Aktuelle Beiträge und Informationen zu regionaler und nationaler Naturschutzarbeit


NABU-Naturschutzinformation Greiz Waldhaus wieder geöffnet

Am Dienstag dem 05.05.2020 öffnete die NABU-Naturschutzinformation in Greiz Waldhaus erstmalig seine Türen für die Saison 2020. Wir bitten aber alle Besucher, sich an die aktuell vorgeschriebenen Hygieneregeln, die auf Grund der Corona-Krise bestehen zu halten.
Als Mitarbeiter der Station konnte für diese Jahr Klaus Jäger, ein Naturführer und Pilzexperte gewonnen werden. Sicherlich wird er Euch die eine oder andere Frage zu Pilzen beantworten, aus rechtlichen Gründen ist eine Pilzberatung aber aktuell nicht möglich.
Auf eine Zusammenarbeit mit dem neuen Mitarbeiter freut sich das gesamte Team der NABU Naturschutzinformation.

Pilzfachmann, Klaus Jäger [links] und Torsten Franke [rechts] Leiter der Info und Hauptorganisator der Greizer NABU-Gruppe

Klaus Jäger betreut die Naturschutzinformation von Dienstag bis Samstag, jeweils von 11:00 bis 17:00 Uhr.
Sonntags machen abwechselnd NABU-Mitglieder von 14:00 bis 18:00 Uhr Dienst. Dann können Sie vielleicht auch einmal Torsten Franke, Leiter der Info und Hauptorganisator der Greizer NABU-Gruppe antreffen.

NABU- Naturschutzinformation Greiz Waldhaus


Stunde der Gartenvögel

Große Vogelzählaktion vom 8. bis 10. Mai 2020

Vom 8. bis 10. Mai findet deutschlandweit die 16. Stunde der Gartenvögel statt.

Der NABU ruft gemeinsam mit der NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.
In diesem Jahr erwarten die Ornithologen des NABU die neuen Gartenvogeldaten mit besonderer Spannung und Sorge. Eine der häufigsten und beliebtesten Arten, die Blaumeise, ist derzeit in Teilen der Republik durch ein auffälliges Massensterben aufgrund einer bisher unbekannten Krankheit bedroht. Innerhalb von nur sechs Tagen über das Osterwochenende haben wir bereits 10.000 Meldungen mit etwa 20.000 toten oder kranken Meisen erhalten. Die kommende Zählung im Mai wird uns Auskunft darüber geben, ob sich dies in den Bestandstrends der Blaumeisen in den besonders betroffenen Gebieten widerspiegelt.

Viele Menschen haben in den letzten Wochen während der Ausgangsbeschränkungen den Wert der Natur vor Ihrer Haustür wieder neu schätzen gelernt. Gartenvögel wie bei Blaumeise haben dabei in diesem Frühling sicherlich deutlich mehr Aufmerksamkeit erfahren als in anderen Jahren. Wir hoffen, dass sich dies in einer besonders regen Beteiligung an der Vogelzählung niederschlägt. Wer mehr Natur in seinem Umfeld erleben und Gartenvögeln helfen möchte, sollte seinen Hof oder Garten zum Mini-Naturschutzgebiet machen. Schauen Sie auch nach den Tipps für einen vogelfreundlichen Garten.

Im vergangenen Jahr hatten über 76.000 Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel mitgemacht und Beobachtungszahlen aus fast 52.000 Gärten gemeldet. Gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich damit um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

Angebot für Schulen & Kinder

Für kleine Vogelexperten hat die NAJU die „Schulstunde der Gartenvögel“ (4. bis 8. Mai) ins Leben gerufen. Weitere Informationen dazu unter www.NAJU.de/sdg.

Ausmalbilder zum Download finden Sie unter www.stundedergartenvoegel.de/#kinder

Blaumeisen [Cyanistes caeruleus]
© Foto: Rita Priemer/NABU

Weitere Materialien zur Stunde der Gartenvögel:


Tiere im Garten

Mit der Kamera eingefangen

Besuch in der Nacht

Waschbär (Procyon lotor)

Maus


Vögel an der Futterstelle

Kleiber (Sitta europaea)

Buntspecht (Dendrocopos major)

Eichelhäher (Garrulus glandarius)


Vögel an der Futtersäule


Blaumeisensterben

Erreger des Meisensterbens identifiziert

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 30/20 | 22. APRIL 2020


NABU: Erreger des Meisensterbens identifiziert
Bakterium verursacht Lungenentzündung bei Blaumeisen / Social Distancing für Vögel hilft gegen Seuche


Berlin - Seit Anfang März werden in Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die krank wirken und kurz darauf sterben. Jetzt ist der Erreger des Meisensterbens identifiziert: Es ist ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung verursacht.

kranke Blaumeise © Foto: NABU

„Suttonella ornithocola tötet fast ausschließlich Meisen, vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Vermutlich sind auch Tannenmeise, Hauben-, Sumpf- und Weidenmeise betroffen. Seltener erkranken die größeren Kohlmeisen.“

Bis zum 22. April wurden dem NABU innerhalb von nur zwölf Tagen 13.800 Fälle aus Deutschland gemeldet, die etwa 26.000 Vögel betreffen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat nun bei Meisen aus den Landkreisen Ammerland und Diepholz Suttonella ornithocola festgestellt. Fast gleichzeitig wurde aus dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe bekannt, dass bei vier untersuchten Blaumeisen aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen derselbe Erreger gefunden wurde. In allen Landkreisen, in denen das Bakterium bestätigt werden konnte, zeigt auch die Karte der beim NABU gemeldeten Verdachtsfälle eine erhöhte Melderate.

Das Bakterium ist erst seit 1996 bekannt. Damals wurde es in Großbritannien beschrieben und kommt dort flächendeckend regelmäßig vor, hat aber bisher nicht zu überregionalen Massensterben geführt. Erst 2017 wurde es erstmals außerhalb von Großbritannien nachgewiesen - in Finnland. Im April 2018 wurde Suttonella ornithocola erstmals in Deutschland bei mehreren Meisen bei kleineren Krankheitsausbrüchen im südlichen Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. Miller: „Das massenhafte überregionale Auftreten in diesem Jahr ist für diesen Erreger neu. Außer Deutschland sind mindestens auch Luxemburg und Belgien betroffen.“

Der Erreger ist für Menschen und Haustiere ungefährlich. Da Vögel aber auch an anderen Krankheiten gestorben sein könnten und grundsätzlich oft mehrere Pathogene in sich tragen können, ist beim Umgang mit toten Vögeln immer mit Vorsicht vorzugehen.

Um Ausmaß, räumliche Verbreitung und Verlauf der Epidemie ermitteln zu können, ruft der NABU weiterhin dazu auf, Fälle von kranken oder offensichtlich an Krankheit verstorbenen Vögeln über sein Online-Formular unter www.NABU.de/meisensterben zu melden.

"In betroffenen Gärten müssen Anziehungspunkte wie Futter- und Badestellen umgehend beseitigt werden, damit Vögel sich weniger leicht gegenseitig anstecken können", rät Miller. "Social Distancing hilft auch bei Vogel-Seuchen Ansteckungen zu reduzieren."

Damit betroffene Vogelbestände sich möglichst schnell wieder erholen können, ist es wichtig, gute Bedingungen für die anstehende Brutzeit zu bieten. Ein naturnaher Garten bietet besonders viel Nahrung für die hungrigen Jungen. Tipps für einen vogelfreundlichen Garten hat der NABU unter www.nabu.de/vogelgarten zusammengestellt.

Wie stark die Meisenbestände von der für Deutschland neuen Vogelkrankheit beeinträchtigt wurden, werden die Ergebnisse der großen NABU-Gartenvogelzählung „Stunde der Gartenvögel“ vom 8. bis 10. Mai zeigen.

kranke Blaumeise © Foto: NABU

Mehr Infos und Meldungen: www.NABU.de/meisensterben
Vogelfreundlicher Garten: www.nabu.de/vogelgarten
Stunde der Gartenvögel: www.stundedergartenvoegel.de


Textquelle: Naturschutz aktuell - NABU-Pressedienst


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Gera-Greiz e.V.

c/o Ingo Eckardt
Franz-Philipp-Straße 9
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vorstand@nabu-gera-greiz.de

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