Neobiota


Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) © Foto: Wolfram

Neobiota sind Tier- oder Pflanzenarten, die von Natur aus nicht in Deutschland vorkommen, sondern erst durch den Einfluss des Menschen zu uns gekommen sind. Sie gehören daher zu den gebietsfremden oder nichtheimischen Arten – manchmal werden sie wenig zutreffend auch als "Exoten" oder "fremdländische Arten" bezeichnet.

Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) © Foto: Wolfram

Bei den meisten dieser Tier- und Pflanzenarten ist dies beabsichtigt geschehen, z.B. bei der Einführung von Zier- und Nutzpflanzen wie des Drüsigen Springkrauts (Impatiens glandulifera) oder von Jagdwild wie des Waschbären (Procyon lotor). Bei den übrigen Arten erfolgte dies jedoch unbeabsichtigt, z.B. durch die Verschleppung von Pflanzensamen mit Handelsgütern oder von Larvenstadien im Ballastwasser von Schiffen (z.B. Körbchenmuschel, Corbicula fluminea).

Der menschliche Handel und Verkehr spielen für die Einführung von gebietsfremden Arten eine so wichtige Rolle, dass das Jahr 1492 (Entdeckung Amerikas und der sich mit ihr extrem verstärkende transkontinentale Handel) als "Stichtag" für die stark ansteigende Einbringung und Ausbreitung gebietsfremder Arten festgelegt wurde.

Quelle: bfn.de/grundwissen-ueber-neobiota
Weitere Informationen zu Neobiota: bfn.de/neobiota

Vorsicht, Eindringlinge!

Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) © Foto: Wolfram

Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
© Foto: U. Adler/NABU Gera-Greiz

Kanadische Goldrute, Götterbaum, Drüsiges Springkraut, Japanischer Staudenknöterich sind Beispiele für Pflanzen, die vor langer Zeit aus anderen Erdteilen absichtlich oder aus Versehen nach Europa eingeschleppt worden sind. Man bezeichnet sie als Neophyten. Inzwischen sind über 400 solcher Arten in Deutschland bekannt. Manche von ihnen…

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