifvögeln sind nach den Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes (§44 in Verbindung mit §71) und dem Tierschutzgesetz (§17) Straftaten, die mit hohen Geldstrafen oder einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden können. Trotz dieses hohen Strafrahmens werden jedoch überall in Deutschland immer wieder Greifvögel Opfer illegaler Verfolgungen. Speziell Wanderfalken gehörten jahrelang zu den Sorgenkindern des Artenschutzes und waren in den 1970er Jahren in weiten Teilen Deutschlands ausgestorben. Durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Wanderfalkenschützer gelang es, diesem bemerkenswerten Vogel auch in Thüringen wieder zum Aufwind zu verhelfen. Bei einer landesweiten Erfassung im Jahr 2010 wurden etwa 40 Paare ermittelt. "Ein solche Vergiftungsserie mit mindestens 6 Opfern ist ein Schlag für die lokale Population und macht die Schutzbemühungen vieler Jahre zunichte", bedauert Komiteesprecher und Biologe Axel Hirschfeld.

Das Komitee gegen den Vogelmord bittet die Bevölkerung im Landkreis Eichsfeld deshalb um Mithilfe und lobt für Hinweise, die zur Ermittlung der oder des Täters führen, eine Belohnung von 5.000 Euro aus. Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten, sich mit dem Komitee unter Tel. 0228 – 66 55 21 in Verbindung zu setzen.

V.i.S.d.P. und Kontakt für Rückfragen: Axel Hirschfeld, Pressesprecher, Telefon: 0228- 66 55 210 oder 0179 - 480 38 05 oder Email an axel.hirschfeld@komitee.de
Weitere Informationen zum Thema illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland und zum Projekt E.D.G.A.R. gibt es hier: www.greifvogelverfolgung.de


Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
An der Ziegelei 8, D-53127 Bonn
Email: info@komitee.de


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NABU-Kreisverband Gera-Greiz e.V.
c/o Ingo Eckardt
Franz-Philipp-Straße 9
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Tel.: 03 66 28 / 83 24 4
Mobil: 0175 / 779 158 8
E-Mail: vorstand@nabu-gera-greiz.de



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