Bruch des Teichdamms am Birkhausener Teich
Ursachen, Folgen und schnelle Rettungsmaßnahmen

© Foto: Lutz Wolfram / NABU Gera-Greiz e.V.

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In der zweiten Märzhälfte des Jahres 2020 ereignete sich am hinteren der beiden Teiche am Erlenbruchsumpf bei Birkhausen ein gravierender Schaden: Der dortige Teichdamm brach auf einer größeren Strecke ein. Was zunächst wie ein natürlicher Erosionsschaden wirkte, stellte sich schnell als Folge intensiver Unterhöhlungen durch Bisamratten heraus. Die Tiere hatten im Bereich zwischen dem Teich und dem Struthbach weit verzweigte Gänge angelegt, die die Stabilität des Dammes massiv schwächten.
Schließlich kam es zu einem Wasserdurchbruch am Dammfuß. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Boden ausgespült, der Damm sackte ab und gab dem Wasserdruck nach. Der Teich lief daraufhin weitgehend leer, und auch der angrenzende Erlenbruchsumpf verlor einen großen Teil seines Wassers. Neben dem sichtbaren Landschaftsschaden bestand die Gefahr, dass wertvolle Lebensräume für Amphibien und andere Feuchtgebietsbewohner beeinträchtigt würden.
Besonders kritisch war der Zeitpunkt des Ereignisses: Die Laichzeit der Moorfrösche – einer im Gebiet vorkommenden, empfindlichen Art – stand unmittelbar bevor. Ein länger anhaltender Wasserverlust hätte die Fortpflanzung der Population ernsthaft gefährdet. Umso dringlicher war eine schnelle und fachkundige Instandsetzung des Dammes.
Mit den Reparaturarbeiten wurde die Firma Ulrich Glück Landschaftsgärtner beauftragt. Innerhalb kurzer Zeit wurden die beschädigten Bereiche freigelegt, die unterhöhlten Zonen verfüllt und der Damm stabilisiert. Ziel war es, den Wasserstand rasch wiederherzustellen und die ökologischen Funktionen des Teiches zu sichern. Dank des zügigen Eingreifens konnte der Lebensraum rechtzeitig vor Beginn der Laichzeit wiederhergestellt werden.
Der Vorfall zeigt eindrücklich, wie sensibel künstlich angelegte oder regulierte Gewässer auf Störungen reagieren können – und wie wichtig regelmäßige Kontrollen sowie schnelle Maßnahmen im Schadensfall sind, um wertvolle Biotope zu erhalten.