Ornithologische Wanderung am Frießnitzer See – Ein Morgen voller Vogelstimmen

Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca)
© Foto: Leo / fokus-natur.de
Am 9. Mai lud der NABU Dreba Plothen zur ornithologischen Wanderung durch das Naturschutzgebiet Frießnitzer See/Struth ein. Bereits um 06:00 Uhr trafen sich die Teilnehmenden auf dem Gemeinde Parkplatz in Großebersdorf, gegenüber dem Adler Golfhotel – genau zur Zeit, in der die Vogelwelt ihren Tag beginnt.

Aussichtsturm am Frießnitzer See
© Foto: Lutz Wolfram

Schautafel am Wanderweg
© Foto: Lutz Wolfram

Waldflachmoor
© Foto: Lutz Wolfram
Geleitet wurde die Tour von Lutz Wolfram, dem Ansprechpartner für die Flächen der NABU Stiftung im Gebiet. Er informierte die Anwesenden unterwegs umfassend über die Besonderheiten des Schutzgebiets, seine wertvollen Lebensräume und die Bedeutung des Gebietes für zahlreiche bedrohte Arten.
Der Weg führte von Großebersdorf nach Frießnitz zum Aussichtsturm. Entlang artenreicher Feucht- und Nasswiesen boten sich immer wieder eindrucksvolle Beobachtungsmöglichkeiten rund um den Frießnitzer See. Anschließend ging es ein Stück des Weges zurück, bevor die Route über den Ort Struth weiterführte. Der Pfad schlängelte sich über den bewaldeten Sandberg, vorbei am Waldflachmoor und weiter zu den Straßenteichen mit ihrem charakteristischen Erlenbruchsumpf. Dort verließ die Gruppe das Naturschutzgebiet und wanderte durch den Forst zurück nach Großebersdorf.
Über fünf Stunden hinweg konnten die Teilnehmenden die beeindruckende Vielfalt der Region erleben. 62 verschiedene Vogelarten wurden gesehen oder gehört – ein eindrucksvoller Beleg für die ökologische Bedeutung dieses Gebietes.
Der Frießnitzer See ist weit über die Grenzen des Landkreises hinaus für seine außergewöhnliche Vogelwelt bekannt. Umgeben von Seggenrieden, Quellbereichen, Flachmooren und Feuchtwiesen bietet er zahlreichen, teils seltenen Arten ein wertvolles Refugium. Die Fläche der NABU Stiftung umfasst hier 22 Hektar, davon entfallen 8 Hektar auf den Frießnitzer See selbst.
Die Wanderung machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll dieses einzigartige Naturgebiet ist – und wie faszinierend die heimische Vogelwelt klingt, wenn man ihr früh am Morgen lauscht.
Die Vogelarten:

Dohle (Corvus monedula)
© Foto: Leo / fokus-natur.de
- Wacholderdrossel
- Kohlmeise
- Dohle
- Rauchschwalbe
- Klappergrasmücke
- Stockente
- Goldammer
- Fischadler
- Hausrotschwanz
- Amsel

Turmfalke (Falco tinnunculus)
© Foto: Leo / fokus-natur.de
- Kukuk
- Dorngrasmücke
- Gartengrasmücke
- Graugans
- Zilpzalp
- Neuntöter
- Nilgans
- Rohrweihe
- Graureiher
- Feldlerche

Kolbenente (Netta rufina)
© Foto: Leo / fokus-natur.de
- Silberreiher
- Rohrammer
- Teichrohrsänger
- Drosselrohrsänger
- Reiherente
- Tafelente
- Kolbenente
- Höckerschwan

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
© Foto: Leo / fokus-natur.de
- Blässhuhn
- Mehlschwalbe
- Bachstelze
- Schwarzmilan
- Grünspecht
- Rotmilan
- Turmfalke
- Mäusebussard
- Schwarzstorch
- Blaumeise

Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus)
© Foto: Leo / fokus-natur.de
- Girlitz
- Stiglitz
- Haussperrling
- Schafsstelze
- Grünfink
- Bluthänfling
- Rotkehlchen
- Tannenmeise
- Gartenbaumläufer
- Sumpfmeise
- Wintergoldhähnchen
- Schwarzspecht
- Singdrossel
- Buntspecht
- Sommergoldhähnchen
- Kleiber
- Trauerschnäpper

Dorngrasmücke (Sylvia communis)
© Foto: Leo / fokus-natur.de
- Mönchsgrasmücke
- Zaunkönig
- Fitis
- Waldbaumläufer
- Buchfink
- Eichelhäher
- Rabenkrähe