Aktuelle Beiträge und Informationen zu regionaler und nationaler Naturschutzarbeit


Aktuell abgesagte Veranstaltungen

Update 20. März 2020

Auf Empfehlungen des NABU Bundesverbandes und auf Grund der Ausnahmeregelungen des Landes Thüringen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie, fallen geplante Veranstaltungen aus, oder werden verschoben.

Um welche Veranstaltungen es sich handelt, findet Ihr hier:

  • alle öffentlichen Veranstaltungen der Bundesgeschäftsstelle, die bis einschließlich 30. April geplant sind, finden nicht statt.
  • Die Landesvertreterversammlung am 28. März 2020 in Erfurt, diese wird an einem späteren Zeitpunkt staatfinden.
  • Insekten-Workshp: „What the bug?“ - NAJU-Thüringen am 04. April 2020, dieser wurde auf den 20. Juni 2020 verschoben.
  • Wildes Vogtland am 14. April 2020, fällt aus.
  • "NABU Stammtisch" Greiz-Pohlitz 17. April 2020, fällt aus.
  • Frühjahrsputz zum Saisonstart der NABU Naturschutz-Info Waldhaus 25. April 2020, fällt aus.
  • Die geplante Regionalkonferenz des Bundesverbandes am 25. April 2020 in Erfurt, fällt aus.
  • Eröffnung 2020 der Naturschutzinformation Waldhaus am 1. Mai 2020 in Erfurt, fällt aus.

Nist- und Fledermauskastenaktion in Gera-Liebschwitz

Nistkastencollage © Foto: Gabriele Helmholz

Nistkastencollage [Starenkasten / Meisenkasten]
© Fotos: Gabriele Helmholz

In der letzten NABU-Vorstandssitzung am 03.02.2020 wurde von einem NABU-Mitglied aus Gera-Liebschwitz und einem Vertreter vom Naturkundemuseum Gera angefragt, ob Nistkästen durch die Stiftung Bildung & Handwerk Gera (SBH-Gera) für den im vergangenen Jahr vom Schwammspinner heimgesuchten Stadtteil Gera-Liebschwitz bereitgestellt werden können.
Hintergrund ist die auch durch behördliche Untersuchungen des Waldgebietes gestützte Befürchtung der Bürger*innen, dass sich die Raupeninvasion vom vorigen Jahr auch dieses Jahr wiederholen könnte.
Ein Teil der Einwohner*innen möchte durch Aufhängen von Nistkästen für Singvögel und Kästen für Fledermäuse versuchen, die Schwammspinner einzudämmen. Singvögel und Fledermäuse sind die natürlichen Feinde des Schwammspinners. Deren Ansiedlung soll mit dieser Aktion unterstützt werden.
Insgesamt wurden den Interessierten ca. 45 Nist- und Fledermauskästen zur Verfügung gestellt. Für eine Beratung zum fachgerechten Anbringen der Kästen und eine spätere Bestandskontrolle konnte der NABU-Fledermausexperte aus Großenstein gewonnen werden.


Bei einem ersten Einsatz von Bürger*innen des betroffenen Ortsteiles und weiteren freiwilligen Helfern wurden am Sonnabend den 1. Februar 2020 viele der Eigelege des Schwammspinners im Waldgebiet Gera-Liebschwitz entfernt. Es beteiligten sich etwa 500 Helfer.
Eine weitere Aktion zur Beseitigung der Eigelege des Schwammspinners ist laut Geraer Umweltamtsleiter Konrad Nickschick am 21. März 2020 für den Bereich Zoitzberg geplant.


Schwammspinner [Lymantria dispar]

Schwammspinner [Lymantria dispar] © Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Schwammspinner [Lymantria dispar]
© Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Bei dem Schwammspinner (Lymantria dispar) handelt es sich um einen Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).
Ein Weibchen legt seine 300 bis 500 Eier (auch über 700) in große bräunliche, aus Schleim und Afterwolle bestehende Schwämme (sog. Eispiegel oder Eischwämme).

Schwammspinner [Lymantria dispar] © Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Schwammspinner [Lymantria dispar]
© Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Durch die Haare, die vom Körper des Weibchens stammen, sind die Eier vor Kälte geschützt und vor Räubern verborgen. Diese kittet sie an Baumstämme und an Zäune. Durch das schwammartige Aussehen des Geleges hat der Schwammspinner seinen Namen erhalten.

Schwammspinnerraupe [Lymantria dispar] © Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Schwammspinnerraupe [Lymantria dispar]
© Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Die Raupen befallen neben Obstbäumen vor allem Eichen und Hainbuchen stark. Bei Massenbefall sind Bäume teilweise völlig entlaubt, treiben aber meist wieder aus, wenn die Raupen Ende Juni den Fraß einstellen.
Die natürlichen Feinde des Schwammspinners sind Brackwespen, Raupenfliegen, Große Puppenräuber, Baumwanzen, Ameisen, Weichkäfer, Eidechsen, Vögel oder Mäuse.

Schwammspinnerraupe [Lymantria dispar] © Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Schwammspinnerraupe [Lymantria dispar]
© Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Natürliche Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder Pilze können ebenfalls für eine natürlich Regulation sorgen. Zur Biologischen Bekämpfung werden die Fressfeinde Brackwespen und Raupenfliegen genutzte.
Beim Einsatz chemischer Vernichtungsmittel gegen den Schwammspinner werden auch viele der natürlichen Feinde mit vernichtet.


Flyer mit Informationen zum Schwammspinner vom ThüringenForst


Werde laut für mich!

Neuen Agrarpolitik jetzt!

Gib mir deine Stimme für die Artenvielfalt in Europa!

Deine Stimme für die Artenvielfalt in Europa!Werde laut für mich

Der Kiebitz verschwindet aus Europas Agrarlandschaft. Die industrielle Landwirtschaft mit intensiv genutztem Grünland und dichten Getreidefeldern lässt dem markanten Vogel kaum mehr Platz und Nahrung. Die EU muss jetzt handeln – mit einer neuen Agrarpolitik, die den Naturschutz in den Mittelpunkt stellt. Das Europa-Parlament wird dazu in den kommenden Monaten abstimmen. Schick deshalb jetzt eine Sprachnachricht für Kiebitz & Co. an deine EU-Abgeordneten. Das Mikro in deinem Smartphone oder Tablet reicht dafür aus.

Der Bestand an Kiebitzen geht in Europa seit Jahrzehnten zurück, in Deutschland sogar um über 90 Prozent seit 1980. Die intensive Landwirtschaft beseitigt Feuchtwiesen, seinen bevorzugten Lebensraum. Die frühe Mahd auf inteniv genutzten Wiesen zerstört Nester und tötet die Jungvögel. Auf Ackerflächen kann der Kiebitz nicht ausweichen, da Getreide zu dicht gesät ist und auch Maisfelder keine Nahrung und Rückzugsräume bieten.

Es ist dringend Zeit zu handeln, wenn wir Kiebitz, Feldhase, Erdhummel und Co. retten wollen. Gib ihnen deine Stimme mit einer Sprachnachricht an die Abgeordneten des EU-Parlaments. Die EU muss endlich handeln und die Weichen stellen hin zu einer naturverträglichen Landwirtschaft. Es ist wichtig, dass wir jetzt laut werden, denn das Europa-Parlament wird dazu in den kommenden Monaten zur künftigten Agrarpolitik abstimmen.


Deine Stimme für die Artenvielfalt in Europa!Werde laut für mich

Feldhase [lepus europaeus] © Christoph Bosch / NABU

Der Feldhase verschwindet aus Europas Agrarlandschaft. Die intensive Landwirtschaft mit ihren ausgeräumten Landschaften bietet Meister Lampe kaum mehr Platz und Nahrung. Die EU muss jetzt handeln – mit einer neuen Agrarpolitik, die den Schutz der Artenvielfalt in den Mittelpunkt stellt. Das Europa-Parlament wird dazu in den kommenden Monaten abstimmen. Schick deshalb jetzt eine Sprachnachricht an deine EU-Abgeordneten.

Der Bestand des Feldhasen geht in Europa seit Jahrzehnten zurück, in Deutschland steht er als gefährdete Art auf der Roten Liste. Besonders die industrielle Landwirtschaft macht ihm zu schaffen: In einer immer intensiver genutzten Agrarlandschaft findet er kaum noch Verstecke vor Fressfeinden und für die Aufzucht seiner Jungen. Auch seine Nahrungsgrundlage aus Wildkräutern, Gräsern und Blüten geht durch den Einsatz von Pestiziden und Düngern stark zurück.

Es ist dringend Zeit zu handeln, wenn wir Feldhase, Rebhuhn und Co. retten wollen. Gib ihnen deine Stimme mit einer Sprachnachricht an die Abgeordneten des EU-Parlaments. Die EU muss jetzt handeln – mit einer neuen Agrarpolitik, die den Schutz der Artenvielfalt in den Mittelpunkt stellt. Es ist wichtig, dass wir jetzt laut werden, denn das Europa-Parlament wird dazu in den kommenden Monaten abstimmen.

Unsere Forderungen für eine naturverträgliche Landwirtschaft in der EU:

  • Space for Nature: Mehr Platz für Feldhasen, Vögel und Insekten – mindestens 10 Prozent der Betriebsfläche für die Artenvielfalt
  • Money for Nature: Naturschutzleistungen von Europas Landwirt*innen belohnen – mit 15 Milliarden Euro pro Jahr.
  • Change for Nature: Umbau statt Stillstand in der Landwirtschaft fördern – umweltschädigende Subventionen beenden

Mehr zu den Forderungen des NABU und seiner europäischen Partner kannst du hier lesen.

> Jetzt Mitmachen!


Im Reich der Büffel

ein halbstündiger Heimatfilm über das Naturschutzgebiet „Frießnitzer See - Struht“

Das Filmteam „RexVision-Filmproduktion“ war zwei Jahre mit aktiven des NABU Kreisverbandes Gera-Greiz e.V. unterwegs, um diese spannende Dokumentation zu einem, bis vor ein paar Jahren weithin unbekannten, Naturkleinod im Landkreis Greiz zusammen zu stellen.
Sein Status als Naturschutzgebiet des Landes Thüringen ist erheblich dem, leider viel zu früh verstorbenen, Frießnitzer Hans- Günter Baum zu verdanken. Er setzte sich nach der Wende maßgeblich für die Unterschutzstellung des Gebietes ein.
Im Jahr 2012 erwarb dann die NABU Stiftung Nationales Naturerbe den Frießnitzer See mit den zugehörigen Feuchtwiesen und den Birkhausener Teich mit dem Erlenbruchsumpf. Damit begann die heutige Erfolgsgeschichte des Natur-, FFH - und Europäischen Vogelschutzgebietes.
In den verschiedenen Kapiteln enthält der Film viel Wissen über die Geschichte, Geologie, die frühere und heutige Nutzung, die Naturausstattung und die Aktivtäten zur Biotopverbesserung der letzten Jahre. In wunderschönen Bildern nimmt er den Zuschauer mit auf eine Reise durch das Gebiet, von der Luft bis in die Tiefen des Sees.
Verschiedene Akteure aus Naturschutz und Landwirtschaft kommen darin zu Wort.
Abgerundet wird der Film durch die Darstellung der touristischen Angebote, wie den Brehm- und Naturlehrpfad, Aussichtsturm oder die jeweils m Mai, durch den NABU angebotene, ornithologische Wanderung im Bereich des Frießnitzer Sees.

Wer sich mit dem Film einmal in das Naturschutzgebiete „Frießnitzer See – Struth“ mitnehmen lassen möchte, kann die DVD für 7,00 € entweder beim NABU Kreisverband Gera-Greiz e.V. per E-Mail vorstand@nabu-gera-greiz.de bestellen, bei Postversand, zuzüglich Versandkosten.

Oder an diesen Stellen vor Ort erwerben:
• Buchhandlung „Bücherwurm Greiz“
• Touristinformation Greiz
• Touristinformation Weida
• Touristinformation Zeulenroda
• Naturkundemuseum Gera
• Heimatverein Großebersdorf

Weitere sind im Aufbau.


Kontakt

NABU-Kreisverband
Gera-Greiz e.V.

c/o Ingo Eckardt
Franz-Philipp-Straße 9
07937 Zeulenroda-Triebes
vorstand@nabu-gera-greiz.de

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