Aktuelle Beiträge und Informationen zu regionaler und nationaler Naturschutzarbeit


Frühjahrsputz in der NABU-Naturschutzinformation in Waldhaus

Am vergangene Samstag (22. April 2017) wurde der Frühjahrsputz in der NABU-Naturschutzinformation in Waldhaus von aktiven NABU-Mitglieder in Greiz durchgeführt. 13 Erwachsene und 4 Kinder trotzten dem Regenwetter. Neben Fensterputzen und Laubkehren waren die Highlights des Tages das Aufhängen der in NABU-Farben neu gestrichene Schaukästen und das Aufhängen der neuen Informationstafeln zur Natur des Jahres. Das Aufstellen des Krötenzauns war außerdem lehrreich für Kinder und neue Erwachsene, zumal auch eine Erdkröte vor Ort beobachtet werden konnte. Belohnt wurde das Team mit warmen Roster – und am Ende des Einsatzes sogar mit ein bisschen Sonnenschein.

Die NABU-Naturschutzinformation wird am 1. Mai offiziell für dieses Jahr geöffnet. Sie ist (von Mai bis Oktober) Dienstag bis Samstag von 11–17 Uhr und Sonntag von 14–18 Uhr geöffnet.


Dem Retter sei Dank…

Braunes Langohr (Plecotus auritus)

In den Abendstunden des 16. März 2017 entdeckte Helmut Voigt aus Gera-Negis in den Fängen seiner Katze ein ungewöhnliches Beutetier: es war eine Fledermaus, die sich an jenem lauen Vorfrühlingsabend vielleicht das erste Mal in diesem Jahr auf Nahrungssuche begab. Aufgrund ihres Zustandes wurde sie zu Harry Weidner, einem Fledermausschützer aus Großenstein, gebracht.

Er bestimmte sie als Braunes Langohr, Plecotus auritus. Braune Langohren sind mittelgroße Fledermäuse mit auffällig großen Ohren, die etwa die Hälfte des Körpers groß sein können. Selbst der Ohrdeckel ist meist größer als die Ohren anderer einheimischer Arten. Der Körper bei Braunen Langohren misst 4–5 cm; die Flügelspannweite beträgt 25–30 cm.

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich fast über ganz Europa. Sie lebt bevorzugt in Laubwäldern und Parks, wird aber auch häufig im menschlichen Siedlungsraum gefunden. Ihre bevorzugte Nahrung sind Schmetterlinge. Findet man in Gebäuden nur die Flügel von Schmetterlingen auf Dachböden liegend, so ist dies oftmals ein Hinweis auf einen nächtlichen Hangplatz dieser Art. Braune Langohren sind meist ortstreu: sie überwintern unweit ihrer Sommerquartiere. Langohren ziehen nur ein Jungtier im Jahr auf. Gebäudesanierungen, Lebensraumzerstörungen und der Einsatz chemischer Bekämpfungsmittel haben alle Fledermäuse in den Status der geschützten Arten gebracht.

Nach einigen Tagen der Pflege konnte das Tier ohne Verletzungen und in einem guten Ernährungszustand in die Freiheit entlassen werden – den Rettern sei Dank!


Text & Foto: Annett Scholz/NABU Gera-Greiz e.V.


Tag der langen Natur des Nabu Thüringen in Waldhaus

OTZ-Beitrag vom 12. Juni 2017

Tag der langen Natur des Nabu Thüringen: In der Naturschutz-Information in Waldhaus konnte man Natur mit allen Sinnen erleben.

Thomas Franke vom Naturschutzbund Gera
Foto: Janine Friedrich

Mohlsdorf-Teichwolframsdorf. Mit dem langen Tag der Natur vom 9. bis 10. Juni machte der Naturschutzbund (Nabu) und die Stiftung Naturschutz Thüringen gemeinsam mit anderen Akteuren und Partnern auf die zu erhaltene Natur aufmerksam. Auch die Nabu-Mitglieder aus Greiz beteiligten sich. Am Samstag konnten man in der Naturschutz-Information in Waldhaus die Natur entdecken und mit allen Sinnen erleben.

Vor allem für die Kinder gab es Stände und Mitmach-Aktionen: "Was Kinder nicht kennen, können sie nicht schützen", sagt Thomas Franke von der Nabu Gera-Greiz. Der gelernte Landschaftsgärtner, der jetzt als Zerspaner arbeitet, hatte in seiner Werkstatt eigens für den Tag eine Fledermaus aus einer Hackschnitzelplatte hergestellt und als Puzzle aufbereitet. Auch um die Naturschutz-Information herum hängen Fledermauskästen. Dass auf einer Wiese nicht nur Gras wächst, sondern auch Leben darin ist, davon konnten sich die Kinder mit einer Becherlupe überzeugen. Franke und seine Nabu-Freunde erklärten, woher Heu seinen charismatischen Duft hat. Für eine kleinen Naturschützerin pflückten sie Ruchgras von der blühenden Wiese. "Beim Reiben der Blüte verbreitet sich der typische Duft von Heu", so Franke. Auch wie es sich anfühlt, in einen Heuhaufen zu springen, konnten die Kinder ausprobieren.

In kleinen Duftsäckchen konnte man darin enthaltene Kräuter und Gewürze, wie zum Beispiel Liebstöckel – auch Maggikraut genannt – erraten.

Wolfgang und Renate Reißmann stellten Wildfrüchte aus ihrem Garten vor. Auch Zapfen konnte den jeweiligen Tannen zugeordnet werden.

Der Imkerverein Langenwetzendorf war mit einem Stand und Bienenschaukasten sowie Honig zum Kosten vor Ort.

Der Greizer Naturschutzbund wünscht sich weitere Mitglieder. Wer auch ein Schützer der Natur werden möchte, meldet sich bei Thomas Franke unter Telefon (0172) 6035968 oder unter Email green-t.franke@web.de

Janine Friedrich / 12.06.17


Text- und Bildquelle

OTZ-Beitrag vom 12. Juni 2017: Tag der langen Natur des Nabu Thüringen in Waldhaus


Aktiv im Verband!

Liebe Mitglieder,

viel ist erreicht worden in den letzten Jahren und der Kreisverband Gera-Greiz hat sich stabilisiert. Trotzdem: Wir überaltern und sind immer noch zu wenig Aktive.

Da es uns als Vorstand nicht möglich ist, jedes Mitglied aufzusuchen und um Mitarbeit zu bitten, hier nochmals unser Appell: Wer mehr tun möchte, als nur Beitrag zu bezahlen, der melde sich!

Niemand wird verpflichtet und je nach Eignung und Interesse kann sich jeder Mann/Frau/Kind einbringen.

Der Vorstand


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