Schautafeln entlang des Lehrpfades im Naturschutzgebiet

OTZ-Beitrag vom 23. November 2016

Lutz Wolfram, ehrenamtlicher Schutzgebietsbetreuer des Naturschutzgebietes Frießnitzer See-Struth, vor einer Schautafel am Aussichtsturm.
Foto: Ilona Berger

„Frießnitz. Begeistert erzählt Lutz Wolfram über das Naturschutzgebiet Frießnitzer See-Struth. Mit Christoph Kummer betreut er ehrenamtlich dieses Areal. "Zurzeit führt der See wenig Wasser. Der Weidaer Angelverein e.V. fischt ihn ab."

In der kalten Jahreszeit finden weniger Besucher den Weg hier her. Dennoch sind sie fasziniert. Auf dem Aussichtsturm kann man stundenlang verweilen und der weite Blick sorgt für Über raschungen, merken Besucher an. Der zwei bis drei Kilometer lange Lehrpfad führt von Frießnitz nach Großebersdorf, vorbei an den Wasserbüffeln. "Diese bleiben das ganze Jahr im Freien", berichtet Lutz Wolfram. Jetzt sind sie wieder zu sehen. "Die Tiere haben weniger Probleme mit der Kälte. Ist es heiß, gehen sie baden." Zudem ist im Sommer die Vegetation in den Feuchtwiesen sehr hoch, deshalb verschwinden die Wasserbüffel im Schilf. 14 Tiere, darunter ein Bulle, seien im Gebiet. Dass im Naturschutzgebiet immer mehr seltene Vogelarten leben, beweisen Fotos von Rainer Rathmann vom Nabu Altenburg. Er hielt in diesem Jahr den Zwergstrandläufer und den Dunklen Wasserläufer mit der Kamera fest.

Ein ornithologisches Gutachter von 2015 bescheinigte, dass unter anderem Bekassinen, Blaukehlchen, Wendehals und Feldlerche am Frießnitzer See Brutvorkommen haben.

Wolfram spricht auch Probleme an. Er ärgert sich, dass Randbereiche des Naturschutzgebietes zur illegalen Müllentsorgung genutzt werden. Erst im Herbst wurde im Bereich des Sandberges die Große Telekie mit ihren Pfahlwurzeln bekämpft. "Sie wurde eingeschleppt und hatte sich auf einer Fläche von zwei bis sechs Metern ausgebreitet, wird die Pflanze nicht vernichtet, verdrängt sie einheimische Arten", klärt Lutz Wolfram auf. Nachwuchssorgen bereiten dem Ehrenamtlichen ebenso Kopfzerbrechen. "Wem sollen die Älteren ihre Artenkenntnisse weiter vermitteln?" Die im Sommer dieses Jahres gegründete Facebookgruppe "Tiere im Naturschutzgebiet Frießnitzer See" soll junge Leute anlocken.“

Ilona Berger / 23.11.16


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