Naturschutzinformation für die Zukunft gesichert

NABU Kreisverband Gera Greiz ersteigert Grundstückspaket in Waldhaus

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© Foto: Lutz Wolfram

Mit der Versteigerung mehrerer Grundstücke im Bereich Waldhaus stand Anfang März 2026 ein bedeutender Teil regionaler Naturschutzarbeit auf dem Spiel. Da sich auf dem Areal das einmalige Artenschutzzentrum Waldhaus befindet, entschied sich der Vorstand des NABU Kreisverbandes Gera Greiz, das gesamte angebotene Objekt zu sichern und bei der Auktion in Berlin zu ersteigern.

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Umfang des Grundstückspakets

Das Paket umfasst insgesamt rund 8.343 m² Fläche, bestehend aus drei zusammenhängenden Flurstücken (Nr. 8, 8a und 11). Auf den Grundstücken befinden sich drei leerstehende, stark verfallene Gebäude:

  • Ehemalige Gaststätte
  • Reste des früheren fürstlichen Jagdschlosses Ida Waldhaus
  • Ein weiteres Holzgebäude, das bisher nur von außen begutachtet werden konnte
    Die Naturschutzinformation auf Flurstück 11 konnte durch den Erwerb gesichert werden; die Flurstücke 8 und 8a mussten aus technischen Gründen mit ersteigert werden.
    Historischer Hintergrund: Das Jagdschloss Ida Waldhaus
    Das fürstliche Jagdschloss wurde 1871 unter Fürst Heinrich XXII. Reuß ä. L. erbaut und nach Fürstin Ida Reuß benannt. Ein Großteil des einst prächtigen Gebäudes wurde später abgetragen; der verbliebene Rest steht seit 1995 leer und verfällt zunehmend. Die Bausubstanz ist heute so stark geschädigt, dass ein Abriss unvermeidlich erscheint.

Erste Schritte nach der Ersteigerung

Am 18. April 2026 fand die erste Besichtigung durch den Vorstand des NABU-Kreisverbandes statt. Dabei wurden folgende Feststellungen getroffen:

  • Gebäude dürfen nicht mehr genutzt werden.
  • Zugänge müssen gesichert und verschlossen werden.
  • Bei der ehemaligen Gaststätte kann eine Notreparatur des Daches den weiteren Verfall vorübergehend aufhalten.
  • Für das ehemalige Jagdschloss ist aufgrund des Zustands ein Abriss wahrscheinlich.
  • Das Holzhaus konnte bislang nur äußerlich begutachtet werden.

    Planung und weitere Vorgehensweise

    Der Eigentumsübergang wird frühestens im Juni 2026 erwartet. Bis dahin sollen gemeinsam mit den Grundstücksnachbarn – Gemeinde Mohlsdorf Teichwolframsdorf, Stadt Greiz und Forstamt Weida – notwendige Sicherungsmaßnahmen abgestimmt werden.
    Parallel dazu beginnt der NABU mit der Erarbeitung einer Konzeption für das Gebiet. Ziel ist ein Projekt, das:

  • ökologisch sinnvoll,
  • finanziell tragbar und
  • förderfähig
    ist.
    Über alle weiteren Schritte werden die beteiligten Partner fortlaufend informiert.

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