„Naturschutz geht uns alle an“

OTZ-Beitrag vom 25. Februar 2017

Naturschützer setzen sich für nachhaltigen Umgang mit bedrohten Tierarten und Lebensräumen ein.

Auch die schwindende Population an Steinkäuzen in Ostthüringen bereitet den Naturschützern der Nabu-Ortsgruppe Zeulenroda Sorgen. Um dieses und weitere wichtige Projekte vorantreiben zu können, benötigt der Verein auch in Zukunft engagierte Mitglieder.
Archivfoto: Eckhard Jüngel

Zeulenroda-Triebes. Neues Jahr, neuer Kampf für den Naturschutz – so die einhellige Meinung der Mitglieder im Naturschutzbund (Nabu) der Ortsgruppe Zeulenroda-Triebes. Gut, das Jahr 2017 ist zwar schon knapp zwei Monate alt, die Probleme und Themenfelder sind aber oft die gleichen wie in der Vergangenheit. Und auch der unermüdliche Einsatz der im Kreisverband Gera-Greiz knapp 300 eingetragenen Naturschützer reißt nicht ab.

Vor allem um Nachhaltigkeit geht es bei ihrem Engagement für Mensch und Natur, bestätigt Nabu-Mitglied Eckhard Titz. Auch in diesem Jahr steht die Pflege von Feuchtwiesen und Streuobstwiesen der Region im Vordergrund, die nachgepflanzt werden müssen, um so den bedrohten Lebensraum beispielsweise von Steinkäuzen zu sichern. Schutztürme für bedrohte Vogelarten sollen entstehen, Teiche und Gewässer wie der Frießnitzer See sollen weiterhin - extensiv bewirtschaftet werden, und auch fachlich ist man gewillt, den Naturschutzbehörden künftig intensive Unterstützung anzubieten.

Im Rahmen ihrer fachkundigen Vortragsreihe, erstellt die Nabu-Ortsgruppe Zeulenroda jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm, um interessierten Besuchern die Möglichkeit zu geben, mehr über aktuelle Problemfelder zu erfahren, ausgewählte Schutzgebiete kennenzulernen oder einfach um Fragen zu stellen und - Antworten zu erhalten.

Gemeinsam stark machen für Natur und Mensch

All das funktioniert aber nur, wenn sich auch jedes Mitglied eigenverantwortlich einbringt und aktiv an der Gestaltung des Naturschutzbundes interessiert ist, gibt Eckhard Titz mit auf den Weg. Hier ist seiner Meinung nach noch mehr Initiative - gefragt, damit der Wirkungsgrad des Vereins vergrößert werden kann sowie der Einfluss auf politische Entscheidungen steigt. Schließlich sei es das gemeinsame Ziel aller Unterstützer, sich für bedrohte Tierarten und deren gefährdete Lebensräume stark zu machen. Dass sich der Einsatz lohnt, zeigen die bereits erfolgreich angeschobenen Großprojekte. So konnte der Frießnitzer See in umfangreichen Arbeiten revitalisiert werden oder der Bestand an Wechselkröten durch die Erschließung neuer Laichgewässer und einer breiten Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden.

"Aufgrund von Unwissenheit realisieren viele Menschen gar nicht, welchen Schaden unachtsames Verhalten in der Natur zur Folge haben kann", mahnt Titz. Um jene Unwissenheit und im schlimmsten Fall irreparable Schäden zu vermeiden, schreiben sich Eckard Titz sowie die Mitglieder der Ortsgruppe Zeulenroda auch auf die Fahnen, die Leute besser zu informieren und Aufklärung zu leisten. "Was man nicht kennt, das vermisst man auch nicht", beschreibt Titz das Dilemma vieler bedrohter Tierarten. "Naturschutz geht uns alle an, und die Auswirkungen haben letztlich auch alle zu tragen", so sein Appell. Am 14. März findet im Ratskeller von Zeulenroda der nächste Vortrag zum Thema "Mongolei" statt.“

Christoph Dolata / 25.02.17


Text- und Bildquelle

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