Rückbau der 380 kV Leitungsquerung im Naturschutzgebiet Frießnitzer See

© Foto: Lutz Wolfram
Der Netzbetreiber 50Hertz hat im Zuge des Neubaus einer leistungsfähigeren 380 kV Freileitung zwischen Röhrsdorf (Sachsen) und Weida sowie Remptendorf (Thüringen) einen wichtigen Schritt für den Natur- und Artenschutz umgesetzt: Die alte Höchstspannungsleitung, die das Naturschutzgebiet Frießnitzer See zwischen Großebersdorf und Frießnitz über Jahrzehnte hinweg gequert hatte, wurde im 1. Quartal 2026 vollständig zurückgebaut.

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Warum dieser Rückbau so bedeutend ist
Der Frießnitzer See und seine Umgebung gehören zu den ökologisch wertvollsten Lebensräumen der Region. Das Gebiet bietet Brut , Rast und Nahrungsräume für zahlreiche Vogelarten und ist ein sensibler Rückzugsort für seltene Tier und Pflanzenarten. Die Entfernung der alten Leitungstrasse bedeutet:
- Entlastung des Schutzgebiets von technischen Bauwerken
- Weniger Störungen für empfindliche Arten, insbesondere im Bereich der Vogelzugrouten
- Wiederherstellung des Landschaftsbildes und Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit
- Reduzierung potenzieller Kollisionsrisiken für Groß- und Zugvögel

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Neue Trasse – mehr Leistung, weniger Eingriffe
Mit dem Neubau der 380 kV Freileitung schafft 50Hertz zusätzliche Übertragungskapazitäten für erneuerbare Energien und erhöht die Versorgungssicherheit in Mitteldeutschland. Entscheidend dabei: Die neue Trassenführung umgeht das Naturschutzgebiet vollständig. Damit wird der Eingriff dauerhaft minimiert und der Naturraum langfristig geschützt.
Ein Gewinn für Netzstabilität und Naturschutz
Der Rückbau im Bereich des Frießnitzer Sees zeigt, dass der Ausbau der Energieinfrastruktur und der Schutz wertvoller Lebensräume miteinander vereinbar sind. Das Projekt verbindet technische Modernisierung mit einem klaren Mehrwert für Umwelt und Region.

Vor dem Rückbau
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Nach dem Rückbau
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