Feuchtgebiete besser schützen

Elsteraue bei Neumühle © Foto: Lutz Wolfram

Anlässlich des heutigen Welttags der Feuchtgebiete fordert der NABU Thüringen die Landesregierung auf, sich ambitionierter für die Wiederherstellung zerstörter Natur einzusetzen

Jena – Zum Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar ruft der NABU Thüringen dazu auf, Feuchtwiesen, Moor- und Sumpfbereiche und Flussauen besser zu schützen. „Feuchtgebiete sind nicht nur für den Hochwasserschutz wichtig, sondern auch zur Sicherung der Lebensräume vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Hierzu gehören zum Beispiel Kiebitz, Wachtelkönig, Braunkehlchen, Grasfrosch und Ameisenbläuling,“ sagt Marcus Orlamünder, der Naturschutzreferent des NABU Thüringen. „Klimawandel und der Verlust von Feuchtlebensräumen machen besonders den Amphibien schwer zu schaffen. Beispielsweise haben die Grasfrösche in Thüringen in den letzten Jahren einen regelrechten Bestandseinbruch erlitten.”

Handeln der Landesregierung notwendig
Gerade im Zuge des Klimawandels wird der Schutz feuchter Lebensräume immer wichtiger, denn ein trockenes und warmes Frühjahr kann Tümpel und Flachwasserzonen an Flüssen und Bächen schnell austrocknen lassen. Die Landesregierung in Thüringen ist sich dieser Tatsache zwar bewusst, handelt aber nur mit einzelnen Projekten. Das ist rein punktueller Naturschutz. „Was wir aber brauchen, ist ein ambitionierteres Handeln, um den Klimawandel und das Artensterben zu stoppen“, sagt Marcus Orlamünder. Damit die Probleme angegangen werden können, ist ein zielgerichtetes, großräumiges Vorgehen erforderlich. Dabei ist ein strategischer Plan für den ganzen Freistaat und seine Gewässersysteme aufzustellen. „Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, den im Koalitionsvertrag vereinbarten Aktionsplan zur Belebung von Bach- und Flussauen umzusetzen. Bislang hat die Landesregierung jedoch nichts unternommen, um einen solchen Aktionsplan zu erarbeiten und umzusetzen.“

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