Wie Rotkäppchen dem Wolf schadet – Wissenswertes gab es in Triebes

OTZ-Beitrag vom 10. Oktober 2016

Wie erkenne ich einen Wolf? Was macht ihn aus? Und was hat er mit seiner Darstellung in den Märchen wirklich gemein? Diesen und anderen Fragen ging ein Vortrag am Sonnabend in Triebes nach.

Claus Hermann aus Reichenbach mit Stoffwolf Alan und Kindern, die den Vortrag interessiert verfolgten.
Foto: Katja Krahmer

Zeulenroda-Triebes. 15 kleine wie große Gäste folgten der Einladung am Sonnabendnachmittag an den Triebeser Stau, wo sich im Vereinsheim der Angler alles rund um den "Lupus canis canis", den Wolf drehte. "Wir hatten die Idee, weil wir oft auf das Thema angesprochen wurden", berichtete Veranstalterin Uta Wagner, die mit Claus Hermann aus Reichenbach einen fachkundigen Referenten eingeladen hatte.

Der Nabu-Wolfsbotschafter führte anschaulich in die Welt des Wolfes ein, stellte klar, dass das Tier aus dem Märchen wenig mit dem in der Realität gemein hat, und lieferte so einige wissenswerte Informationen. So erfuhren die Teilnehmer, dass der Wolf nicht nur gut hören und sehen, sondern auch schwimmen kann. Dass er lebenslang monogam bleibt und in das Territorium seines Rudels keinen weiteren Wolf hinein lässt. Dass seine Losung meist Haare und Knochenstücke enthält und bis zu 40 Zentimeter lang sein kann. Und dass er von der Evolution her für die Jagd prädestiniert ist. An einem Beispiel erläuterte Hermann, dass der Wolf in der Nahrungskette benötigt wird: "Aufgrund des großen Nahrungsangebotes, etwa Mais, vermehrt sich das Schwarzwild sehr stark", erläuterte Hermann. Der Wolf sei dazu auserkoren, den Bestand aufrecht zu erhalten, indem er etwa das kranke Wild durch seine Hetz selektiert.

Bei seinen Ausführungen bediente sich der Reichenbacher immer wieder seiner Handpuppe Alan und gestaltete den Vortrag damit auch für die Kinder unter den Gästen sehr anschaulich. Das gelang schließlich auch durch die mobile und interaktive Ausstellung des Nabu über den Wolf, die Hermann mitgebracht hatte.

Diese ist ab morgen und bis 16. Oktober auch im Städtischen Museum Zeulenroda zu sehen. Des Weiteren wird es unter dem Titel "Rotkäppchen lügt ..." am Dienstag, dem 11. Oktober, von 10 bis 15 Uhr, einen Aktionstag mit Claus Hermann geben, bei dem der Wolfsbotschafter mit vielen Spielen, Erklärungen und Informationen zur aktuellen Situation der Wölfe im Vogtland aufwartet.“

Katja Krahmer / 10.10.16


Text- und Bildquelle

OTZ-Beitrag vom 10. Oktober 2016: Wie Rotkäppchen dem Wolf schadet – Wissenswertes gab es in Triebes target: _blank class: arrow

Kontakt

NABU-Kreisverband
Gera-Greiz e.V.

c/o Ingo Eckardt
Franz-Philipp-Straße 9
07937 Zeulenroda-Triebes
vorstand@nabu-gera-greiz.de

Termine

Unsere Partner