Frießnitzer Wasserbüffel haben neues Türschild für ihren Unterstand

OTZ-Beitrag vom 6. April 2017

Tafel wurde mit Nabu-Logo angebracht. Präsident des größten deutschen Naturschutzverbandes am Frießnitzer See.

Nabu Präsident Olaf Tschimpke (von links nach rechts), im Gespräch mit Lutz Wolfram, Ingo Eckardt vom Nabu Kreisverband Gera-Greiz und dem Landesvorsitzenden Mike Jessat, besucht Naturschutzgebiet Frießnitzer See. Der Frießnitzer See ist besonders für seine artenreiche Vogelwelt bekannt. Seit 2011 bewahrt die NABU-Stiftung im Landkreis Greiz den acht Hektar großen Frießnitzer See und seine Umgebung, insgesamt 22,2 Hektar, für die Natur. Um die Artenvielfalt dort zu erhalten, ließ die NABU-Stiftung den See im Rahmen eines Revitalisierungsprojektes aufwendig sanieren. Auch Wasserbüffel wurden hier angesiedelt.
Foto: Peter Michaelis

Frießnitz. Etwa 20 Tiere leben am Frießnitzer See. Ihr Areal ist ungefähr 21 Hektar groß und bietet reichlich Nahrung, rohfaserreiche Pflanzen, zum Beispiel Schilf und Disteln. Wasserbüffel können bis zu 200 Kilogramm auf die Waage bringen und über 60 Stundenkilometer erreichen. An diesem Tag lagen sie friedlich im Gras oder haben sich auf dem Gelände sattgefressen, als ihr Stall ein neues Türschild bekam. Weithin ist seitdem das Nabu Logo mit dem Weißstorch darauf zu sehen. Diese Vogelart hat hier noch nicht gebrütet. Nisthilfen sind aber da.

Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes in Deutschland, kam an diesem Tag angereist. Der Chef überzeugte sich zugleich, was aus dem Areal geworden ist. "Hier hat sich ein wunderbares Vogelparadies entwickelt, das seinesgleichen sucht", stellte er fest. Bekassine, Blau- und Schwarzkehlchen, Rohrammer, Reiher- und Tafelenten sind zu entdecken, meist mit Fernglas. 80 verschiedene Brutvogelarten haben längst ihren Platz gefunden. Umgeben ist der Frießnitzer See von verschiedenen Gräsern und Pflanzen. Seit 2011 bewahrt die Nabu-Stiftung im Landkreis Greiz den acht Hektar großen See und seine Umgebung, insgesamt 22 Hektar.

"Die Werbeschilder sind wichtig, um die Leute auf unser Revitalisierungsprojekt aufmerksam zu machen", sagte Ingo Eckardt. Er engagiert sich seit 1991 im Naturschutzbund und ist im Nabu-Ortsverein Zeulenroda. Die wissenschaftliche Vogelberingung gehört zu einer der Aktivitäten des heute 50-Jährigen. Bei der Naturschutzjugend ist er als Gruppenleiter tätig. Er organisiert die Ornithologen-Camps auf Landesebene.

Eine intakte Umwelt zu bewahren

Das nächste ist vom 21. bis 23. April in Plothen. Die Begegnung mit Olaf Tschimpke war auch nicht ganz zufällig. Der Zeulenrodaer Ingo Eckhardt wurde im September vergangenes Jahres für sein Umwelt-Engagement in Berlin geehrt. Die Auszeichnung beinhaltete nicht nur ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro, sondern auch einen Tag mit einem nationalen Jury-Mitglied. Eckardt entschied sich für ein Treffen mit dem Präsidenten des Naturschutzbundes. Mit ihm war er vor dem Besuch in Frießnitz auch im Leutratal bei Jena. Dort stellt der 50-Jährige das Naturerlebnishaus vor, bei dessen Aufbau er mitgeholfen hat. Eine intakte Umwelt für die Nachwelt zu bewahren, ist ein Wunsch von Eckardt. Er hofft, dass mit Frießnitzer See/Struth so eine Natur-Oase erhalten werden kann.“

Ilona Berger / 06.04.17


Text- und Bildquelle

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