Aktuelle Beiträge und Informationen zu regionaler und nationaler Naturschutzarbeit


Spanien extensiv – eine fotografische Entdeckungsreise am 25. Januar 2019

Herzliche Einladung zum NABU-Vortrag mit Torsten Pröhl

Liebe Naturfreunde,

am Freitag, den 25.01.2019 findet um 18 Uhr im beheizten Gemeinderaum – direkt neben der St Petri Kirche in Dorna – der nächste Bildervortag, in Zusammenarbeit mit dem NABU Gera-Greiz, statt. Torsten Pröhl aus Kummer bei Schmölln nimmt Sie in seiner unterhaltsamen Art mit auf eine fotografische Entdeckungsreise durch Spanien.

Großtrappe (Otis tarda)
Foto: Torsten Pröhl/fokus-natur.de

Alte, über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaften gelten als wahre Hotspots der Artenvielfalt. Ein durch unterschiedliche Bewirtschaftungsformen entstandenes Mosaik höchst vielfältiger Lebensräume sowie die häufig extensive Nutzung, bieten einer großen Zahl von Tier- und Pflanzenarten geeignete Lebensbedingungen, von den Pyrenäen im Norden bis zur Südspitze bei Gibraltar. Vor allem Greifvögel leben in Spanien in einer für Europa außergewöhnlichen Arten- und Individuendichte. Neben Adlern und Geiern werden auch weitere Besonderheiten, wie Groß- und Zwergtrappen, aber auch die vielfältige Welt der Amphibien, Reptilien und viele seltene Pflanzenarten vorgestellt.

Wir freuen uns, Sie / euch zu diesem Vortrag einladen zu dürfen. Der Eintritt ist frei; um eine Spende für die Deckung der Nebenkosten wird gebeten; darüber hinaus zusammen kommende Gelder dienen dem Naturschutz vor Ort.

Es ist ratsam, das Auto im Ort abzustellen und die letzten Meter zu Fuß zu gehen (Adresse für Navigationsgerät: 07554 Gera Dorna, Nr. 2), insbesondere auch, wenn sich das Winterwetter der letzten Tage an diesem Abend wiederholen sollte!

Auf ein Wiedersehen freuen sich Mario und Annett Scholz vom NABU Kreisverband Gera-Greiz e.V.


Veröffentlichungen zum Artenschutzturm Bad Köstritz

Aktuelle Informationen zum Projekt Artenschutzturm an der Elster

Der NABU Gera-Greiz e.V. startete am 22.10.2018 das Projekt: Umgestaltung des alten Trafohauses in der Flur Pohlitz an der Elster in Bad Köstritz zu einem Artenschutzturm für Vögel, Fledermäuse und Insekten

Der NABU Gera-Greiz möchte ein altes Gebäude sinnvoll nutzen und damit seinen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten und zugleich aufzeigen, wie unseren Tieren durch Anbringen von Nistkästen eine sichere Heimstatt geboten werden kann.

Nach nur 6 Wochen Umbauzeit sind am 30.11.2018 die Hüllen am neuen Artenschutzturm gefallen. Die meisten und wichtigsten Arbeiten sind geschafft. Für Fledermäuse, Vögel und Insekten sind Nistplätze, Brutstätten und Tagesverstecke errichtet worden. So wurden zum Beispiel 40 doppelte Mehlschwalbennester, 24 Dohlenkästen, 24 Fledermauskästen, vier Nischenbrüterkästen und für Stare und Singvögel 24 Nistkästen an der Außenfassade installiert und zahlreiche Sitzmöglichkeiten geschaffen.

Während der gesamten Umbauzeit haben wir eine große Resonanz aus der Bevölkerung erfahren. Vorbeikommende haben interessiert nachgefragt und auch Vorschläge unterbreitet oder zum Beispiel Absperrband zur Verfügung gestellt. Das alles hat uns sehr motiviert. Insgesamt bis zu 15 ehrenamtliche Helfer haben zum Gelingen des Projektes aktiv beigetragen. Es wurden Eisenteile abgebaut, geflext, gestemmt, gebohrt, gehämmert. Mindestens 400 Stunden sind da zusammengekommen. Auch an den Wochenenden wurden Einsätze geleistet.
Ohne diese engagierten und tatkräftigen Helfer hätten wir das nicht geschafft. Die Firmen Dachdeckerservice Stefan Kowollik und Roggemann Baudienstleistungen aus Greiz haben das Gerüst gestellt, das Dach errichtet bzw. die Maurer- und Putzarbeiten getätigt. Hier funktionierte die Zusammenarbeit mit den Organisatoren des NABU Gera-Greiz, den Helfern und den Handwerkern ausgezeichnet. Die Handwerker hatten immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen und Sonderwünsche und haben uns mit guten Ratschlägen unterstützt und Herrn Kowollik hat auch noch eine Eisentür kostenfrei zur Verfügung gestellt und eingebaut.

Den Helfern und den Handwerkern sagen wir vielen, vielen Dank.

Finanziert wurde das Projekt zu 85 % durch das Thüringer Landesverwaltungsamt im Rahmen des NALAP-Programms. Den verbleibenden Teil können wir zum größten Teil durch Spenden abdecken und den Rest übernimmt der NABU Gera-Greiz.
Die geleisteten und zugesagten Spenden betragen derzeit knapp 3.000,00 €. 25 Privatpersonen, das Chemiewerk Bad Köstritz und die Köstritzer Schwarzbierbrauerei haben damit so zu sagen einen Großteil der Nistkästen und Unterschlüpfe für Vögel und Fledermäuse durch ihre Spende finanziert.

Die Vielzahl der Spender zeigt uns, dass ein großes Interesse an unserem Projekt besteht und dass offensichtlich viele Menschen das fortschreitende Artensterben wahrnehmen und etwas dagegen tun wollen. Wir haben uns über die Spenden sehr gefreut und möchten uns ganz herzlich bei jeden der Spender bedanken. Unser Dank gilt auch der Firma SBH Südost aus Gera. Unter der Leitung von Herrn Fischer wurden Nistgelegenheiten für die Schleiereule, für Fledermäuse und den Steinkauz hergestellt und uns für den Artenschutzturm übergeben.
Und nicht zuletzt danken wir auch den Pächtern der anliegenden Grundstücke für ihr Verständnis und ihr Entgegenkommen, was uns einen reibungslosen Ablauf der Umgestaltungsmaßnahmen ermöglichte. Auch den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Bad Köstritz und der TLUG Jena sind wir für manch guten Hinweis, für ihr Verständnis und ihre Bemühungen dankbar.

Ganz ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Im Inneren des Turmes sind noch Maurer- und Aufräumarbeiten notwendig. Auch sollen noch Nistkästen, Rauchschwalbennester und Fledermauskästen angebracht werden. Im Außenbereich ist noch etwas Ordnung zu machen und ein paar Farbtupfer soll der Turm auch noch erhalten. Dies passiert in den nächsten Monaten, je nach Wetterlage. Insgesamt bleibt das wohl Spannendste: Beobachten, ob da jemand und wer da wohl einziehen wird.

Gerne können uns Interessierte von ihren Beobachtungen berichten und über unsere Internetseiten www.nabu-gera-greiz.de oder www.natuerlich-vogtland.de Kontakt aufnehmen.

Der NABU Gera-Greiz hat auch schon ein neues Trafohaus im Visier und ist immer interessiert an neuen aktiven Mitstreitern. Wir wünschen allen seinen Förderern und Unterstützern, allen Naturinteressierten und ihren Familien ein gutes neues Jahr und viele tolle Naturbeobachtungen.


Ein Manifest der Nabu-Arbeit in Gera

Artikel aus der OTZ vom 27. Dezember

Das große Warten darauf, dass bald Bewohner einziehen: Der Artenschutzturm bei Bad Köstritz ist fertig

Die engagierten Mitglieder das Nabu Gera-Greiz, die sich für den Artenschutzturm eingesetzt haben von links: Kurt Kühn, Konrad Schmeißer, Kerstin Schmeißer, Knut Kahnt, Thomas Pandorf. Foto: Julia Löffler

Bad Köstritz. Auf einem Feld bei Bad Köstritz, zwischen der Bundesstraße 7 und der Weißen Elster steht er, der neue Artenschutzturm. Er wurde durch den Verein Nabu Gera-Greiz möglich. Der weiße Putz strahlt im Tageslicht, so dass man als Fußgänger oder Autofahrer fast unumgänglich auf den Turm schauen muss.

Nach nur sechs Wochen Umbauzeit ist der Turm nun fast fertig. Die wichtigsten Arbeiten sind erledigt. Dank vieler Spender und Fördermittel des Thüringer Landesverwaltungsamts konnte das Projekt realisiert werden. Der Nabu hatte die Nutzungsrechte für das ehemalige Trafohäuschen schon lange. Doch niemand nahm das Projekt in die Hand. Das änderte sich dieses Jahr, als Konrad und Kerstin Schmeißer aus Gera bemerkten, dass es in der Region keinen Artenschutzturm gab. Das Ehepaar liebt es, Vögel zu beobachten, sei es im eigenen Garten oder auf Reisen und Ausflügen. Also nahmen sie sich der Sache an, sammelten Spenden, suchten Handwerker, organisierten den Ablauf.

Binnen kurzer Zeit erledigten Dachdecker Stefan Kowollik und Maurer Silvio Roggemann die nötigen Arbeiten. Bis zu 15 Ehrenamtliche halfen in ihrer Freizeit. Es wurden Eisenteile abgebaut, geflext, gestemmt, gebohrt und gehämmert. Mindestens 400 Arbeitsstunden seien da zusammengekommen, weiß Kerstin Schmeißer zu berichten.

Nun ist das Gebäude bereit zum Einzug vieler Vögel, Insekten und Fledermäuse. 40 dop­pelte Mehrschwalbennester, 24 Dohlenkästen, 24 Fledermauskästen, vier Nischenbrüterkästen und 24 Nistkästen für Stare und Singvögel stehen für zukünftige Bewohner bereit.

Schon während der Bauarbeiten hätten sie viele Menschen auf den Turm angesprochen, gefragt, was dort entstehe, berichtet Kerstin Schmeißer. Sie freut sich über das Interesse. Neben dem Artenschutz an sich, verfolge man eben auch die Intention, mit dem Turm Aufmerksamkeit für den Naturschutz und den Naturschutzbund zu generieren. Und natürlich könne man dort auch die heimischen Vögel beobachten. Für die Zukunft träumen die Nabu-Mitglieder davon, Kameras im und am Turm anzubringen, so dass man dessen Bewohner beobachten kann, zum Beispiel beim Schlüpfen des Nachwuchses.

Konrad Schmeißer kann diesbezüglich berichten, dass schon einige Kohlmeisen über den Turm geflogen seien. Das könnten erste Erkundungsflüge sein, hoffen die Vereinsmitglieder. Genaueres zu möglichen Bewohnern könne man aber erst ab dem kommenden Frühjahr sagen.

Dann auch, wenn die Witterung wieder besser ist, sollen die restlichen Arbeiten erledigt werden. Im Inneren des Turms sind noch Maurer- und Aufräumarbeiten notwendig. Einige Nistkästen und Rauchschwalbennester werden noch angebracht. Und die Fassade des Turms soll Farbe bekommen. Fest stehe aber noch nicht, sagt Kerstin Schmeißer, ob die Fassade einen Komplettanstrich erhalten oder mit einer Gestaltung versehen werde, beispielsweise von einem Graffitikünstler.

Die Mitglieder des Nabu Gera-Greiz sind stolz auf das mit den Spendern, Handwerkern und Unterstützern Erreichte. „Das ist das erste Manifest der Nabu-Arbeit im Raum Gera“, stellt Vereinsmitglied Knut Kahnt fest.

Im Blick haben die Nabu-Mitglieder übrigens schon ein neues Projekt. Wieder soll aus einem Trafohaus ein Artenschutzturm werden. Wo, wird aber noch nicht verraten. “

Julia Löffler / 27.12.18


Text- und Bildquelle

OTZ-Artikel vom 27. Dezember 2018: Ein Manifest der Nabu-Arbeit in Gera


Einen guten Rutsch ins Jahr 2018! 🎆

Der NABU Gera-Greiz e.V. wünscht Ihnen entspannte Festtage!

Liebe Mitglieder, Naturschützer und Besucher,

wir hoffen, dass ein erfolgreiches Jahr hinter Ihnen liegt und Sie die Weihnachtsfeiertage für eine entspannte Auszeit nutzen konnten. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen guten Start ins neue Jahr! 🎆

Wir bedanken uns für jede Unterstützung, die uns in finanzieller und tatkräftiger Natur zugute kam. Auch 2018 werden wir uns wieder regionalen Naturschutzherausforderungen stellen und Aktionen für den Schutz der Heimatnatur starten. Wir freuen uns, dass Sie uns auf diesem Weg begleiten!

Viele Grüße sendet Ihnen
NABU Gera-Greiz e.V.


Kontakt

NABU-Kreisverband
Gera-Greiz e.V.

c/o Ingo Eckardt
Franz-Philipp-Straße 9
07937 Zeulenroda-Triebes
vorstand@nabu-gera-greiz.de

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