🐸 Langzeitentwicklung der Amphibien am Schutzzaun Schömberg (2017–2026)

© Foto: Lutz Wolfram
🟤 Erdkröte

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Die Erdkröte zeigt über die zehn Jahre hinweg ein insgesamt stabiles, aber schwankendes Bild. 2017 wurden 889 Tiere gezählt, 2018 erreichte die Art mit 1109 Individuen ihren Höchststand. Danach folgte ein Rückgang: 2019 lagen die Zahlen bei 875, 2020 bei 684 und 2021 bei 688 Tieren. Auch 2022 blieb das Niveau mit 666 Erdkröten moderat. 2023 stieg die Zahl leicht auf 734, fiel 2024 jedoch deutlich auf 366 ab. 2025 erholte sich die Population auf 521 Tiere und erreichte 2026 mit 803 Individuen wieder ein starkes Niveau. Der langfristige Trend zeigt eine robuste Population, die trotz Schwankungen stabil bleibt.
🟢 Grasfrosch

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Der Grasfrosch weist traditionell starke jährliche Schwankungen auf. 2017 wurden 9 Tiere registriert, 2018 stieg die Zahl auf 16. 2019 sank sie wieder auf 8, 2020 auf 5 und 2021 erreichte die Art mit nur 1 Individuum ihren Tiefpunkt. Ab 2022 erholte sich der Bestand deutlich: 12 Tiere 2022, 15 im Jahr 2023 und 10 im Jahr 2024. 2025 lag die Zahl bei 7, bevor 2026 mit 21 Grasfröschen der höchste Wert der gesamten Zeitreihe erreicht wurde. Der Trend zeigt eine deutliche Erholung seit 2022.
🔵 Bergmolch

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Der Bergmolch hatte 2018 ein außergewöhnliches Spitzenjahr mit 44 Individuen. 2017 lag die Zahl noch bei 13, 2019 bei 8. In den Jahren 2020 und 2021 fiel der Bestand stark ab (3 bzw. 1 Tier). Ab 2022 stabilisierte sich die Art wieder leicht: 3 Tiere 2022, 8 Tiere sowohl 2023 als auch 2024. 2025 wurden 4 Bergmolche gezählt, 2026 schließlich 10. Damit zeigt die Art nach einem Einbruch eine langsame, aber stabile Erholung.
🟣 Teichmolch

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Der Teichmolch begann 2017 mit 14 Tieren und erreichte 2018 mit 15 seinen Höchststand. 2019 lag die Zahl bei 12. Ab 2020 folgte ein deutlicher Rückgang: 2 Tiere 2020, 3 Tiere 2021 und 2022, 4 Tiere 2023 und erneut nur 2 Tiere 2024. 2025 setzte eine deutliche Erholung ein (8 Tiere), die sich 2026 mit 11 Teichmolchen fortsetzte. Damit nähert sich die Art wieder den guten Werten der frühen Jahre.
🟠 Kammmolch

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Der Kammmolch ist eine seltene und streng geschützte Art. 2017 wurden 3 Tiere nachgewiesen, 2018 sogar 6. 2019 fiel die Zahl auf 1, 2020 bis 2022 gab es keine Nachweise. Ab 2023 tauchte die Art wieder auf (2 Tiere), 2024, 2025 und 2026 jeweils 1 Individuum. Der Trend zeigt eine kleine, aber stabile Restpopulation, deren Nachweis ökologisch besonders wertvoll ist.
📌 Gesamtfazit
- Die Erdkröte bleibt die dominante Art und zeigt 2026 eine deutliche Erholung.
- Grasfrosch und Teichmolch erreichen 2026 außergewöhnlich hohe Werte.
- Bergmolch stabilisiert sich nach schwachen Jahren.
- Der Kammmolch bleibt selten, aber konstant nachweisbar.
- Insgesamt zeigt 2026 eine positive Entwicklung vieler Arten nach mehreren schwächeren Jahren.